Baby und Kind

Deine sanfte & selbstbestimmte Geburt – wie das geht, was du brauchst, wo das geht

0 Comments 15 November 2017

Eine Geburt gehört zu den zentralen Erfahrungen deines gesamten Lebens – deshalb sollte sie ein Ereignis sein, dass wunderbar ist. Ein Ereignis mit und an dem du gewachsen bist und dich noch besser kennengelernt hast. Ein Ereignis, auf das du dich freust und an welches du dich super gerne zurückerinnerst.

Geburt war viele Hunderte von Jahren (unter den alten Hochkulturen wie den Griechen, Babyloniern und anderen) genau das – bis die Kirche Einzug hielt und die Frauen, ihren Zyklus und die Geburt als sündhaft und unrein kategorisierte. Spannenderweise und glücklicherweise gibt es noch traditionelle Kulturen auf unserer Welt, die davon unberührt geblieben sind und uns heute das Wissen der alten Hochkulturen vorleben – das Wissen um eine sanfte Geburt, die sich freudvoll, selbstbestimmt und schmerzfrei ereignen darf.

Eine schmerzfreie und sanfte Geburt? Gebären soll schön sein? Wie das genau funktioniert und wie du deine Geburt als bereicherndes und wunderbares Ereignis durchleben kannst,

Was bedeutet sanfte & selbstbestimmte Geburt genau?

Denn sanfte und selbstbestimmte Geburt bedeutet, dass:
du Vorfreude spürst
du angenehm überrascht bist, wenn deine Fruchtblase aufgeht
du dich in deinem eigenen Rhythmus auf die Wehen einlassen kannst & darfst
du dich in dich zurückziehen kannst, um mit deinem Körper und deinem Baby zu kommunizieren
du intuitiv deinen Impulsen, die dein Körper dir gibt, nachgeben kannst
du alle Körperpositionen, die dir guttun, zu jedem Zeitpunkt frei einnehmen kannst
du essen & trinken kannst, wann und was du möchtest
du dich frei und ungehemmt fühlen kannst
du tönen oder ruhig sein kannst
du dich mit deinen Geburtsbegleitern umgeben oder alleine zurückziehen kannst
du dich mit Dingen, die dich entspannen und dir helfen dich zu öffnen, umgeben kannst, zB: Musik, Düfte, Licht,…
dich niemand untersucht, wenn du das nicht möchtest
du tun und lassen kannst, wonach dir ist
du bestimmst wie lang du in welcher Position bleibst
du du sein kannst und in deinen „Urmodus gebären“ eintauchst
du dein Kind selbst tastest und spürst
niemand eingreift, dir Anleitung gibt oder dich anfasst, wenn du das nicht wünschst
du dein Baby selbst auffängst und empfängst
du entscheidest zu welchem Zeitpunkt, du dein Kind hochnimmst bzw. aus dem Wasser nimmst, um in den ersten Blickkontakt zu treten
du entscheidest wie lange dein Baby bei dir bleibt, bevor es gewogen und angezogen wird – bzw. dass du entscheidest, ob und wann das passiert
du bestimmst, wo du Babys Plazenta gebären möchtest
du den Zeitpunkt der Abnabelung bestimmst
du frei entscheidest, was mit der Plazenta passiert
du dein Baby nur abgibst, wenn du spürst, dass es passt
du dein Baby das erste Mal anlegst, wann ihr das möchtet
du und dein Baby so lange ausruhen und kennenlernen dürfen, wie du es wünschst
du und dein Baby so lange ausruhen und schlafen könnt wie ihr es braucht

Eine selbstbestimmte Geburt ist zumeist eine sanfte Geburt und andersrum.

Du merkst schon, wie stimmig sich die Beschreibung einer selbstbestimmten Geburt anhört und gleichzeitig kommt vielleicht das leichte Gefühl von Angst oder Zweifel hoch: Kann ich so viel selbst entscheiden? Vor allem in dieser sensiblen Zeit der Geburt.

Sanfte Geburt - Hausgeburt

 

Ja, du kannst – und je nachdem, welchen Geburtsort und welche Geburtsbegleiter, du dir aussuchst, je nachdem wie sicher du dir bist und wie intensiv du dich auf die Geburt vorbereitet hast, wird deine Geburt genau so wie du sie dir vorstellst und wie du gerade gelesen hast, ablaufen.

 

Warum die heutige Geburtspraxis optimiert werden muss

Die heutige Geburtspraxis hat ganz eindeutig das Wohl von Frau & Kind aus den Augen verloren. Um zu verstehen, wie weit wir inzwischen von sanften und selbstbestimmten Geburten abgekommen sind, ist es wichtig den Status quo etwas genauer anzuschauen.

Die Vorsorge

Grundsätzlich ist eine Begleitung in der Schwangerschaft eine tolle Sache, insbesondere wenn du dein erstes Kind bekommst und alles ganz neu ist. Die Art und Weise, wie diese Vorsorge betrieben wird, hat aber wirklich mehr mit Sorgen, als mit einer wirklichen Begleitung zu tun.

Eine herkömmliche Vorsorge sieht so aus, dass du ein paar Mal in der Schwangerschaft zum Frauenarzt gehst und in alle möglichen Tests verwickelt wirst, Ultraschall wird dir als „Muss“ verkauft und reine Vorsorgen bei Hebammen als unzureichend deklariert. Übersetzt bedeutet das, dass du von deinem Gefühl, dass du für deinen Bauchbewohner hast und langsam intensivierst, abgebracht wirst. Sämtliche Untersuchungen führen im Endeffekt nur dazu, dass du verunsichert wirst.

Optimalerweise hättest du für eine gute Begleitung in deiner Schwangerschaft eine Hebamme an deiner Seite, die nicht nur dein Baby tastet und die versicherungstechnisch relevanten Untersuchungen (und nicht mehr ) durchführt, sondern vielmehr noch eine Hebamme, mit der du dich super gut verstehst, die dich auch psychisch abholt und dich auf deine / eure Geburt vorbereitet. Eine Hebamme, die sich gut in dich einfühlen kann & will und dir etwas über pränatale Prägungen und Geburtstrauma-Aufarbeitung erzählen kann. Eine Hebamme, die dich tatsächlich durch deine Schwangerschaft von Anfang an, über die Geburt bis hin zur Nachsorge begleitet.

Solche Hebammen sind natürlich rar und ehrlich gesagt wissen viele Hebammen selbst nicht so viel über pränatale Prägungen und Geburtstraumata – aber es gibt viele gute Hebammen, insbesondere Hausgeburtshebammen, die natürlich arbeiten und die dir gern versuchen zu entsprechen, wenn du ihnen gleich beim ersten Treffen genau schilderst, was du dir wünschst. Der Vorteil bei Hausgeburtshebammen ist natürlich, dass sie dich auch durch die Geburt begleiten und du dabei nicht auf fremde Menschen triffst.

Geburtsvorbereitung

Selbst beim Geburtsvorbereitungskurs erfährst du in den meisten Fällen nur die Hälfte der Wahrheit. Dir werden im Normalfall Gebärpositionen vorgestellt, ein paar Atemtechniken gezeigt und der physiologische Aspekt der Geburt wird auch teilweise erklärt, aber eben auch nur teilweise.

Die Tatsache, dass eine Geburt nicht per se schmerzhaft sein muss und dass die Gebärmutter eben auch nur ein Muskel ist, wie jeder andere Muskel im Körper auch, und somit eben nicht intensiv schmerzen muss, wenn er sich bewegt, wird vorenthalten. (Meistens weil das Wissen nicht vorhanden ist.) Du bekommst keine vorbereitenden Entspannungsübungen, die Atemübungen sind nicht intensiv genug und vor allem wird in den meisten Fällen nicht erwähnt, dass dein Baby die Geburt mit-managt. Und im Grunde auch nicht nur das, sondern sie viel mehr anleitet. Dein Baby sagt dir, in welche Positionen du dich begeben solltest, es stößt sich im Bauch mit den Füßchen an den Rippenbögen ab, um sich weiter herauszubewegen. Es erlebt die gesamte Geburt aktiv und bewusst mit und erlebt genauso wie du Schmerz oder Entspannung. Diese Infos sind grundlegend wichtig – und diese bekommst du eben leider nicht in herkömmlichen Geburtsvorbereitungskursen, sondern in speziellen Kursen wie dem Hypnobirthing oder Flowbirthing.

Die Geburt

Da bleiben wir gleich beim Thema – wer begleitet deine Geburt, wo gebärst du dein Baby? Die Vor-& Nachteile einer Hausgeburt kannst du in einem extra Artikel lesen. Ich gehe an dieser Stelle auf Krankenhaus-Geburten ein, denn diese stellen die Großzahl aller Geburten in Deutschland.

Geburt im Krankenhaus

Ist es nicht ganz normal ins Krankenhaus zu gehen für die Geburt? 
Bei uns in der westlichen Welt inzwischen leider schon.

Viele Menschen sind der Meinung, dass es im Krankenhaus am sichersten sei, ihr Kind zur Welt zu bringen. Das schlimme daran ist, dass das Gegenteil der Fall ist. Denn die vermeintliche Sicherheit des Krankenhauses ergibt sich vor allem aus den medizinischen Mitteln, die zur Verfügung stehen. Da ein Krankenhaus aber auch wirtschaften muss und dort schnell eingegriffen wird (weil wenn man nichts tun müsste, könnten die Frauen ja auch zu Hause bleiben), haben wir in Kreissälen heute eine Interventionsrate von 92%. Das bedeutet, so gut wie keine Frau gebärt im Krankenhaus ihr Kind, ohne dass sie beispielsweise Medikamente verabreicht oder einen Dammschnitt gesetzt bekommen hätte. Das ist sicherlich auch der Grund, weshalb mehr als die Hälfte der Krankenhaus-Hebammen selbst ihre Babys nicht im Krankenhaus bekommen, sondern zu Hause.

