Baby und Kind, Familienglück, Mensch

Beikost soll dir & deinem Baby Spaß machen – und deshalb gibt es keinen Einheits-Brei, sondern alles einzeln zu entdecken.

13 Comments 04 Februar 2016

Du möchtest wissen, wie du am besten mit der Beikost anfängst. Das ist super einfach – ein paar Grundregeln und schon kannst du mit deinem Baby stressfrei ins Neuland starten. Los geht’s!

beikost einführen

 

Ab wann dein Baby Beikost bekommt

Hierfür gibt es ganz klar 4 Punkte, an die du dich unbedingt halten solltest.

Dein Baby kann sein Köpfchen aus eigener Kraft halten und es kann sitzen.
Dein Baby zeigt Interesse und greift aus eigener Motivation nach dem Essen, wenn du isst.
Dein Baby ist minimum 16 Wochen, optimalerweise 6 Monate alt.
Der Zungenstreckreflex, bei dem das Baby mit der Zunge alles wieder rausschiebt, was reinkam, sollte (weitestgehend) verschwunden sein.

Grundsätzlich gilt also: dein Baby entscheidet, wann es bereit ist für etwas anderes als Muttermilch. Denn nur dein Baby selbst weiß ganz intuitiv, wann sein Körper bereit ist, mehr als Milch zu verdauen.

Wichtig zu wissen ist auch, dass die WHO empfiehlt, mindestens 6 Monate voll zu stillen. Danach bleibt die Muttermilch weiterhin die Hauptnahrungsquelle deines Babys bis es 1 Jahr alt ist. Die weitere Empfehlung der WHO ist bis 2 Jahre und darüber hinaus zu stillen, wenn Mutter&Kind beide möchten.

In Deutschland sind leider nur knapp 20 % der aller 6 Monate alten Babys noch voll gestillt. Fast die Hälfte ist sogar komplett abgestillt.

Eine weitere Anregung zum richtigen Zeitpunkt der Beikosteinführung: du weißt ja, dass Babys ganz individuell mit unterschiedlichem Alter anfangen zu lachen, sich zu drehen, zu sitzen, zu krabbeln und zu laufen. Genau dasselbe gilt für das Essen auch. Manch ein Baby streckt mit einem halben Jahr eifrig die Finger nach Essen aus, ein anderes interessiert sich erst nach einem Jahr für etwas anderes als Mamamilch. Lass deinem Kind also Zeit und beobachte in Ruhe, was es möchte.

Weshalb ist zu frühes Einführen von Beikost von Nachteil für dein Baby?

Zu frühes Zufüttern, also früher als 4 Monate bzw. 6 Monate, beeinträchtigt die Gesundheit deines Babys. Physiologisch gesehen liegt das, laut Dr. George Wootan, daran, dass der menschliche Körper unter 7 Monaten keine Magensäure produziert. Genau diese braucht der Magen aber, um Nahrung außer Muttermilch, richtig verdauen zu können. Und erst ab dem 18. Monat, also nach 1,5 Jahren, wird die Magensäure komplett, also in voller Menge, gebildet.

Interessanterweise fällt ab dem Zeitpunkt, ab dem die Magensäure voll gebildet wird, das Enzym Rennin, das der Körper produziert, um Muttermilch verdauen zu können, weg.

Zudem gibt es noch ein weiteres Verdauungsenzym – das Ptyalin. Es wird produziert, um Kohlenhydrate verdauen zu können. Der menschliche Körper produziert dieses Enzym erst nach 12 Monaten.

Das bedeutet, dass ganz nüchtern biologisch gesehen, der Körper eines Babys unter 6 Monaten nicht bereit ist für etwas anderes als Muttermilch. Und erst ab 18 Monaten das ganze Spektrum an Nahrungsmitteln verdauen kann.

Wird doch unter 6 Monaten zugefüttert und abgestillt, hat das Kind ein höheres Risiko für:

Allergien & Infekte – die Schutzbarrieren im Darm sind noch nicht voll ausgebildet und so kann alles, auch für den Körper Unverträgliches, durch die Darmwand bis in die Blutbahn dringen. Stillen schützt durch die Inhaltsstoffe der Muttermilch vor Atemwegs-&Darminfekten;

Adipositas, SIDS, Diabetes – der Körper deines Babys braucht deine Muttermilch, um rundum versorgt zu sein. Ohne die Basis der Muttermilch hat es so ein kleiner Körper unnötig schwer;

schlechte Kieferentwicklung – Zahnspangen-Präventions-Mittel Nr.1 ist Stillen. Nicht der Schnuller, sonder ausschließlich deine Brust hat die beste und optimalste Form für den Mund deines Babys.

Die Darmflora kann nicht richtig ausreifen und auf emotionaler Ebene eine schlechtere Mutter-Kind-Bindung.

Du siehst also, es spricht absolut nichts dafür, Beikost früh einzuführen. Das Schöne daran ist, dass du noch eine Weile stressfrei durchs Leben gehen kannst und dir keine Gedanken darüber machen musst, was du jetzt für dein Kleines zum Essen vorbereitest.

stillen baby

 

Behalte ebenfalls im Hinterkopf, dass Beikost genau das ist – Bei-Kost. Nicht Ersatz-Kost. Beikost soll also langsam und nach Bedarf und Wollen des Babys gesteigert werden. Die Hauptnahrungsquelle bleibt die Muttermilch. Und das solange, bis das Kind von sich aus umgestellt hat.
Der große Vorteil hieran: wird dein Baby mal krank und/oder will nichts festes essen, dann hast du dein Milch-Backup und musst dir keine Gedanken um große Gewichtsverluste machen.