Zusätzlich zu hohen Eingriffsraten kommt die Gefahr der Krankenhauskeime. Mit diesen Keimen ist wirklich nicht zu spaßen, denn diese Keime sind resistent gegen fast alles – offizielle Angaben zeigen, dass in Deutschland jährlich 15.000 Menschen aufgrund von Krankenhauskeimen sterben. Dazu zählen natürlich OP-Patienten (auch Kaiserschnitt), aber auch alle anderen im Krankenhaus anwesende Menschen wie Schwangere und Babys. Zu Hause gibt es diese resistenten Bakterien nicht, sondern einfach deine Alltagsbakterien, die ungefährlich und vor allem auch leicht loszuwerden sind.

Neben dem medizinischen Aspekt, der im Krankenhaus in den meisten Fällen von Nachteil ist, kommt ein „fein-biologischer“ und psychologischer Aspekt hinzu.

Denn im Kreissaal befindest du dich an einem fremden Ort, mit fremden Gerüchen und fremden Menschen – für den Ablauf einer Geburt ein völlig falsches Setting. Denn der Urmensch in dir, dein Reptiliengehirn und Hirnstamm, ist auf Sicherheit und Überleben unter der Geburt ausgerichtet. 
Das heißt, dass allein die Tatsache, dass du dein zu Hause verlässt oder dass dir eine Kleinigkeit im Krankenhaus ungeheuer oder seltsam vorkommt oder dir einfach nicht taugt, deinen Körper dazu veranlassen kann, die Geburt zu pausieren.
Zu diesen Dingen gehören nicht nur äußere Begebenheiten wie Anweisungen einer Hebamme in welche Positionen du dich begeben solltest oder nicht, das Gefühl unter Zeitdruck zu stehen, das Gefühl irgendetwas könnte nicht stimmen beispielsweise durch Gesichtsausdrücke anwesender Personen ausgelöst, sondern vor allem auch solche Dinge, die unbewusst und per Pheromonausschüttung wahrgenommen werden, zum Beispiel der Geruch einer Hebamme (manche Menschen kann man riechen, andere nicht), ob jemand der Anwesenden Angst hat oder auch gestresst ist.

Nimmst du also diese feinen „Stresssignale“ wahr und / oder gerätst dadurch selbst unter Druck, beeinflusst das definitiv den Geburtsverlauf negativ.

Geburt im Krankenhaus

Zusätzlich zu diesen von außen auf dich zukommenden Eindrücken und Begebenheiten, kommen direkte Aspekte der Geburt, die anders laufen sollten als sie das im Krankenhaus tun.
So wird dir im Normalfall nicht die Frage gestellt, was mit der Plazenta passieren soll – in dem meisten Fällen wird einfach abgenabelt und das „Baby-Haus“ entsorgt. Viele Frauen trauen sich auch einfach nicht, den Hebammen vor Ort zu sagen, dass sie die Plazenta gerne mit nach Hause nehmen oder eine Lotusgeburt machen wollen. Mach dir hier bewusst: die Plazenta ist ein Körperteil deines Babys! Und du entscheidest, was damit passiert – egal was andere denken könnten. Und wenn es dir doch Unbehagen bereitet, den Hebammen mitzuteilen, dass du deine Plazenta mit nach Hause nehmen möchtest, erinnere dich daran, dass die Hebammen vor Ort aller Wahrscheinlichkeit nach ihre Kinder zu Hause bekommen haben und die Plazenta sicherlich im Garten begraben liegt.

Neben der Plazenta, gibt es noch einen zweiten überaus wichtigen Aspekt der Geburt, wie sie anders laufen sollte, als sie es tut:

So bekommst du heutzutage direkt nach der Geburt dein Baby auf deinen Bauch gelegt – was ja schonmal ein Fortschritt ist, wenn du daran denkst, dass früher zuerst der Schlag auf den Po und kopfüberhalten angesagt war. Und dennoch wäre es am optimalsten, wenn du dein Kind selbst auffangen und empfangen könntest. Sprich, du bist in einer aufrechten Position und fängst dein selbst Kind auf, wenn es ganz herauskommt oder entscheidest selbst den Zeitpunkt, wann du es zu dir hochnehmen oder aus dem Wasser nehmen möchtest. Denn das ist individuell ganz unterschiedlich. Manche Babys und Mütter wollen gleich zueinander und andere brauchen noch 1-2 Minuten, um sich kurz zu erholen, bevor sie sich das erste Mal in die Augen schauen. So weiß man, dass Wochenbettdepressionen vorgebeugt werden, wenn die Mutter ihr Kind selbstbestimmt zu sich nimmt – „die Mutter hat ihr Kind angenommen“ – hormonell gesehen ein ganz wesentlicher tief-biologischer Ablauf.

Hinzu kommt der Aspekt des ersten Blickkontakts – denn dieser ist so unglaublich wichtig! (Und erschwert, wenn du dein Kind direkt auf den Bauch gelegt bekommst.)
Denn beim allersten Blickkontakt entsteht die erste tiefe Bindung, Oxytocin en Masse wird ausgeschüttet, du verliebst dich in dein Baby, dein Baby in dich, ihr schaut euch gegenseitig in die Seele. Mütter, die dieses Erlebnis hatten, beschreiben ihn als den schönsten Augenblick ihres Lebens und sind bereit für eine wirklich artgerechte Mutter-Kind-Beziehung. Denn dieser erste direkte Blickkontakt direkt nach der Geburt ist grundlegend für eine tiefe Seelenbindung.

neugeborenes Augen

Direkt nach der Geburt

Auch direkt nach der Geburt läuft es im Krankenhaus nicht optimal ab. Inzwischen bekommst du in den meisten Anstalten zwar dein Baby ans Bett – aber immer noch nicht ins Bett. Die Wichtigkeit des direkten Körperkontakts wird immer noch nicht anerkannt. Dein Baby war sein bisheriges Leben von etwa 41 Wochen lang in dir drin und gehört jetzt nach seiner Geburt an dich ran. Denn Menschenbabys werden frühzeitig geboren und sind allein nicht überlebensfähig. Medizinisch sprechen wir von 9 Monaten Intero-Gestation, also Schwangerschaft, und 9 Monaten Extero-Gestation, also äußere Schwangerschaft, bevor dein Baby wirklich fertig für die Welt ist. Dein Baby gehört also an deinen Körper, beim Schlafen und auch tagsüber ins Tragetuch.

Hinzu kommt das Stillen – inzwischen ist es im Krankenhaus soweit, dass du gefragt wirst, ob du dein Baby stillen möchtest. Und wenn du dich nach dieser absurden Frage für ein klares Ja entscheidest, wird dir in den meisten Fällen unzureichend Hilfestellung oder Informationen gegeben. Denn gerade, wenn du dein erstes Baby bekommst, brauchst du eine erfahrene Frau, die dir zeigt, wie du dein Baby richtig anlegst, damit der Stillstart optimal verläuft und du eben keine wunden Brustwarzen oder ähnliches bekommst. Weiterhin brauchst du das Wissen, dass Babys so oft stillen dürfen, wie sie das selbst wollen, also kein Zeitrhythmus eingehalten werden sollte. Traurigerweise musst du das bedürfnisorientierte Stillen in vielen Krankenhäusern aber einfordern. Und das erfordert wiederum Kraft, die du in dieser ersten sensiblen Wochenbettzeit nur auf dich und dein Baby verwenden solltest. Zudem gibt es viele Fehlinfos: der Klassiker hier ist, dass du zu wenig Milch für dein Baby hast und du zufüttern solltest. Der Magen deines Babys ist in den ersten Lebenstagen aber nur so groß wie eine Murmel – dementsprechend wenig passt rein und dafür reicht die Menge an Kolostrum in den ersten Tagen gut aus. Und auch nach dem Milcheinschuss ist der Ratschlag, deinem Kind zuzufüttern, falls du wirklich zu wenig Milch haben solltest kontraproduktiv, denn je weniger Stimulation die Brust erfährt, desto weniger Milch wird produziert und andersrum; sprich zufüttern ist der erste Schritt zum Abstillen. Alles was du wirklich zum Thema Stillen wissen solltest, bekommst du hier in diesem Still-Artikel.
Du siehst also anhand einiger weniger Eckdaten, was an der herkömmlichen Geburtshilfe, wie sie heute funktioniert, falsch oder kontraproduktiv für den optimalen Verlauf der Schwangerschaft, Geburt und Frühwochenbettzeit ist.



Und deshalb ist es jetzt wichtig zu wissen, was notwendig ist und was du tun kannst, um dich optimal auf deine Geburt vorzubereiten.

Auf dem Weg zur selbstbestimmten und sanften Geburt

Eine gute Vorbereitung ist absolut grundlegend, wenn du eine sanfte und selbstbestimmte Geburt erleben willst. Denn einerseits hilft dir eine gute Vorbereitung bewusste und unterbewusste Ängste zu lösen und zweitens kannst du deine Geburt manifestieren und bewusst selbst gestalten und entscheiden, was du wie haben möchtest.

Das Hypnobirthing

Das Hypnobirthing ist eine Möglichkeit, dich auf die Geburt vorzubereiten und ersetzt sozusagen einen herkömmlichen Geburtsvorbereitungskurs.

hypnobirthing.ch

Quelle: www.hypnobirthing.ch

Worum geht es beim Hypnobirthing?

Die Hauptmessage des Hypnobirthing ist, dass jede Frau eine sanfte, schmerzfreie, selbstbestimmte und freudvolle Geburt erleben kann. Beim Hypnobirthing bekommst du einerseits die physiologischen Aspekte einer Geburt genau erklärt, sodass du verstehen kannst, dass rein körperlich gesehen, eine Geburt beim Menschen genauso leicht ist, wie die Geburt bei jedem anderen Säugetier auch. Warum sollte der Mensch, als „Krönung der Schöpfung“ auch die einzige Tierart sein, die unter dem Wunder des Lebens schreit wie wild, während andere Tiere ruhig und entspannt ihre Jungen bekommen?

Zudem sprichst du Konditionierungen der Gesellschaft an – wie ist das Bild einer Geburt in der Gesellschaft? Welche Ängste werden weitergegeben und gelebt? Wo kommen diese her? Inwiefern äußern diese sich bei dir?

Du schaust dir deine eigenen Programme an – wovor habe ich Angst? Was wäre der Worst Case für mich? Woher kommt diese Angst? Und ganz wichtig – du bekommst Tools an die Hand, diese Ängste aufzulösen und dich so von ihnen zu befreien.

Du lernst Atemübungen, die dir während der Geburt helfen, genügend Sauerstoff in deinen Körper zu bekommen – denn Schmerzen in den Muskeln entstehen dann, wenn zu wenig Sauerstoff im Blut ist. Zudem ist bewusstes Atmen genau das – Bewusst-Sein. Bewusst und intensiv deine Geburt mit deinem Baby durchleben und erarbeiten.

Du bekommst Entspannungstechniken an die Hand, die dir Ent-spannung bringen, also Anspannung aus dem Körper befördern und somit dem Entstehen von Verkrampfungen und Schmerzen aktiv entgegenwirken.

Du lernst deinen Körper als Wunderwerk der Natur zu begreifen, der dafür ausgelegt ist, zu gebären.

Du lernst mit deinem Babys in Kontakt zu treten – und vor allem wie absolut essentiell die Kommunikation mit deinem Baby in der Schwangerschaft ist.

Du definierst für dich, was du für deine sanfte Geburt brauchst und willst.

traumata lösen

 

Und auch dein Partner/Geburtsbegleiter wird angesprochen – denn auch er oder sie ist bei der Geburt dabei und bringt seine Energie, Ängste und Stärken mit ein.

Das Hypnobirthing hilft dir also dich eingehend und umfassend mit dir, deinem Baby und eurem großen Ereignis zu beschäftigen – und gibt dir vor allem auch fast alle Infos an die Hand, die für eine Geburt wichtig sind (warum nur „fast“ alle, erfährst du gleich).

Das Flowbirthing

Das Flowbirthing ähnelt im Wesen dem Hypnobirthing. Bei beiden geht es darum, dass eine Geburt ein wundervolles Erlebnis ist, wenn wir uns frei von Ängsten machen und uns voll auf diese existentielle Erfahrung einlassen können.

https://www.flowbirthing.de

Quelle: www.flowbirthing.de

Das Flowbirthing geht im Gegensatz zum Hypnobirthing aber noch mehr auf den Aspekt der Weiblichkeit ein. Die Urkraft der Frau zu Gebären, Urweiblichkeit, Göttinnen des Lebens zu sein. Es geht darum, dass du bereits in der Schwangerschaft zu deinem Gefühl, deinem Bauch, in deine Mitte zurückkehrst.

Und das geht wie beim Hypnobirthing auch, vor allem indem du deine alten Ängste und Traumata anschaust, bearbeitest und löst. Denn diese sind es, die dich von deiner Urweiblichkeit fern halten. Und aus eigener Erfahrung kann ich dir versprechen, dass es ein unglaublich tiefes & erhabenes Gefühl ist, wenn du deine Geburt in dieser Weiblichkeit erleben kannst.

Die transzendentale Meditation – TM

Die transzendentale Meditation hat mich bei der Geburt immer wieder an den entscheidenden Punkt zurückgebracht: „Lass ich mich in den Wehenschmerz fallen (und nehme die Opferposition ein) oder atme ich tief und verbinde mich mit meinem Baby (und gehe so in die Position der Selbstbestimmten Frau)?“ Ohne die TM wäre unsere Geburt sicher nur halb so gut gelaufen.

http://de.tm.org

Quelle: http://de.tm.org

Was hat es mit der TM genau auf sich?

Diese Art der Meditation unterscheidet sich von anderen Meditationen im Wesentlichen dadurch, dass sie einfach ist und du dir keinen Stress machst, dass du Gedanken hast.

Es soll leicht und einfach sein. Du darfst bequem angelehnt sitzen, deine Sitzposition verändern, wenn es nötig ist und du darfst auch denken. Denn es ist ganz normal, dass Gedanken durch deinen Kopf sausen. Immer wenn das passiert und du bemerkst, dass da Gedanken sind, kannst du ganz einfach zu deinem persönlichen Mantra zurückkehren und dieses immer wieder wiederholen. Das besondere an diesem Mantra ist, dass es keinen Sinngehalt hat. Denn was deinen Geist immer wieder aufrührt, sind Gedanken mit Inhalt. Wenn du aber einen Gedanken ohne Bedeutungsaspekt hast, dann darf sich dein Geist beruhigen und du rutschst vom Bewusstsein ins Unterbewusstsein.

Das erlebst du dann als tiefe Entspannung und ab und zu kann es auch sein, dass du in einen Zustand kommst, wo du alles und nichts um dich rum wahrnimmst – volles Bewusstsein also. Bei manchen Meditierenden kommt das recht schnell immer wieder, bei anderen so gut wie nie. Das ist aber gar nicht so wichtig, denn das was zählt, ist, was in dieser Zeit in deinem Körper passiert. Kommt dein Körper in Entspannungszustände wie bei der TM, verlangsamt sich nicht nur deine Atmung, was dich ruhiger werden lässt, sondern es werden vor allem weniger Stresshormone produziert, mehr Glückshormone ausgeschüttet und Traumata, die in den tiefen deines Unterbewusstsein gespeichert sind, dürfen sich lösen.

Meditierst du regelmäßig mit dieser TM, wirst du insgesamt relaxter, wacher, kreativer und bewusster. Du lässt dich nicht mehr so schnell aus der Fassung bringen und ruhst mehr in dir selbst.

Ich habe erst 4 Wochen vor der Geburt mit der TM angefangen – du musst also nicht erst jahrelang meditiert haben, damit dir das was bringt für deine Geburt, sondern es reicht schon eine kurze Zeit, um eine Veränderung bei dir zu bemerken und entspannt in die Geburt zu gehen.

Mehr über die TM und wo du diese Art der Meditation lernen kannst, erfährst du auf der offiziellen Website der TM.

transzendentale meditation tm

Pränatale Prägungen – was du als Baby im Bauch erlebt hast und was dein Baby im Bauch so alles von dir weiß

Dieses Thema ist wirklich ein super spannendes Thema, in das ich selbst während meiner zweiten Schwangerschaft eingetaucht bin.

Kurz gesagt: Die Seele deines Babys ist vom Moment der Zeugung an dabei. Ich behaupte, dass sie auch schon einige Zeit zuvor um dich „herumwabert“, weil sie dich und diese Menschenkonstellation ja für ihre Inkarnation ausgesucht hat.

Mal abgesehen von dieser spirituellen Sichtweise, zeigt die Arbeit von Pränataltherapeuten wie David Chamberlain, die mithilfe von Hypnose oder Atemtechniken arbeiten, dass sich jeder Mensch nicht nur an seine Babyzeit, sondern an die vorgeburtliche Zeit bis zum Zeitpunkt der Zeugung erinnern kann. Die Erfahrungen, die du in jener Zeit gemacht hast, sind nicht bewusst abrufbar, weil sie sich als vorsprachliche Erfahrungen anders abspeichern als jene Erfahrungen, die du gemacht hast als du schon sprechen konntest. Die Zeit der vorsprachlichen Erfahrungen lagert sich direkt im Unterbewussten ein – also auf einer Ebene, die dein Wesen und dein Verhalten direkt mitbestimmt.

pränatal babybauch

So wissen die Therapeuten heute: je früher eine Erfahrung stattfand, desto stärker prägt sie dich. Und das bedeutet letztlich nichts anderes, als dass die Zeugung, der Moment, in dem deine Eltern rausfanden, dass sie schwanger sind, die Schwangerschaft an sich, die Geburt und die ersten 3-4 Jahre nach der Geburt essentiell wichtig für das gesamte Leben eines Menschen sind. Denn positive & negative Erfahrungen speichern sich „in deinen Zellen“ ab.

Hier einige Beispiele, damit das Ganze leicht verständlich ist:

Ein Mensch fühlt sich nie ganz wohl in einer Gruppe, unterschwellig fühlt er sich unerwünscht und würde sich deshalb nie in den Mittelpunkt stellen. Tendenziell ist er lieber allein.
Das wäre ein typisches Verhalten für Menschen, deren Eltern schockiert waren, als sie von der Schwangerschaft erfahren haben; ein unerwartetes oder unerwünschtes Kind, an das die Eltern sich erst gewöhnen mussten.
Ein Mensch, der egal welche Ziele er verfolgt, kurz vor dem Ende oder Abschließen oder erreichen dieses Ziels, aufgibt oder sich anderen Dingen zuwendet oder glaubt, dass er es allein eh nicht schafft.
So ein Verhalten ist typisch für Menschen, die nicht aus eigener Kraft geboren worden sind, sondern mithilfe einer Saugglocke, Zange oder eines Kaiserschnitts geholt wurden.
Ein Mensch, der unter unterrichtlichen (Todes-)Ängsten leidet, der sich nicht angenommen fühlt, sich unwillkommen fühlt, klaustrophobisch veranlagt ist, Dunkelängste, sich in völliger Sicherheit bedroht fühlt, Unruhe…. Das sind Menschen, deren Eltern sich mit einer Abtreibung auseinandergesetzt haben oder wo eine solche missglückt ist. Oder auch Menschen, deren Eltern Untersuchungen wie eine Fruchtwasserpunktion oder Nackenfaltenmessung durchführen haben lassen.