Häufige Argumente für frühe Beikost

1 Die Gewichtszunahme stockt – das Kind braucht was „Richtiges“ zu essen.

Dieses Argument ist völliger Unsinn. Denn nichts ist kalorienreicher als Muttermilch. 100ml Muttermilch haben knapp 70kcal. 100g Möhren haben 33kcal, Pastinake 22kcal, Brokkoli 30kcal, Kürbis 25kcal.
Umkehrschluss: dein Baby müsste 300-500g Gemüse essen, um an eine Ration Stillen (ca.150ml) ranzukommen.

 2 Das Kind soll in die Krippe geschickt werden – bis dahin muss es richtig essen, sonst ist es ein Außenseiter.

Feste Nahrung essen bedeutet nicht, dass abgestillt sein muss. Der natürliche Verlauf ist ausschließlich Milch, dann langsam weniger Milch und mehr Nahrung, bis nach 1,5-2 Jahren die Nahrungsmittel die Hauptnahrungsquelle sind. Dein Baby kann also morgens vor und abends nach der Krippe weiterhin gestillt werden.

Zudem setzt du dein Kind mit dem „Außenseiter“-Gedanken dem vollen Gesellschaftsdruck aus. Das liegt aber allein bei dir und spielt sich in deiner Wirklichkeit ab. Du könntest diese Wirklichkeit auch dahin gestalten, dass du dir klar machst, dass dein Kind ein totaler Glückspilz ist, wenn es noch stillen darf.

3 Keine Lust mehr zu stillen. Ich will auch mal wieder was trinken.

Das hab ich auch schon ein paar Mal gehört. Und ehrlich gesagt, frag ich mich, was wichtiger ist: das Baby oder ein Glas Wein.

4 Dein Kind saugt dich aus. Du musst auf dich achten.

Diese Aussage habe ich hunderte Male gehört. Jedes Mal frage ich mich, ob solche Aussagen wirklich sein müssen, denn: Babys und Kinder sind hochsensibel und verstehen genau, was um sie rum geredet wird. Und das Gefühl vermittelt zu bekommen, deine Mutter auszusaugen, ist echt heftig. Hinzu kommt, dass eine solche Aussage einfach nicht der Wahrheit entspricht.

Denn nicht das Stillen ist für körperliche Schwächezustände verantwortlich, auch wenn es oftmals dafür herhalten muss.

Entscheidend für dein körperliches Wohlbefinden in der Stillzeit ist vor allem das drumherum: ist dein Umfeld ausgeglichen oder stressig, gibt es Krankheitsfälle oder Streit in der Familie, lässt du dich von einem Haushaltswahn treiben oder kannst du das Zeug auch mal liegen lassen und mit deinem Baby schlafen….

All diese Um-Stände, also all das, was um dich herum passiert, hat einen enorm großen Einfluss auf deinen Körper und sorgt für Stresssituation und Mangelerscheinungen im Körper.
Sorgst du aber für ein ausgeglichenes Drumherum und hältst dich auch mental ruhig und ausgeglichen, dann wirst du mit dem Stillen kaum Probleme haben.

Natürlich zählt auch eine gesunde Ernährung: also viel Mineralstoffe, frisches Gemüse und Obst, bevorzugt basische Lebensmittel, keine Fertignahrungsmittel, wenig Fleisch.

 

4 grundlegende Dinge für den Beikostbeginn

Wenn dein Baby jetzt also Anzeichen macht, etwas Essen probieren zu wollen, dann kann’s losgehen.

Wie immer wichtig: ihr solltet beide relaxt und happy sein, wenn ihr etwas Neues ausprobiert.

Das bedeutet zunächst, dass du deinem Baby in dem Moment etwas Gemüse oder Obst anbietest, wenn es sich dafür interessiert. Und das ist rein zeitlich gesehen dann, wenn es selbst keinen Hunger hat und höchstwahrscheinlich, wenn du gerade isst.

Wenn dein Baby Hunger hat – zuerst Stillen und danach Essen anbieten.

Dementsprechend brauchst du dich nicht an feste Uhrzeiten zu halten. Dein Baby gibt die Zeiten vor. Da du am Anfang noch nicht weißt, wie die Verdauung deines Mini auf die neuen Sachen reagiert, lässt du den Abend erstmals aus. Denn Blähungen in der Nacht bedeuten meist eine unruhige Nacht.

Denk gleichzeitig daran, dass bei den ersten Essen noch nicht wirklich viel Gemüse oder Obst runter geht – hier geht es erstmal ums Erforschen. Wie fühlt sich das Gemüse an? Wie riecht es? Wie schmeckt es?

Wenn du nicht stillen kannst und dein Baby Formulamilch bekommt, dann empfiehlt es sich etwas schneller von der Milch aufs Essen umzusteigen. Das Wichtigste bleibt aber auch hier: dein Baby gibt die Geschwindigkeit vor – erzwingen bringt nichts.

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Warum die erste Beikost kein Brei sein sollte.

Geht es um die erste Beikost, dann sprechen wir recht schnell von Babybrei. Brei ist aber nur eine von zwei Möglichkeiten, Beikost anzufangen. Die andere Möglichkeit besteht darin, deinem Baby von Anfang an die Kontrolle zu überlassen, es erforschen und Spaß haben zu lassen.

Gegen Brei sprechen mehrere Faktoren: 
1 Das Baby lernt nicht die Konsistenz und den Geschmack des eigentlichen Gemüses oder Obst kennen. Alles sieht und fühlt sich gleich an.

2 Es kann den Brei nicht selbst essen, sondern bekommt den Brei „zugefüttert“. Das ist vor allem dann ein Problem, wenn das Füttern in einer Manipulationsorgie à la ein Löffelchen für Mama, eins für dich endet oder noch schlimmer der Brei reingestopft wird, weil Mama meint du musst das aufessen.

3 Pürieren ist eine zusätzliche mechanische Zubereitung des Essens. Ich komme von dem Punkt, an dem die Natur schon einen Plan gemacht hat und auf dem stehen Dinge, die ein zahnloses Baby nicht kauen kann (Fleisch, Nüsse), nicht drauf.

4 Du musst als Mama oder Papa Brei vorbereitet haben – unglaublich stressig. Und sehr ungeschickt, wenn ihr unterwegs seid.

5 Du musst voressen mit deinem Baby oder dein Essen wird kalt.

Und weil Brei demnach nicht der Renner ist, wäre es doch eine coole Idee, dir das Leben einfach leicht zu machen und deinem gleichzeitig Baby seinen Erforscherdrang zu lassen.

Wie das funktioniert und welche entwicklungstechnischen Vorteile das bringt:

Sobald dein Baby aufrecht sitzen kann und beim Essen am Familientisch nach Essen greift, gibst du deinem Mini einfach kleine, gut greifbare Stückchen von deinem sparsam gewürztem Essen. Dein Baby wird es begeistert in die kleinen Händchen nehmen und anfangen daran zu nuckeln, zu saugen und auch kleine Stückchen abzubeißen und zu schlucken. 

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So führst du dein Baby langsam an die neue Nahrung ran und es entscheidet in eigenem Tempo wie viel wirklich schon gegessen wird und was es in welchen Mengen mag.

3 Von Entwicklungsseite her gesehen: dein Kind sieht, was du isst und lernt so, was essbar ist. Im Gegensatz zu Brei – du isst den Brei nicht, dein Baby soll ihn essen – das ist komisch für das Urprogramm deines Mini. Zudem hat es keine Ahnung, was da im Brei drin ist und lernt aufgrund der immer selben Konsistenz die Lebensmittel nicht kennen – weiß also nicht, ob der gelbe Brei jetzt zur Form der Banane gehört oder zur Kartoffel oder zur Kiwi.

Isst dein Baby selbst, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich verschluckt wesentlich geringer als bei Brei, welcher rein geschlürft wird und so eben eher in die falsche Röhre kommt. Verschlucken ist gleichzeitig auch vollkommen ok, denn das ist letztlich nur ein Schutzmechanismus des Körpers. Die Luftröhre schließt, damit nichts reinkommt, was nicht reingehört.

Und JA, dein Baby kann von Anfang an selbstständig essen. Natür-lich dauert es eine Weile bis da wirklich auch was runtergeht. Und das Schöne ist, du hast auch gar keinen Stress, denn dein Still-Backup ist immer da.

Biete deinem Kind immer mal wieder über den Tag verteilt etwas zum essen an und nicht nur zu den Essenszeiten. Mach dir klar, dass du ja auch unregelmäßig über den Tag verteilt stillst und nicht nur zu  bestimmten Tageszeiten. Im Lauf der Zeit pegeln sich Essenszeiten dann von ganz allein ein. Und schätze es wert, dass dein Kind ganz genau fühlt, wann sein Körper Hunger hat.

Es wird sicher „dreckig“ werden, um den Essplatz deines Kindes herum. Bei uns sieht es nach dem Essen auf und unter dem Tisch in etwa gleich aus. Stört mich das? Quatsch – da putz ich einmal den Tisch und den Boden ab und gut ist es.

8 Es macht Spaß deinem Baby beim Entdecken, matschen, saugen und nuckeln zuzuschauen. Finn hat eine Zeit lang, wenn er beide Hände voll hatte und das wollte, was vor ihm auf dem Tisch lag, sich einfach runtergebeugt und direkt vom Tisch gegessen:-).

Oftmals wirst du hören, dass sich Kids mit 8 oder 9 Monaten wehren und ihren Brei nicht mehr essen wollen. Klar, sie haben keine Lust irgendetwas in den Mund gestopft zu bekommen. Bei Selbstessern passiert das nicht – die mampfen munter weiter.

10 Niemand möchte gegen seinen Willen Essen in den Mund gestopft bekommen. Mit dem Löffel füttern, kann eine regelrechte Tortur für Babys bedeuten – schau dich dafür einfach mal etwas aufmerksamer in der Gegend um. Isst dein Kind selbst, so kommst du gar nicht erst in Versuchung ihm mehr „aufs Auge drücken“ zu wollen.

Brei landet meist auf dem Boden, Spielspaß pur.

Brei landet meist auf dem Boden, Spielspaß pur. Mamas Frühstücks-Porridge ade.

 

11 Ab etwa dem 9. Monat oder eben wenn dein Baby den Pinzettengriff beherrscht, kannst du auch kleinere Dinge wie Erbsen oder Mais anbieten. Oder zum Frühstück Brot mit Marmelade in kleine Stückchen schneiden und anbieten.