Du siehst also, dass sich sämtliche Erfahrungen, die du als Baby im Mutterleib gemacht hast, sich auf dein alltägliches Verhalten niederschlagen. Und das Schöne ist, dass das nicht nur mit Negativ-Erfahrungen so ist, sondern natürlich auch mit den Positiven.

Zu diesen Erfahrungen zählt ebenfalls die Gefühlswelt der Eltern – denn Babys bekommen alles mit und du kannst nichts vor ihnen verstecken. Die positive Seite hieran ist, dass du so auch ganz einfach mit ihnen kommunizieren kannst und erklären wie es dir gerade geht und inwiefern das was mit ihnen zu tun hat oder nicht.

Und weil das so wichtig ist, wiederhole ich es nochmal: Schwangerschaft und Geburt sind super wichtig für jedes Baby, weil sie sich im Unterbewusstsein eines jeden Menschen abspeichern.

Und deshalb ist es auch essentiell nicht nur in Kommunikation mit deinem Baby zu gehen, sondern dir auch ganz genau zu überlegen, welche Untersuchungen du beim Arzt mitmachst und welche nicht, und warum. Dein Babys spürt deine Angst, dass etwas nicht stimmen könnte und weiß aber nicht warum. „Warum hast du kein Vertrauen in dich und mich, Mama?
Wenn du also Ängste spürst und Bedenken aufkommen, ob alles okay ist mit deinem Baby oder sonstige Dinge, die du nicht so richtig benennen oder lösen kannst, dann ist es für dich und dein Baby sehr hilfreich, dass du dir anschaust woher diese kommen und wie du sie lösen kannst. Denn insbesondere Ängste kommen gerne unter der Geburt wieder hoch und das ist selbstverständlich nicht die passende Zeit. Denn die Geburt sollte optimalerweise durch keinerlei Einflüsse gestört oder gestoppt, sondern unterstützt werden.

Welche Möglichkeiten gibt es also, bestehende Ängste oder Dinge, die für dich noch im Verborgenen ruhen, anzuschauen und zu lösen?

Als erstes musst du dir klar darüber werden, was direkt mit deiner Schwangerschaft und der bevorstehenden Geburt zusammenhängt:
Welche Dinge stören dich, womit kannst du schlecht umgehen?
Was würde dich stören, wenn es während der Geburt passiert?
Wovor hast du Angst in Bezug auf deine Schwangerschaft, dein Baby und die Geburt?

Durchleuchte besonders die letzte Frage in allen Aspekten:
Bin ich gut genug? Werde ich eine gute Mama sein?
Habe ich finanzielle Sorgen?
Was passiert in meiner Partnerschaft?

Am besten hörst du auf den ersten Impuls, den du bekommst, wenn du an einen Aspekt denkst. Gehe diesem nach und spüre ihm nach.

schwangerer Bauch pränatal baby

Mir ging es beispielsweise so, dass ich absolut keine Zweifel in Bezug auf meine Partnerschaft hatte oder keinerlei Bedenken, dass es meinem Baby nicht gut gehen könnte. Wovor ich aber verdammt viel Angst hatte, ist, dass ich unerwartet ins Krankenhaus müsste. Einfach weil ich kein Vertrauen in die Schulmedizin per se habe und im Krankenhaus auch niemand, dem ich vertraue (wie meiner Hebamme oder einem Heilpraktiker o.ä.), bei mir ist.
Das ist aber selbstverständlich nur die eine Seite der Medaille. Denn auf der anderen Seite steht die Frage: „Warum bin ich nicht überzeugt, dass alles gut gehen wird?“ Denn wenn ich das wäre, müsste ich keine Angst haben, mich eventuell ins Krankenhaus begeben zu müssen.

Du siehst also, solche Fragen führen dich tief, wenn du es zulässt und wirklich ein Stück freier werden möchtest.

Und um meine persönliche Story noch fertig zu erzählen: Letztlich ging es nichtmal um den Zweifel am Geburtsvorgang, sondern um Selbstvertrauen. Vertrauen in mich, dass ich in allen Situationen für mich und meine Ansichten einstehen kann, egal wie viel Druck herrschen mag. Und das konnte ich mithilfe einer Pränataltherapeutin gut erarbeiten und lösen:-)

Und schwups sind wir schon bei den Möglichkeiten, die sich dir bieten, deine Themen anzuschauen:

Konkret in Bezug auf Schwangerschaft und Geburt sind Pränataltherapeuten natürlich toll. Und letztlich ist es ja auch so, dass so gut wie alle Ängste und Hürden sich in deiner Babyzeit begründen.

Alternativ zu einem solchen Therapeuten könntest du ein Familienstellen (Was ist Familienstellen?) machen, um dein Thema aufzuarbeiten oder auch mithilfe von Hypnose an die Wurzel des Problems gehen.

Falls dich das Thema Pränatale Prägungen noch weiter interessiert, dann ist das Buch Das goldene Tor von Franz Renggli, der Vortrag Frühes Trauma von Franz Ruppert auf Youtube und das Buch Woran Babys sich erinnern von David Chamberlain interessant.

 

Weitere Anregungen und Fragen, die wichtig für eine leichte Geburt sind

Begleitung in der Schwangerschaft

Außer eine guten Geburtsvorbereitung ist vor allem auch eine gute Begleitung in der Schwangerschaft wichtig – vor allem wenn du dir selbst noch nicht so ganz sicher bist und/oder du dein erstes Kind bekommst. Ursprünglich wäre es auch so, dass eine Schwangere von einer erfahrenen Frau / Hebamme begleitet wird – ganz einfach aus 3 Gründen:

1.Die Hebamme hilft dir bei Fragen und Schwierigkeiten, sodass du dich gut auf dein Baby vorbereiten kannst und du eine einfache und friedvolle Schwangerschaft und so auch Geburt erleben kannst, denn…
2.  die Schwangerschaft und der Umgang mit der Schwangerschaft zeigen oftmals an wie die Geburt sein wird. Und…
3. die Hebamme und du lernt euch gegenseitig während den 40 Wochen kennen, sodass ihr euch dann bei der Geburt vertraut seid.

Die Frau, die dich begleitet, muss nicht unbedingt eine Hebamme sein, es kann auch deine Mutter sein, wenn ihr euch gut versteht, oder eine Doula oder eine Freundin, die schon Kinder hat. Wichtig ist, dass diese Frau sich gut auf dich einstellen kann, selbst Erfahrung mit Themen wie Pränatale Prägungen, Geburtsaufbereitung, Weiblichkeit, Übergang Frau zur Mutter, Gebären, Kommunikation mit dem Kind, hat.

Kommunikation mit dem Baby

Wie du gerade im Abschnitt Pränatale Prägungen gelesen hast, bekommt dein Baby alles mit. Deine Gefühle, die in dir vorgehen, was du denkst, was du sagst.

kommunikation mit baby

 

Daher ist es total schön für dich und vor allem auch für dein Baby, wenn du ihm nicht nur Dinge mitteilst, sondern auch in direkte Kommunikation mit ihm gehst.

Das kannst du ganz direkt über die Sprache: Frag dein Baby wie es ihm geht. Ob es etwas braucht oder ihm etwas gut tun würde. Frag dein Baby einfach nach seinem Befinden und sag ihm ganz direkt, wie du dich auf die Geburt und eure gemeinsame Zeit danach freust. Dass du dich drauf freust, dein Baby im Arm zu halten und mit ihm zu kuscheln.
Insbesondere vor psychologischen Arbeiten, sei es ein Familienstellen oder eine andere Therapie, ist es wichtig, deinem Baby mitzuteilen, was du vorhast. Erklär ihm was passieren wird und mach vor allem klar, dass das Folgende absolut nichts mit ihm zu tun hat, sondern ganz allein dein Thema ist.
Auch bei Streit mit deinem Partner oder wenn du dich ärgerst oder wütend bist oder auch dich über etwas übermäßig freust, teil deinem Baby mit, was da gerade passiert. Warum es dir so und so geht und zieh wiederum eine klare Linie zwischen dir und deinem Baby und mach ihm glasklar, dass das alles allein mir dir selbst zu tun hat.

Das ist deshalb so wichtig, weil Kinder von Natur aus helfen wollen, insbesondere ihren Eltern, und das tun sie auch selbstzerstörerisch. Denn nichts ist wichtiger, wie die Elternliebe.

Sei also klar in deiner Kommunikation.

Eine weitere Art in Kommunikation mit deinem Baby zu treten ist über Berührung. Taste dein Baby, spiel mit ihm, streichle es. Auf diese Art bekommst du nicht nur geistig Antwort von deinem Baby, sondern ganz physisch. Mithilfe der Haptonomie kannst du sogar lernen, dein Baby ihm Bauch dazu zu animieren sich herumzudrehen. Einfach miteinander zu spielen. Du kannst seine Füßchen tasten, seinen Rücken, seine Hände. So erfährst du auch gleich in welcher Lage es liegt. Und ganz neben diesem Spiel hättest du , falls dein Baby je in Steiflage liegen sollte, die Möglichkeit es dazu zu bringen, sich mit dem Köpfchen nach unten zu drehen.