12 Selbstesser sind nachgewiesen lange Zeit wesentlich geschickter beim Essen als Brei-Kinder.

13 Die Uni Nottingham hat in einer Studie mit über 150 Familien herausgefunden, dass Kinder, die von Anfang an selbst essen, später gesünder und ausgewogener essen und wesentlich offener sind für Neues (als Breikinder). Ganz klar, denn wer mag schon gezwungen werden?!

14 Kinder, die lange gestillt werden und langsam vom Familientisch mitessen, haben weniger Allergien. Zudem sind in der Milch Enzyme enthalten, die beim Verdauen helfen.

Du brauchst also keinen Ernährungsplan für dein Baby. Solange du stillst, bekommt dein Baby sowieso alles, was es an Nährstoffen braucht. Nach und nach, wenn es mehr isst und weniger stillt, wird dein Kind dir ganz genau zeigen, was es essen möchte. Und wenn es deine extra gekochten Nudeln nicht mag und lieber Banane oder Apfel oder sonst was essen will – nicht traurig sein, sondern freuen, dass es weiß, was es will.

Wenn dein Kind zur Essenzeit gerade überhaupt keine Lust hat zu essen und lieber spielen gehen will, ist das auch voll in Ordnung. Dann lass es spielen gehen. Wenn es dann direkt nach dem Essen kommt und was möchte – gib ihm sein Essen.

Denn deine Verantwortung, so auch Dr. Carlos Gonzalez, liegt nicht darin, deinem Kind Essenszeiten beizubringen, sondern darin, wertvolle und hochwertige Nahrungsmittel anzubieten.

Das Wichtigste ist also, dich nicht mit der Beikost zu stressen. Lass deinem Kind den Freiraum, selbst zu entscheiden, wann es anfangen möchte mitzuessen und wie viel essen mitessen möchte. So müsst ihr keine Machtkämpfe am Esstisch austragen und dein Kind bleibt offen gegenüber seinen Körpersignalen.

Falls du dir dieses Prinzip nicht ganz alleine zutrauen solltest, sondern gern ein Buch an deiner Seite hast: Gill Rapley hat dieses Prinzip als „Baby-led Weaning“ in ihrem Buch beschrieben.

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Was eignet sich als erste Beikost?

Manche Kulturen fangen mit Gemüse an, andere mit Obst. Es gibt also kein absolutes Richtig oder Falsch. In Deutschland wird vom Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) zuerst Gemüse vorgeschlagen. Das hat aber keinen gesundheitlichen Hintergrund, sondern einen kulturellen. Denn die Ernährungsempfehlung orientiert sich am Essverhalten eines Durchschnittsdeutschen.

Wenn dein Kind am Anfang also lieber Apfel oder Banane nagt, ist das vollkommen in Ordnung. Das Wichtigste ist: achte darauf, was dein Kind mag und zwinge es nicht zu essen, „was auf den Tisch kommt“.

Im Folgenden bekommst du also erstmal eine Liste von Lebensmitteln und Aspekten rund um Lebensmittel, die zu Beikostbeginn gut sind zu wissen.

Frisches Obst in handgerechten Stücken zum Nagen und Auslutschen. Eine tolle Herausforderung für die Motorik und ein neues Gefühls- & Geschmackserlebnis.
Gemüse – gedämpft oder gedünstet. Ebenfalls in handgerechten Stücken. Beim Dünsten und Dämpfen bleiben alle Inhaltsstoffe des Gemüses erhalten.

Allein Obst und Gemüse sind ein super Start in die Beikost. Nach und nach testen, probieren, schmecken, fühlen, freuen. Es geht erstmal ums kennenlernen und noch nicht wirklich ums Essen zum Sattwerden.

Dann folgen je nach Bauchgefühl und Baby:
Getreidearten wie Hirse, Reis,… Das ist natürlich schlecht zu greifen – aber wenn es deinem Kleinen schmeckt, wird es seinen Mund ganz von allein für den Löffel aufsperren. Klebreis geht übrigens gut mit der Hand.

Jetzt fehlen noch Milchprodukte, Fleisch und Fisch. Hier vertritt jeder eine andere Meinung darüber, was gesund ist. Und zu jeder Variante, egal ob Fleisch, Vegetarisch oder Vegan, wird es eine entsprechende Studie geben. Aus diesem Grund gebe ich keine Empfehlung ab, sondern zeige dir, was bei jeder Ernährungsform wichtig ist.
Biologische Produktion. Chemischen Rückstände und Antibiotika in herkömmlich produzierten Lebensmitteln haben nichts im Körper deines Babys und auch nicht in deinem Körper(=Muttermilch) verloren.

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Bei jeder Art der Ernährung ist es wichtig, darauf zu achten, dass ausgewogen gegessen wird und dein Kind keinen Mangel an Vitaminen oder Spurenelementen bekommt. Oft erwähnt ist hier Eisen. Ein Kind, das mindestens 6 Monate lang voll gestillt wird, hat normalerweise so gute Eisenreserven, dass es in keinen Mangel kommen wird. Zusätzlich ist das Eisen aus der Muttermilch zu fast 50% umsetzbar, was unglaublich viel ist. Möchtest du zusätzlich darum schauen, dass dein Kind genügend Eisen hat(zB. bei Flaschenkind), dann ist Spinat die beste Möglichkeit dazu. Spinat enthält wesentlich mehr Eisen als beispielsweise Fleisch. Übertreibe es aber nicht, denn eine Überversorgung ist auch nicht gerade gesund. Am besten du vertraust Mutter Natur mit ihrer genialen Muttermilch.