Dich selbst wahrnehmen

Einer der Eckpfeiler für eine sanfte Geburt und letztlich für ein fließendes Leben ist eine gute Selbstwahrnehmung – von Körper & Geist. Es ist wichtig, dass du zunächst einmal herausfindest, was dir so richtig gut tut und im selben Zuge findest du wahrscheinlich auch die NoGos heraus.

Für die Geburt musst du vor allem wissen, was dich entspannen und relaxen lässt.

Was bringt dich in tiefe Entspannung?
In welcher Umgebung fühlst du dich frei?
Wie kannst du dich fallen lassen?
Was hilft deinen Muskeln sich zu entspannen?
Magst du eher Massagen oder streicheln?
Tut dir Wasser gut, tut dir Bewegung gut?
Brauchst du es wohlig warm oder eher heiß oder doch eher kühl?
Magst du Musik oder vollkommene Stille?
Welche Art der Musik?
Entspannst du leichter allein oder mit deinem Partner?
Gibt es einen bestimmten Ort in deinem Zuhause, wo du dich besonders wohl fühlst und dich leicht fallen lassen kannst?

Weitere Fragen, deren Antworten dich näher zu einer leichten Geburt bringen:
Wie fühlst du dich schön?
Wo sitzt der Quell deiner Weiblichkeit und wie kannst du auf ihn zugreifen – durch Entspannung oder Yoga, durch Bewegung oder Sex, durch bestimmte Worte oder Musik?
Wie oder durch was kommst du in deine Kraft?
Kannst du in den Spiegel schauen und dir „die Göttin der Geburt“ sehen?
Bist du happy mit dir, so wie du körperlich aussiehst?
Bist du happy mit dir als Wesen?

schwanger sport

 

Fit bleiben

Ich persönlich habe keine Lust dir bestimmte Ernährungs- oder Sportvorgaben schmackhaft zu machen. Das liegt einfach daran, dass ich davon überzeugt bin, dass du lediglich ein gutes Bauchgefühl brauchst und natürlich einen guten Sensor, um diesem Gefühl auch nachzugehen, um zu spüren, welche Nahrungsmittel und wie viel Bewegung dir gut tun.
Das Einzige, was ich dir ans Herz legen will: nimm die Schwangerschaft nicht als Ausrede, dass du bestimmte Dinge nicht mehr tun kannst. Ganz im Gegenteil – mache alles weiter wie du es bisher getan hast, solange es dir gut tut. Offiziell wird es immer Angaben geben, wie lange es beispielsweise gut ist, joggen zu gehen und wann du es bleiben lassen solltest. Du solltest dir diese Angaben aber vielleicht gar nicht erst anschauen, denn die verunsichern dich nur und bringen dich wiederum von deinem Bauchgefühl ab – und darum geht es in allen Aspekten deiner Schwangerschaft – auf deine Intuition zu hören und ihr zu vertrauen.

Es gibt Schwangere, die noch kurz vor der Geburt Berge erklimmen oder solche wie mich, die noch 2 Wochen vor Geburt an der Nordsee gegen den Wind auf dem Rad strampeln. Oder solche wie eine Freundin von mir, die noch bis zuletzt geturnt hat. Darum geht es aber nicht – es geht nur darum, dass du geschmeidig bleibst und wie bisher in Bewegung, einfach so, wie es dir gut tut. Und wenn es dir reicht täglich eine Runde zu laufen oder mal schwimmen zu gehen oder Yoga zu machen, ist das vollkommen okay.

Und es kommt auch darauf an, wie du deine Schwangerschaft erlebst – denn das kann ganz unterschiedlich sein. Ich bin jemand, der total gerne zum Laufen geht. Meine erste Schwangerschaft war komplett easy und ich bin noch bis zum 8.Monat Joggen gegangen – zwar reduziert und langsamer, aber immer noch einige Kilometer in der Woche. In der zweiten Schwangerschaft war das dann ganz anders – Joggen ging schon ab dem zweiten Monat nicht mehr, dafür bin ich total im Yoga aufgegangen, das hat mir super gut getan.

Grundsätzlich ist Yoga für deine Beweglichkeit eine gute Idee in der Schwangerschaft – vorausgesetzt dir macht das auch Spaß. Beweglich bleiben ist sehr von Vorteil – ein paar Spaziergänge dazu und fertig ist die Laube.

Genießen & Entspannen

Auch entspannen will geübt werden. Es gibt super viele Menschen, die ständig unter Strom stehen und sich einfach nicht entspannen können. Die Muskeln sind immer irgendwie verspannt und auch der Kopf kommt nicht zur Ruhe. Egal ob du leicht entspannen kannst oder nicht, lerne es und intensiviere es, zum Beispiel mit Hypnobirthing.

entspannen relaxen

Für Genießen gilt dasselbe. Das was du tust genießen anstatt nur daraufhin zu fiebern und sich danach wieder zurückzusehnen. Genießen ist letztlich nichts anderes als im Moment ankommen und sein. Und genau das wirst du bei deiner Geburt erleben. Wenn du bereits weißt, wie du ankommen und genießen kannst, kannst du die Geburt viel intensiver erfahren und dich darauf einlassen.

Genießen üben kannst du eigentlich in jeder Situation: Wenn du im Auto sitzt und die Sonne dich wärmt oder der Regen auf die Scheibe prasselt, die 5 min Pause, wenn du an den Bahngleisen stehst oder das gleichbleibende Geräusch beim Abspülen, duschen oder saugen.

Und das allerwichtigste: Nimm dir wirklich die Zeit ganz bewusst um Entspannung zu üben. Denn dich aktiv entspannen zu können ist ganz grundlegend wichtig für die bevorstehende Geburt. Der Grund hierfür ist ganz einfach physiologisch bedingt. Denn angespannte Muskeln schmerzen früher oder später, entspannte Muskeln nicht – und deine Gebärmutter ist ein Muskel wie jeder andere, der nur dann schmerzt, wenn er angespannt ist und zu wenig Sauerstoff geliefert bekommt.

Manifestieren

Dieselbe Essenz, die du von jedem Spirit-Lehrer geliefert bekommst, kriegst du auch hier: Es ist dein Geist, der deine Erfahrungen hervorbringt. Der Grund hierfür ist ein rein physiologischer Prozess in deinem Gehirn. Denn dort gibt es sogenannte Spiegelneuronen. Spiegelneuronen sind Nervenzellen im Gehirn, die aktiv werden, wenn du etwas beobachtest. Sie bilden Verbindungen im Gehirn durch Beobachtung. Und so kannst du ganz einfach imitieren, was andere tun. Das einfachste Beispiel: Gähnt jemand und du siehst das, gähnst du auch. Nach dem selben Prinzip funktioniert aber alles andere auch, das wissen die Neurowissenschaftler inzwischen schon durch viele Beobachtungen und Messungen bestätigt.

So gibt es folgende Versuche: 2 Gruppen von Menschen beobachten eine Person, die etwas bestimmtes macht, zum Beispiel 100 Liegestütze. Gruppe 1 beobachtet aktiv und stellt sich vor, wie sie selbst diese 100 Liegestütze ausführen. Gruppe 2 schaut teilnahmslos zu. Danach sind die Menschen aus beiden Gruppen dran. Menschen aus Gruppe 1 schaffen 100 Liegestütze-egal wie fit sie davor waren, Menschen aus Gruppe 2 schaffen nur so viele Liegestütze wie sie eh konnten.

Spiegelneuronen funktionieren nicht nur durch direkte Beobachtung, sondern eben auch und vor allem durch aktive Visualisierung. Also wie du dir vorstellst und fühlst, dass du xy gerade machst.

Und genau diesen Vorgang kannst du für deine Geburt nutzen. Du kannst dir Geburtsvideos anschauen, von Frauen, die wunderschöne, schmerzfreie Geburten hatten. Du kannst dir deine Geburt ganz genau ausmalen und jeden Tag durchleben. So aktivierst du deine Spiegelneuronen und schreibst die Geschichte deiner Geburt schon im Voraus.

Horrorgeschichten meiden

Direkt im Anschluss ist es natürlich auch umgekehrt so: Siehst und hörst du immer wieder Geschichten von Geburten, die absolut grauenvoll abgelaufen sind, aktiviert das deine Spiegelneuronen genauso. Und zusätzlich macht es dir noch Angst. Deshalb ist es absolut wichtig, dass du entweder die gesamte Schwangerschaft, zumindest aber die letzten 8-10 Wochen vor der Geburt, keine Horrorgeschichten von Geburten hörst. Wenn jemand anfangen will, dir von ihrer schrecklichen Geburt zu erzählen, stoppe sie, unterbrich sie und erkläre ihr, weshalb du es vor deiner Geburt nicht hören möchtest.

 

Die Wahl des richtigen Geburtsorts

Bei der Wahl des richtigen Geburtsorts geht es um zwei Dinge:

du musst dich sicher und wohl fühlen
du solltest wissen, welche Vor-& Nachteile jeder Ort dir bringt

hausgeburt, Geburtshaus

Das absolut wichtigste bei der Wahl, wo du dein Kind gebären wirst, ist, dass du dich an diesem Ort sicher und geborgen fühlst. Denn wie du schon gelesen hast, bringt jede Unsicherheit und Angst, Verkrampfungen also Schmerz in dein Systemen und kann sogar zum Geburtsstillstand führen.

Welche Orte kommen in Frage? Ganz klar, entweder ein Krankenhaus, ein Geburtshaus oder dein Zuhause.

Das Geburtshaus

Ein Geburtshaus ist für Geburten ausgelegt, wie der Name schon sagt. Es wird von Hebammen geleitet, so wie die Kreissäle auch. Je nach Geburtshaus oder Hebammenpraxis ist entweder die Hebamme dabei, die dich während der Schwangerschaft schon begleitet hat oder eine Beleghebamme, die du aber schon kennengelernt hast. 
In Geburtshäusern gibt es natürliche Geburten. Schmerzmittel wie PDA oder andere Medikamente gibt es (zum Glück) nicht, dafür aber natürliche Hilfsmittel wie Globuli oder ätherische Öle. Des weiteren wird nur wenn nötig eingegriffen, sprich es gibt kaum Saugglockengeburten, Dammschnitte und ähnliches. Du wirst in deinem Gebären unterstützt und 1:1 von einer Hebamme betreut. Zudem stehen dir Wasserbecken, Gebärhocker und alles andere frei zur Verfügung.

Im Geburtshaus kannst du also sehr einfach eine selbstbestimmte Geburt erleben. Sollte je ein schulmedizinischer Eingriff nötig werden, wirst du rechtzeitig in ein Krankenhaus verlegt. Im Geburtshaus gebärst du ambulant, das heißt du gehst spätestens 24h nach Geburt wieder heim.

Das Krankenhaus

Auch im Krankenhaus kann man eine selbstbestimmte Geburt erleben. Dazu musst du aber echt Ansagen machen und genau angeben, was du willst und was nicht. Zusätzlich brauchst du auch deinen Partner als Unterstützung, dass er dir hilft, die Dinge zu formulieren und zu managen, wenn du selbst in deinen Geburtskörper eintauchst und nicht mehr im Außen agieren kannst und magst. Bestimmte Dinge wie ein Aufnahme CTG werden im Krankenhaus immer durchgeführt, da kommst du nicht drum herum. Andere Dinge wie einen Zugang für eventuelle Spritzen kannst du dir legen lassen, musst du aber nicht.

Krankenhäuser sind inzwischen oftmals überfüllt – regelmäßig müssen Frauen ihre Kinder auf dem Gang gebären, weil alle Kreissäle belegt sind. Von daher ist es sinnvoll zu überlegen, ob du nicht lieber gleich in ein Geburtshaus gehst, wo du angemeldet und eingeplant bist oder zu Hause bleibst oder im Fall des Falles, einfach darauf vorbereitet bist, wieder nach Hause zu gehen. Wobei du dann natürlich eine Alleingeburt hinlegen wirst – so wie viele Zweitgebärende das eh tun, weil die zweiten Babys so schnell kommen:-)

Die 2 Hauptgründe, weshalb sich viele Frauen für das Krankenhaus entscheiden, sind, dass sie sich erstens sicherer fühlen, falls ein Notfall eintreten würde und zweitens nach der Geburt einige Tage im Krankenhaus bleiben können und betreut werden.

Aus meiner Sicht läuft hier aber etwas grundsätzlich schief: Warum haben Frauen Angst, dass der Notfall eintritt ?
Und genau hier sind wir am Knackpunkt: wie intensiv beschäftigst du dich mit dir, deiner Schwangerschaft und Geburt? Denn erst, wenn du keine Ängste mehr spürst, hast du alles gelöst. Und dann brauchst du auch keine Einrichtung, egal ob diese Krankenhaus heißt oder sonst wie, die dir vermeintlich äußere Sicherheit gewährt. Denn echte Sicherheit bekommst du nur aus deinem Inneren.

Der zweite Grund, weshalb sich Viele für das Krankenhaus entscheiden, ist ein Systembedingter: Wie kann es sein, dass niemand mehr verfügbar ist, dass Familienmitglieder sich nicht mehr gegenseitig unterstützen können?
Würden wir in einem gesunden System leben, wäre es ganz klar, dass im Frühwochenbett Familie, Eltern, Freunde da sind und dir helfen, sodass du zu Hause eben nicht auf dich alleine gestellt bist. 



Sollten diese beiden Gründe auch dich bewegen ins Krankenhaus zu wollen, obwohl du tief in dir spürst, dass deine Geburt nicht ins Krankenhaus gehört, dann kannst du dem leicht abhelfen, indem du dich…

erstens mit den oben genannten Möglichkeiten auf deine Geburt vorbereitest und dir…

zweitens Menschen organisierst, die dich in der ersten Zeit nach der Geburt mit den Alltagsdingen unterstützen.

Die allermeisten helfen sehr gerne, wenn sie gefragt werden. So kannst du beispielsweise deine Mutter, Schwester oder Freundin fragen, ob sie dir einmal die Wohnung durchputzen oder du fragst deine Bekannten, ob sie dir statt einem Babygeschenk ein Essen vorbeibringen, sodass du jeden Tag jemanden hast, der dir was leckeres vorbeibringt. Der Vorteil hierbei ist nicht nur, dass du selbst nicht kochen musst, sondern vor allem auch der, dass die Leute, die für dich kochen, sich richtig anstrengen und sich tolle Gerichte überlegen:-).

hausgeburt

Die Hausgeburt

Die Vor-&Nachteile einer Hausgeburt kannst du im Artikel Hausgeburt nachlesen. 

Im Endeffekt unterscheiden sich eine Hausgeburt und eine Geburt im Geburtshaus nur durch den Ort selbst. Alle anderen Abläufe und Dinge, die für die Geburt zur Verfügung stehen, sind gleich.

Und somit ist der größte Vorteil einer Hausgeburt aus meiner Sicht, dass du wirklich zu Hause und völlig ungestört gebären kannst. Du kennst dich aus, fühlst dich wohl, kannst tun und lassen was du willst, hast keinen Zeitdruck. Deine Hebamme, die du dir ausgesucht hast, ist bei dir – und alle anderen Menschen, die du dabei haben willst auch. Falls du schon Kinder hast, können diese einfach bei der Geburt dabei sein, sofern sie das wollen und ansonsten fragst du einfach Oma, Opa, Freundin, je nachdem, wen das Kind oder die Kinder gut kennen, ob sie ihn/sie abholen können, falls es das braucht.

Alternativ kannst du zu Hause natürlich auch eine Alleingeburt erleben – mehr dazu erfährst du gleich. Im Video am Ende des Beitrags kannst du dir unsere Alleingeburt anschauen.

 

Das Setting deiner Geburt

Im Grunde bestimmst du den Rahmen deiner Geburt durch die Wahl des Geburtsorts. Wie du diesen Rahmen füllst, ist ganz individuell unterschiedlich und kann für alle drei Orte gleichermaßen durchgeführt werden.

Was genau ist also mit Setting gemeint? 

Das Setting bestimmt die Atmosphäre im Raum. Welches Licht möchtest du, welche Düfte, welche Musik, welche Snacks,….

Ich finde es super wichtig, dass du dir darüber Gedanken machst, womit du dich am besten entspannen kannst und wie du für dich eine wohlige Atmosphäre entstehen lassen kannst.

Das Licht an sich spielt eine große Rolle, denn wohlig fühlst du dich meistens bei eher gedimmten, warmen Licht – nicht bei kalt-weißen Neonröhren. Das hängt wiederum mit bestimmten Prägungen im Körper zusammen. Du kannst dir also Gedanken darüber machen, was für ein Licht du gerne hättest, willst du Kerzen oder eine Kristalllampe? Zu Hause kannst du dir in den Tagen vor der Geburt schon einmal alles vorbereiten. Gehst du ins Kranken- oder Geburtshaus schaust du dir am besten die Bedingungen vor Ort an und nimmst entsprechend Kerzen oder Lampen in deiner Tasche mit.

Ausgeburt gemütlich Kerzen

Auch Düfte spielen für unser Körpersystem eine immense Rolle. Finde heraus, welche Düfte dich entspannen lassen. Meistens sind das auch eher warme, schwere Gerüche, vielleicht magst du aber auch einen Mix mit etwas Frischem. Ätherische Öle in einer Duftlampe bieten sich optimal für die Raumbeduftung an, zudem kannst du zwischendurch auch mal ganz direkt an der Flasche schnüffeln oder mit Körperöl verdünnt den Duft an deinen Handgelenken auftragen, sodass du immer wieder dran riechen kannst.

Vanille ist der Geborgenheitsgeruch schlechthin – weil er im Hirn Erinnerungen an die Muttermilch-Stillzeit hervorruft – Geborgenheit pur.

Rose ist ein toller Duft für die Geburt – einfach weil die Rose die Pflanze der Frauen, vor allem Schwangeren und Gebärenden ist. Sie ist die Pflanze der Maria und früher Freya. Zudem hat sie super viele Wirkstoffe, über 500 an der Zahl. (Um kurz vom Thema abzukommen – die Rose war auch unsere Geburtspflanze und Rosenöl ist das einzige Öl, das unserem Baby bei Bauchweh geholfen hat.) Die Rose verkörpert Liebe und Fülle.

Lavendel entspannt dich, wenn du den Geruch angenehm findest.

Zirbe verbessert deine Sauerstoffaufnahme im Blut, was wichtig ist, um Schmerzentstehung zu vermeiden.

Rosmarin belebt deinen Kreislauf – das tut gut, falls dir unter der Geburt schlecht werden würde.

Bergamotte gibt eine frische Note hinein, falls es dir zu stickig wird.

Du kannst dich ja einfach mal durch alle möglichen Öle durchschnuppern und reinfühlen, was dir gut tut. Diesen Duft kannst du dann auch schon vor der Geburt immer dann anwenden, wenn du Entspannungsübungen machst – auf diese Weise konditioniertet du deinen Körper auf Entspannung, wenn du diesen Geruch riechst. 
Acht auf naturreine Öle, wo wirklich nur natürliche in der Frucht oder Pflanze vorkommende Geruchsstoffe drin sind, zum Beispiel von Primavera oder Farfalla.