Raffinierter Zucker / Süßigkeiten sollten im 1. Lebensjahr, optimalerweise auch danach nicht oder kaum gegeben werden, denn Zucker ist ein fetter Vitamin B Räuber. Das gilt auch für dich als Mama oder Papa. Ich schlage vor, dich an Paracelsus zu halten: Die Dosis macht das Gift.
Auch mit Salz solltest du sparsam umgehen. Denn die Geschmacksnerven von Kindern sind noch sehr, sehr sensibel. Gleichzeitig ist es auch wünschenswert, dass dein Kind den unverfälschten Geschmack von Gemüse erleben darf.
Gluten – welchen Einfluss Gluten nun wirklich auf die Entstehung von Allergien hat, ist offen. Daher denke ich, 1.) die Mischung macht’s und 2.) gibt es auch die Urgetreidesorten wie Einkorn oder Emmer – und diese Sorten haben kein Gluten eingezüchtet bekommen.
Nahrungsergänzungsmittel sind absolut tabu! Der Körper merkt, dass es einen Unterschied zwischen Echt-Vitamin und Fake-Vitamin gibt und wird auf Dauer Probleme haben, das echte verwerten zu können.
Vitamin D ist ein Hormon und kein Vitamin – und dein Kind braucht keine Hormone nehmen.
Flourid ist kein Spurenelement, sondern ein Gift, das sich im Körper ansammelt – insbesondere bei Babys, wo die Blut-Hirn-Schrank noch offen ist, findet Flourid seinen Weg direkt ins Hirn und sorgt auf Dauer für Beschwerden im Nervensystem und den Nieren.
Und bei dem wichtigen Spurenelement Eisen kann eine Überversorgung zu Verstopfung und einer stark verminderten Zinkaufnahme führen. Zink ist wiederum wichtig für die Entwicklung von Hirn und Nervensystem.

Und sonst:
Biete deinem Kind an, was du selber magst. Wenn du Karotten magst, super, dann mag dein Mini die vielleicht auch. Wenn du Pastinaken ultra ekelig findest, dann mute sie deinem Kind nicht als erstes zu. Dein Kind merkt deine Skepsis oder Freude 100pro.
Dein Kind weiß intuitiv, was ihm gut tut, denn die Körperwahrnehmung funktioniert einwandfrei. Und zwar solange bis Eltern sie ihren Kindern abtrainieren – zum Beispiel durch feste Essenszeiten. Wenn dein Kind gestern nur Blumenkohl wollte und heute gar nicht, sondern lieber nur Birne – super! Das ist vollkommen in Ordnung. Traue deinem Kind.
Beikost-Öl wird empfohlen, damit die fettlöslichen Vitamine leichter vom Körper deines Babys aufgenommen werden. Ich habe es nicht verwendet, denn erstens finde ich es persönlich nicht lecker das Öl rauszuschmecken, zweitens gibt es bei uns keinen Brei, wo ich das Öl einrühren könnte und drittens sagt mir mein Bauchgefühl, dass das Öl unnötig ist.
Von Honig & Rohem wird abgeraten. Ich habe vom Honig erst kürzlich erfahren – Finn hat also auch Honigbrötchen mitgefrühstückt. Dennoch denke ich, wenn du jetzt ja weißt, dass Honig gefährlich sein könnte, hör auf dein Bauchgefühl und frage dich, ob deinem Kleinen wirklich etwas abgeht, wenn es im 1. Lebensjahr keinen Honig bekommt.
Dasselbe gilt für rohes Fleisch und rohen Fisch aufgrund der Salmonellengefahr. Wir sind Vegetarier, also gibt es bei uns kein Fleisch. Wenn du bzw. ihr jedoch Rohes esst, dann schau einfach doppelt so genau drauf, wie frisch das Ganze ist. Und frage dich ebenfalls, ob es deinem Kind abgehen würde, kein rohes Fleisch oder rohen Fisch in den ersten 2 Lebensjahren zu essen.
Vollgestillt brauchte dein Kleines keine extra Flüssigkeit. Wenn ihr jetzt langsam anfangt zu essen, denk gleichzeitig daran deinem Mini etwas zu trinken anzubieten. Wasser, Fürchtetee, Rooibus – bei uns ist der Favourite-Tee grade Verdauungstee. Variiere den Tee immer wieder – gerade wenn du Kräutertee machen solltest, denn Kräuter wirken auch medizinisch.

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 Babybrei Gläschen sind ungesund

Brei füttern kann in manchen Situationen doch auch mal einen Vorteil haben. Zum Beispiel wenn ihr unterwegs seid – da löffelt sich ein Brei einfacher weg, als sich die Essensreste im Auto entfernen lassen.

Bereite dich für diese Tage vor und mach selbst einen Brei. Ich würde nur im alleräußersten Notfall ein Gläschen kaufen, wenn es wirklich nicht anders geht, denn…

+ …in Fertiggläschen ist nicht nur Obst, sondern auch viele andere Zusatzstoffe. Der harmloseste hierbei wahrscheinlich Reismehl im Bio-Gläschen, der krasseste Fischöl gepresst aus Fischabfällen der Industrie in Nestlé (Beba, Alerte nicht mehr) und Milupa Gläschen.

+ …Gläschen schmecken scheiße. Hast du die schon mal probiert? Entweder super süß, aller voller Zucker, oder einfach fürchterlich im Geschmack. Und dein Baby findet das sicher genauso abstoßend wie du.

+ …das Gläschen von heute, ist die Fertigpizza von morgen. Damit ist gemeint, dass die Konzerne schon die Kinder auf ihren Geschmack trimmen, damit diese auch im späteren Leben Kunden bleiben. Dazu gibt es Untersuchungen, die zeigen, dass dieses Konzept wirklich einwandfrei so funktioniert. Die Konzerne versuchen dich einfach zu bekommen – teilweise schicken sie dir auch Probe-Gläschen nach Hause – und der Großteil der Mütter kauft daraufhin nur die Gläschen der jeweiligen Firma.

+ …Gläschen wurden früher auf ab dem 6.Monat beschränkt. Heute ist das auf den 4. Monat reduziert – nicht weil besser verträgliche Inhaltsstoffe drin wären, sondern weil es mehr Kohle einbringt. Leidtragende sind die Babys, deren Körper biologisch einfach noch nicht so weit sind.

+ Gläschen suggerieren frühes Abstillen sei natürlich.

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Dein Baby ist ein schlechter Esser?

Ich glaube nicht an das Phänomen „schlechter Esser“. Woran wird überhaupt gemessen, wer als guter oder schlechter Esser durchgeht?

Kinder sind genauso individuell verschieden wie du und ich. Und allein aus diesem Grund gibt es einfach Kids, die von Grund auf mehr oder weniger essen als ihre Kollegen. Genauso wie du nach Bedarf gestillt hast, kannst du nach Bedarf Essen anbieten.

Wenn du dem natürlichen Hunger deines Kindes nachgehst,

+ es also essen lässt, wenn es Hunger hat,
+ es nicht durch Tricks versuchst zum Essen zu bringen und
+ es nicht zum Essen zwingst,

dann wird dein Kind genau das und genau so viel essen, wie es sein Körper verlangt.

Und du kannst dir sicher sein: wenn dein Kind immer das essen darf, worauf es Lust hast, dann wird es kein Süßi-Junkie werden. Denn der Körper deines Kindes wird ganz schnell die Überzuckerung äußern.
Erst heute gab es bei uns gebackenen Camembert – da hatte Finn einfach kein Bock drauf und hat dann Mais und Apfel gegessen. Super, oder?!

 

Das Wichtigste für den Übergang vom Stillen zum Essen ist also…

Höre auf dein Bauchgefühl und beobachte dein Baby aufmerksam. Es zeigt dir, was ihm schmeckt und wann es was und wie viel essen möchte.

Die Natur hat es so eingerichtet, dass wir uns nicht stressen müssen, sondern den Übergang vom Vollstillen zum Vollessen langsam und in Ruhe machen können. Coole Sache wie genial die Natur funktioniert.

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13 Comments so far

  1. Tina sagt:

    Super interessanter Artikel. Unsere Tochter ist jetzt 7 Monate und 3 Wochen alt und bekommt momentan noch Brei – allerdings möchten wir gerne auf Fingerfood umstellen. Bisher hat sie alles gut vertragen und isst schon jede Menge verschiedene Zutaten. Sollten wir noch immer alles einzeln für drei Tage testen? Mein Bauchgefühl sagt eigentlich, dass das quatsch ist (geht ja auch z.B. bei Brot dann gar nicht) aber ich lasse mein BauchGefühl immer leicht durch ‚Gruppenzwang‘ erschüttern uns jetzt bin ich etwas unsicher.

    • Gina sagt:

      Hi Martina,

      ich persönlich würde nicht alles für drei Tage testen. Denn Körper reagieren von Tag zu Tag ganz unterschiedlich. Und wenn dein Babys etwas nicht verträgt, dann wird dir recht schnell auffallen, an welchem Lebensmittel das liegen könnte. Am liebsten rate ich dir aber nicht dazu A oder B zu tun, sondern eben genau auf dein Bauchgefühl zu hören. Denn wer weiß es besser wie du als Mama?! Du hast ja auch schon erkannt, dass du dich leicht verunsichern lässt – glaube mir, das geht mir auch immer wieder so. Aber tief drin bleibt das Gefühl, für das, was richtig ist für dich und dein Baby. Viel Spaß beim Futtern:-)

  2. Sina sagt:

    Vielen Dank für den schönen Artikel. Wir starten auch hier so langsam mit dem lutschen an Obst und Gemüse, Brei wurde sie zwar auch essen aber unbedingt den Löffel selber greifen oder den Brei mit den Händen essen. Und einem Kind die Hände beim Essen festzuhalten (so wird es ja gemacht scheinbar) kommt für mich auch überhaupt nicht in Frage.
    Es ist so schön zu sehen wie Sie Spaß an der der Sache hat. Aber meine Unsicherheit kommt auch immer wieder zum Vorschein weil Gefühlt die ganze Welt es anders macht.
    Meine Tochter kommt mit knapp einem Jahr in die Krippe, ich habe ein bisschen bedenken, dass sie bis dahin tagsüber noch nicht so viel isst – stillen geht dann ja nur noch mirgens und abends und nachts , habt ihr da Erfahrung wie lange es so dauern kann?! Ist wahrscheinlich eh bei jedem anders.
    Naja wir werden uns wohl trotzdem gegen Brei entscheiden .
    Liebe Grüße

    • Gina sagt:

      Liebe Sina,
      es ist wirklich total genial wie die Kleinen das Essen erforschen.

      Und die Unsicherheit kann ich gut verstehen – mir ging es oft so, dass ich mich gefragt habe, warum so wenige Menschen darüber nachdenken, was alles in ihrem xy-Brei drinsteckt.