Auch bei der Musik kannst du dich schon vorbereiten und dir eine Playlist zusammenstellen, die während der Zeit der Geburt laufen soll. Gleiches Prinzip wie bisher – Musik, die dich entspannen lässt. Wenn dich Musik eher rausbringt und du dich eher von dir entfernst, dann lieber keine Musik:-)
Es gibt tolle Mantras, falls dir das taugt. Geburtsmantren wie Adi Shakti bekommst du übers Hypnobirthing.
Ansonsten bietet sich 432hz Musik an – also Musik, die auf 432hz statt 440hz wie heute üblich gestimmt ist. Die Frequenz 432hz synchronisiert deine beiden Gehirnhälften, öffnet dein Herz und lässt dich entspannen.
Selbstverständlich kannst du auch mit anderen Frequenzen wie Solfeggio – Frequenzen arbeiten: 417hz steht für Resonanz mit dem Universum, 741hz für das Erwachen der Intuition.
Genauer nachlesen kannst du die Frequenz-Geschichte zum Beispiel in diesem Artikel von bewusst-vegan-froh.de.

Ansonsten magst du vielleicht noch etwas bestimmtes um dich rum haben. Ich wollte unbedingt einen Strauß Rosen haben, damit ich immer wieder an die Visualisierung der sich öffnenden Blüte erinnert werde und einfach weil die Rose sich als unsere Pflanze ergeben hat. Zudem hatte ich mir alles passende ausgesucht – Wasser und Rosenschorle, Obst und eine „Spickzettel“-Tafel für Kilian, damit er mich immer wieder an bestimmte Dinge erinnern kann, falls ich selbst nicht dran denke – zum Beispiel mein Krafttier herbeirufen.
Natürlich ist es kein Must diese Dinge für die Zeit der Geburt vorzubereiten – wenn du aber Lust dazu hast, wird es dir sicher helfen, dich wirklich tief entspannen zu können, damit deine Geburt so angenehm wie möglich für dich und dein Baby wird.

Spannend war bei uns, dass wir als wir den Raum gewechselt haben, die Musik im Geburtszimmer nicht mehr gehört haben. Das letzte Mantra, an das ich mich bewusst erinnern kann, hat mich und uns dann durch die ganze Gebeut weiter begleitet und ist jetzt für unser Baby die Beruhigung schlechthin. Wenn er Bauchweh hat oder sonst nicht einschlafen kann und das Tragetuch auch nichts bringt, dann singe ich einfach das Mantra oder spiele es ab – es ist 7 Minuten lang – und nach spätestens 5 Minuten schläft der kleine Mann schon.

musik 432herz

Psychologie der Geburtserfahrung

Die Geburt gehört zu den prägendsten Erlebnissen eines Menschen. Wahrscheinlich ist sie DAS prägendste Ereignis. Die Zeugung, die intrauterine Phase, also die Schwangerschaft, und auch die Baby und Kleinkindzeit sind alles intensive Lebensabschnitte – dennoch sticht die Geburt hervor, weil sie der große Übergang ist. Der Eintritt in die Welt. Und so eine tiefe Seelenerfahrung für jeden neugeborenen Menschen.

Viele Menschen haben sich schon mit der Geburt und den damit verbundenen psychologischen Prozessen beschäftigt, allen voran ein Mann namens Stanislav Grof. Grof ist Psychiater und hat einige Doktortitel in der Tasche. Sein Steckenpferd ist es die unterschiedlichen Bewusstseinszustände, die ein Mensch erfahren kann, zu erforschen und mittels dem Eintritt in andere, nicht alltägliche Zustände, früher zum Beispiel durch LSD und später durch holotropes Atmen erreicht, psychische Themen in der Ursache anzuschauen und zu lösen.

Grof hat mit seiner Arbeit herausgefunden, dass sich jeder Mensch an seine Geburt erinnern kann – nicht bewusst, sondern vielmehr auf Zellebene. Du und ich sind also durch unsere Geburt geprägt und haben dementsprechende Charaktereigenschaften.

Grof hat an den Geburtsverlauf angepasst ein 3-Phasen-Modell entworfen: die sogenannten Geburtsmatrizen. Ich will sie dir hier kurz beschreiben, damit du eine Ahnung davon bekommst, wie tief unsere Geburtserfahrungen sitzen.

stanislaf grof

Quelle: http://www.stanislavgrof.com

Die erste Matrix bezieht sich auf die Zeugung und die Schwangerschaft:
hier geht es um das Gefühl der Einheit, der Verbundenheit mit allem und um Urvertrauen.
War die Schwangerschaft eine positive Überraschung für die Eltern, so fühlt sich das Kind geliebt, fühlt sich wie im Schlaraffenland und lebt deshalb aus purer Selbstverständlichkeit heraus. Es stellt seine Daseinsberechtigung niemals in Frage, sondern ist im Kern gut so wie es ist.
War die Schwangerschaft eine negative Überraschung oder kam es gar zu Abtreibungsversuchen und -gedanken, so fühlt sich das Kind unerwünscht, ist misstrauisch, erwartet Übergriffe und fühlt sich nicht angenommen oder des Lebens wert.

Äußern kann sich das im Leben eines Erwachsenen im Positivfall beispielsweise als Mensch, dem immer alles gelingt und dem Übergänge leicht fallen und im Negativfall als Mensch, der immer versucht etwas zurückzugeben, wieder gutzumachen oder äußere Bestätigung / eine Daseinsberechtigung sucht.

Die zweite Matrix bezieht sich auf die Eröffnungsphase der Geburt: im Mutterleib gibt es wenig Platz, das Kind kann nicht weiter wachsen ohne mehr Druck zu verspüren. Jetzt kommt der Druck durch die Gebärmutter hinzu, was recht unangenehm ist. Das Kind fühlt sich eingeengt und sieht noch keinen Ausweg.
Der Negativfall in der zweiten Matrix fühlt sich für den erwachsenen Menschen später so an: er fühlt in brisanten Situationen Druck und eine gewisse Ausweglosigkeit, er weiß nicht weiter. Oftmals werfen diese Menschen in letzter Sekunde das Handtuch und sind im Nachhinein frustriert, dass sie nicht drangeblieben sind und vertraut haben.
Im Positivfall können diese Menschen starkem Druck sehr gut standhalten, denn sie wissen, dass es immer weiter geht und vertrauen auf eine Lösung. Sie wissen, dass starker Druck Tore öffnet.

Die dritte Matrix bezieht sich auf die Geburt: das Austreten aus dem Körper und das Eintreten in die Welt.
Ganz zentral geht es hier um Tod und Wiedergeburt (in diesem Stadium gibt es die meisten Komplikationen) und um Bewusstsein. Denn mit der Geburt verlässt das Baby für immer das Schlaraffenland im Bauch der Mutter (Tod / es geht etwas für immer weg), um dafür in die liebenden Arme der Mutter zu fallen (Wiedergeburt/ etwas genauso Schönes bekommen). 
Unter der Geburt kommt beim Kind neuer Mut auf, es sieht das Licht am Ende des Tunnels.
Und genauso zeichnen sich Menschen im Positivfall aus: sie geben nicht auf, egal wie hoch der Druck ist. Sie wissen, sie können alles schaffen.
Im Negativfall fühlen sich diese Menschen so, als müssten sie immer kämpfen, sich ständig beweisen, schlittern häufig in Katastrophen und fühlen sich dabei ratlos. Auch Platzangst und sexuelle Stimulation durch Urin und Kot hat hier seinen Ursprung.

Der Positivfall bezieht sich immer auf eine natürlich und selbstbestimmt erlebt Geburt – ohne Eingriffe. Der Negativfall tritt bei Eingriffen in den natürlichen Verlauf der Geburt ein, wenn diese nicht aufgearbeitet werden.

hausgeburt alleingeburt

Hier einige Beispiele:

Werden Wehenmittel gespritzt, fühlt sich das Kind aus dem Paradies vertrieben, was sich später durch Gefühle wie „das ist zu gut für mich“ oder „das hab ich nicht verdient“ äußern kann.
Liegt die Mutter auf dem Rücken, ist der Druck auf das Kind noch höher, was sich später durch Gefühle wie „ich werde nicht genügend unterstützt/gehalten“ , „ich muss da allein durch“ äußern kann.
Wird eine PDA gelegt, muss das Kind den Druck noch länger aushalten, weil der Geburtsprozess verlangsamt wird, steht völlig allein mit diesem Gefühl da und hat einen erschwerten Ausweg, weil die Mutter liegen muss. Später zeigt sich dies als Muster wie „im Notfall bin ich auf mich allein gestellt“, „ich kann anderen nicht vertrauen“, „ich bin allein“, „alles steht und fällt mit mir“, „ohne mich geht nichts voran“.
Werden Wehenhemmer verabreicht, bleibt das Kind in dieser einengenden Übergangssituation stecken. Der Erwachsene kennt Gedanken wie „es kommt nie zum Ende“, „ich werde zurückgehalten“, „etwas hält mich zurück“, „ich stecke fest“, „ich komme nicht voran“.
Wird das Kind mit einer Saugglocke/ Zange geholt, ein Dammschnitt gemacht oder ein Kaiserschnitt im letzten Moment gemacht, wird das Kind seiner eigenen Kraft beraubt, es darf seine Geburt nicht selbst vollführen. Später kommt es zu Themen wie „ich schaffe das nicht allein“, „ich bin kraftlos“, „ich habe zu wenig Durchsetzungskraft“, „ich gebe kurz vor dem Ziel auf“, „ich führe nichts zu Ende“.
Wird ein geplanter Kaiserschnitt gemacht, fühlt sich das Kind noch nicht bereit für die Welt, es ist noch nicht vollständig ausgereift. Später fühlen sich diese Menschen oft aus der Situation gerissen, „ich bin nicht sicher“, „ich bin ohnmächtig“, „mein Leben wird von Außen bestimmt“, „ich bin noch nicht bereit“, „ich will zurück zur Geborgenheit“.