      Wie du sagst, es ist wirklich bei jedem Kind anders wie schnell es wie viel isst. Manche essen innerhalb von 2 Monaten fast 100% und andere brauchen 1 Jahr lang.
      Finn hat mit gut einem Jahr richtig viel gegessen (mehr als halb/halb) und dann ist er im Urlaub wieder auf voll stillen umgestiegen. Es kommt also auch drauf an, wie gut ein Kind mit einer größeren Umstellung umgehen kann.

      Ich glaube, dass ihr das auf jeden Fall hinbekommt, dass sie bis dahin genügend isst, um die Krippenzeit zu überstehen. (Wie lange wird sie denn dort sein?)
      Solange deine Kleine weiterhin stillen darf, wenn sie nicht in der Krippe ist, bist du auch eh auf der sicheren Seite. Lass dir dann aber bloß nicht von den Betreuerinnen einreden, dass du abstillen sollst.
      Denn dein Mini braucht das Stillen noch als Nahrung und um ihren Kuschelbedarf zu decken.

      Grüße, Gina

  3. Natascha sagt:

    Sehr interessanter Artikel und sehr informativ.
    Aber zu dem Punkt mit dem „aussaugen“ kann ich dir nicht ganz zustimmen.
    Ich bin von Natur aus extrem schlank und habe bei beiden Kindern durch das Stillen extrem abgebaut, es ging an meine Substanz.
    Ich habe statt auf Beikost auf Flaschenmilch umgestellt und mit sechs Monaten dann erst mit Beikost angefangen.
    Es gibt halt leider Frauen (so wie mich) die halt nicht das Glück haben sechs Monate voll zu stillen..

    • Gina sagt:

      Liebe Natascha,

      du hast recht – das Stillen ist aus dem Grund anstrengend für deinen Körper, weil ja alle möglichen Inhaltsstoffe für dein Baby bereitgestellt werden müssen.

      Wenn eine Frau jetzt merkt, dass das Stillen ihr viel abverlangt, dann finde ich, ist es total wichtig, herauszufinden, woran das liegt.

      Ist die Ernährung beispielsweise nicht mineralstoffreich genug, kann es zu Defiziten im Körper kommen. Die Ernährungsweise ist insgesamt grundlegend wichtig für einen starken, gesunden Körper, insbesondere in der Schwangerschaft und Stillzeit.
      Es gibt sogar Aufbaupräparate nach Ingeborg Stadelmann, mit denen du deinem Körper zusätzlich auf die Sprünge helfen kannst, bis er es wieder selbst mit einer optimale Ernährung hinbekommt.

      Des weiteren kommen Einflüsse dazu, wie dein Alltag. Hast du ein Kind oder mehrere? Wenn du dich zum Beispiel mit dem Haushalt stresst oder andere Dinge um die Ohren hast, dann wird das schnell zu viel für deinen Körper und er fängt an, abzubauen. Das wird dann zumeist auf das Stillen geschoben, die eigentliche Ursache aber nicht erkannt.

      Zudem kann es auch psychische Ursachen geben – wenn es beispielsweise Beziehungsstress oder Ärger oder Krankheit in der Familie gibt. All dies hat enorme Auswirkungen auf deinen Körper und sollte zuerst geregelt werden, bevor das Stillen verantwortlich gemacht wird.

      Zuguterletzt möchte ich noch hinzufügen, dass es durchaus Situationen geben kann, in denen es eine Frau nicht geregelt bekommt und frühzeitig abstillt. Das sind aber Ausnahmesituationen, die oftmals mit viel Schmerz & Leid verbunden sind.

      Beim Stillen gilt: mindestens 6 Monate voll stillen und dann langsam abstillen mit einer Mindeststilldauer von 2 Jahren ist das Optimum für ein Kind.
      Dein „Glück“ oder deinen „Durchsetzungserfolg“, inwiefern dir das gelingt, hast du dabei, wie in allen anderen Bereichen deines Lebens, selbst in der Hand.

      Liebe Grüße, Gina

  4. Derya sagt:

    Liebe Gina,

    Erstmal danke für den Artikel, ich habe ihn gern und mehrheitlich mit einem Gefühl der Zustimmung gelesen. Ich bin selber eine vegetarisch lebende Babymutter, unsere Tochter ist bald acht Monate alt. Bei dem Hinweis, was denn wichtiger sei, das eigene Baby oder ein Glas Wein musste ich schmunzeln – so sehe ich das eigentlich auch (wobei ich zugegebenermassen gar keinen Alkohol trinke und die Sehnsucht danach auch nicht recht nachfühlen kann).

    Allerdings ist gerade diese Stelle ein gutes Beispiel dafür, was mich auch insgesamt an deinem Text gestört hat: du masst dir sehr viele Urteile an über Mütter/Väter, die es anders machen. Es herrscht mir dadurch zu viel Schwarz-Weiss-Denken. Wieso reicht es denn nicht einfach, es gut zu finden, wenn ein Kind längere Zeit gestillt wird oder zu sagen: „Bei uns hat sich Fingerfood / Baby-led weaning total bewährt“? So wie du schreibst, sagst du mir aber ausserdem: Brei ist böse, Nicht-Stillen schädlich, Vitamin D und Fluorid des Teufels…ect. Es mag ja Eltern geben, die zu wenig kritisch ans Thema Babyernährung herangehen und sich einfach denken, dass Nestlé und Hipp es wohl schon wissen werden;) Wo ich lebe, dürfte das aber eine Minderheit sein – in Westeuropa zählen Kinder doch eher zur Kategorie „Luxusgüter“, da überlegt man sich schon ein wenig, wie man die wertvolle Errungenschaft hegt und pflegt:)

    Noch zwei Anmerkungen zu Passagen, die mir so inhaltlich nicht korrekt erscheinen: fertig gekaufter Babybrei muss heutzutage nicht unbedingt voller Zusatzstoffe und ungesunder Dinge sein (habe da z.B. die Inhaltsangaben von Alnatura-Gläschen im Kopf). Ich bekoche unsere Kleine aber trotzdem gerne selber:) Die zweite Anmerkung betrifft deinen Vergleich zwischen Spinat und Fleisch. Erstens enthält Spinat nicht mehr Eisen „als Fleisch“ sondern bloss mehr als gewisse Fleischsorten, zweitens sind diese Vergleiche zwischen Eisengehalten von pflanzlicher und tierischer Kost heikel, wenn man nicht erwähnt, dass das pflanzliche Eisen vom Körper wesentlich schlechter aufgenommen wird.

    Liebe Grüsse
    Derya

    • Gina sagt:

      Liebe Derya,

      vielen Dank für deinen langen Kommentar.

      Ich fange mal von unten nach oben an:

      Du hast recht, nicht alle Baby-Gläschen sind voller Zusatzstoffe. Gleichzeitig ist es super wichtig, wirklich draufzuschauen, was denn drin steckt. Denn sogar bei einem Holle – Brei (demeter Qualität) ist teilweise Vitamin D mit rein drinnen. Und Hormone gehören, wie ich finde, einfach nicht in einen Brei.

      Auch bei den Vergleichen zu Spinat und Fleisch gebe ich dir teilweise recht: denn im Endeffekt sagt jeder Arzt und jede Studie etwas anderes über die Aufnahmefähigkeit des Körpers von Eisen oder anderen Stoffen. Laut meinen Quellen und vor allem laut meinem Gefühl stimmt der Vergleich – interessant ist, das ich in meinen Schwangerschaften gleichzeitig Lust auf Fleisch und dunkelgrünes Gemüse hatte:-)

      Und jetzt noch zum Schwarz-Weiß- Aspekt: es ist interessant für mich, dass das so ankommt. Meine Intention ist es, die Betonung darauf zu legen, was sinnvoll für uns als Menschen ist. Und dazu gehört für mich auch die Betonung, dass eben viele Dinge absolut nicht sinnvoll sind für den Menschen, so wie sie von der Mehrheit gehandhabt werden. Dabei schwingt faktisches Wissen aber natürlich auch die eigene Überzeugung mit – so wie in jedem Artikel. Ich beziehe auch ganz klar Stellung, dass Flourid ein Nervengift und Vitamin D ein Hormon ist – und das im Falle des Flourids nicht in unseren Körper gehört und im Falle des Vit. D nicht künstlich zugeführt gehört.

      Ich möchte Mütter, die unsicher oder auf der Suche nach mehr Infos sind, unterstützen, sich ein klares Bild machen zu können – und dafür sind auch meine klaren Worte:-)

      Ich hoffe, dir gefallen auch unsere anderen Inhalte und ich wünsche dir alles Liebe.

      Gina

  5. Barbara sagt:

    Liebe Gina
    Das ist der beste hilfreichste Bericht ever..DANKE !!

  6. Barbara sagt:

    Meine süase us fast 9monate ich stille sie voll..wenig beikost..stelle fest machte mir zu viele Gedanken..dich die ist fit und munter. .ausser die leute was du stillst noch was ihr schlaft in einem bett..ectr..das is nicht normal. .das trifft etwas doch langsam fehtves mir sonst wo vorbei..ich schau sie an ind weiß ich mach alles richtig. .bin alleinerziehende und doch sehe ich das positiv. .denn keiner kann mir reinreden.
    *nein zu emanzipierten ,disziplinierten Robortisierten Kindern zurück zur Natur *
    Bin froh euch gefunden zu haben ..alles liebe

  7. Elmira sagt:

    Vielen Dank für die guten Ratschläge!

    Unser Kleiner ist mittlerweile 10 Monate alt. Und ich muss sagen, es ist wirklich sehr schwer hilfreiche Informationen zu finden. Sei es jetzt Beikost, das gemeinsame Familienbett oder das Tragen. Aber nicht nur die Informationsbeschaffung ist sehr schwer, auch der Austausch mit anderen Eltern, die auf natürliche Erziehung Wert legen ist nicht leicht, da es sich sehr viele junge Eltern einfach nur bequem machen wollen und auf die Bekannten Hilfsmittel zugreifen (Laufstuhl, Schnuller und co.).

    • Gina sagt:

      Hi Elmira,

      ich finde auch, dass die Suchmaschinen etc es einem nicht gerade leicht machen, wirklich umfassend alle Infos zu bekommen, sondern eben meist gefiltert und systemkonform Infos anzeigen.

      Freut mich riesig, dass du den bindungsorientierten Weg gehst!

      Liebe Grüße, Gina


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Treffen

Ein von uns organisiertes Familienstellen bei Oberstdorf am Sonntag 22. Oktober ab 9.30 Uhr

Das nächste Artabana-Treffen zur Absicherung bei Krankheit ist am Dienstag 24. Oktober ab 18.30 Uhr bei uns am Hof.

Das nächste schulfrei-Treffen ist am Freitag 3. November um 14.30 Uhr bei uns am Kempterhof bei Wangen im Allgäu.

Bitte jeweils bei uns anmelden - 01723981788

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