Du siehst durch diese Aufstellung der Geburtsmatrizen also ganz deutlich, welches Spektrum an ganz tief sitzenden Gefühlen und Charakterzügen von der eigenen Geburt her stammt. Wenn du solche Muster auch von dir kennst, lohnt sich ein Blick auf deine eigene Geburt. Frag deine Mutter, wie sie deine Geburt erlebt hat und wie sie verlaufen ist und arbeite die verbliebenen Traumata auf.

Denn nur so bist du auch bereit für eine selbstbestimmte Geburt – sodass dein Baby nicht mit den Negativfällen konfrontiert werden muss.

 

Was direkt nach der Geburt essentiell für deine Bindung mit deinem Baby ist

Natürlich ist jede Zeit mit Kleinkindern und Babys prägend. Je früher aber eine Erfahrung gemacht worden ist, umso tiefer sitzt sie in uns. Und so ist eine absolut entscheidende Zeit in deinem Leben die Geburt selbst und die ersten 60 Minuten nach der Geburt.

Die Geburt selbst prägt, wie du gerade gelesen hast, insbesondere das Baby und legt spätere Verhaltensmuster fest.

neugeboren selbstbestimmt

Die ersten 60 Minuten nach der Geburt hingegen sind extrem wichtig für die Bindung zwischen dir und deinem Baby. Was passiert also in dieser Zeit?

Die ersten Augenblicke nachdem dein Baby geschlüpft ist, kommt es erstmal an. Das kann unterschiedlich lang dauern. Manche öffnen innerhalb der ersten 20Sekunden ihre Augen und fangen in dieser Zeit auch an zu atmen, andere brauchen über eine Minute dafür.

Auch bei uns war es ganz unterschiedlich: Finn hat schon gebrabbelt als nur sein Kopf herausgeschaut hat und Ari hat eine gute Minute gebraucht, um anzukommen.

Was jetzt passiert, ist entscheidend. Denn entweder hast du dein Kind aufgefangen und es gleich hochgenommen oder es liegt noch kurz im Wasser bis zu verschnauft hast und bereit bist es hochzunehmen.

Dieses hochnehmen, selbst auffangen, selbstbestimmt dein Baby zu empfangen ist absolut wichtig für dein System als Mutter. Denn erst wenn du soweit bist dein Baby hochzunehmen, bist du auch in allen Ebenen bereit, es wirklich in dein Leben aufzunehmen und zu empfangen.

Hier ist es interessant das Gegenteil anzuschauen: Denn es gibt viele Frauen, die ihr Baby direkt nach Geburt auf den Bauch gelegt bekommen und sich noch überhaupt nicht bereit dafür fühlen – und dieses Gefühl „nicht bereit zu sein für das eigene Kind“ prägt sich nicht selten tief ein und braucht psychologische Betreuung, um im Nachhinein das Kind als eigenes Kind bedingungslos anzunehmen.
Selbstverständlich bekommt das Baby die Gefühle der Mutter 1:1 mit und ist verwirrt, weil es nicht weiß, was nicht mit ihm stimmt, warum die eigene Mutter, der einzige Mensch, den es wirklich gut kennt und dem es 100 prozentig vertrauen kann und muss, es nicht willkommen heißen kann.
Hier ist also ein Teil der Basis der Mutter-Kind-Beziehung von Anfang an gestört und wird es bleiben, wenn du als Mutter nichts für die Lösung der Situation tust.

Selbstverständlich geht es nicht jeder Frau so, die ihr Baby direkt auf den Bauch gelegt bekommen hat. Und dennoch schätze ich, ergeht es sicherlich 1/3 der Frauen so, dass sie sich unbehaglich gefühlt haben und sich nicht getraut haben darüber zu reden.

Sprich: bei deiner selbstbestimmten Geburt wirst du höchstwahrscheinlich in einer aufrechten Position dein Kind gebären und kannst es dann, wenn du soweit bist – egal wie lang das dauert – dein Kind in den Arm nehmen und empfangen.

An dieser Stelle ist es auch nochmal wichtig zu verstehen, dass es neben dem Willkommenheißen auch um den direkten Hautkontakt geht. Das sich gegenseitig spüren. Denn das primäre Kommunikationsorgan deines Babys ist noch seine Haut. Über seine Haut hat es dich im Bauch gespürt, hat seine Umgrenzung gespürt, hat den Druck des Geborenwerdens erlebt und fühlt jetzt wieder dich. Bei diesem ersten Hautkontakt und auch später entsteht bei jedem Hautkontakt Bindung, Liebe, Oxytocin wird ausgeschüttet. Mehr über die Wichtigkeit des direkten Hautkontakts kannst du in diesem Artikel lesen.

erster Blickkontakt Geburt

Das nächste essentielle Element, nachdem du dein Baby empfangen hast, ist der erste Blickkontakt. Nichts ist intensiver als der erste Blick in die Augen deines Neugeborenen.

Ihr schaut euch in diesem Moment buchstäblich in die Seele und erfasst das Wesen des anderen. Das geht vor allem deshalb so gut, weil die Pupillen des Babys direkt nach der Geburt durch das Adrenalin in seinem Körper noch weit geöffnet sind. Physiologisch passiert folgendes: ein Rausch an Oxytocin wird in euren Körpern ausgeschüttet – ihr verliebt euch ineinander – auf den ersten Blick. Oder anders ausgedrückt, ihr werdet aufeinander geprägt. Was wiederum einfach bedeutet, dass ganz körperlich du dein Kind siehst und riechst und spürst – du wirst als Mamatier anerkannt und dein Baby als dein Junges.

Bekommst du dein Baby auf den Bauch gelegt, ist dieser erste Blickkontakt erschwert – denn dein Baby liegt mit seinem Gesicht nach unten oder zur Seite auf dir drauf und kann ja seinen Kopf noch nicht hochheben. So ist der erste Blickkontakt in den Minuten nach der Geburt stark erschwert oder findet erst viel später statt. Es wird an Intensität eingebüßt und im Nachhinein muss dieses Versäumnis mühevoll(er) aufgearbeitet werden.

Die ersten 15-20 Minuten verbringt ihr also damit euch anzuschauen und zu spüren, euch gegenseitig anzuerkennen und zu verlieben.

Nach etwa 20 Minuten ist es dann soweit, dass der Saugreflex deines Babys am stärksten ausgeprägt ist. Es hat Hunger und Durst und wird jetzt am leichtesten anfangen an deiner Brust zu trinken. Es ist also genial, wenn du diese Phase nutzt, denn sie macht das Stillen für dich und dein Baby so viel leichter, vor allem wenn es dein erstes Baby ist und ihr beide Neuland betretet.

Das erste Trinken wird relativ kurz und für dich nicht unbedingt das angenehmste Gefühl der Welt sein – einfach weil es noch ungewohnt ist zu stillen. Fühlst du ein Ziepen ist das alles ganz normal – du machst alles richtig. Dieses Gefühl legt sich dann innerhalb kürzester Zeit.
Dein Baby trinkt jetzt und in den ersten Tagen vor dem Milcheinschuss mengenmäßig noch super wenig – ganz klar, sein Magen ist ja momentan auch nur so groß wie eine Murmel – , dafür qualitativ aber den absoluten Zauber-Boost-Drink, das Kolostrum. Sein komplettes Körpersystem wird also gepimpt und gleichzeitig findet eine weitere intensive Prägung zwischen euch statt. Denn dein Baby schmeckt deine Milch und riecht deine Haut ganz intensiv. Pheromonaustausch pur. Gleichzeitig weiß dein Körper, dein Baby ist da, es trinkt, alles ist gut. Jetzt schüttet er wiederum noch mehr Hormone aus, die dich zur Mama machen – dich als „Muttertier“ setten. Gleichzeitig weiß er – jetzt ist es an der Zeit die Plazenta abzugeben.

Und schwups ist die sensible Phase der ersten 30 Minuten schon rum. Jetzt kann es sein, dass eure Plazenta schon geboren wird. Wenn sie da ist, schau sie dir genau an – lass sie dir von deiner Hebamme zeigen. Denn so eine Plazenta ist echt richtig schön – und war das Zuhause deines Babys für die letzten 41 Wochen. Falls du starke Nachwehen haben solltest, könntest du jetzt ein Stück deiner Plazenta essen – dann weiß dein Körper, sie ist da und hört auf die Gebärmutter weiter zu stimulieren. Was du mit der Plazenta machst und wann du dein Baby abnabelst oder nicht, hast du ja schon entschieden, dementsprechend kann jetzt mit der Plazenta verfahren werden.

nach Geburt

Und zackbums ist die erste Stunde rum und dein Baby wird jetzt schon richtig erledigt sein von der ganzen Action und erstmal eine ganze Zeit schlafen – wahrscheinlich so zwischen 4 und 8 Stunden. Das hat die Natur toll geregelt – so könnt ihr beide Arm in Arm erstmal ausruhen.

Du fragst dich jetzt vielleicht zu welchem Zeitpunkt du und dein Baby duschen. 
Dein Baby sollte am besten erstmal gar nicht gewaschen werden. Es darf einfach so bleiben wie es ist – denn seiner Haut tut die restliche Käseschmiere richtig gut. Sie sollte also einziehen dürfen. Es reicht vollkommen aus, wenn du deinem Baby der Einfachheit halber erstmal eine weiche Stoffwindel an den Po schnallst und ihr Haut an Haut die erste Nacht durchkuschelt.
Du selbst kannst natürlich, musst aber nicht, duschen. Am besten ist es, wenn du jetzt erstmal kein Duschbad verwendest, sondern dich nur mit Wasser abspülst. Das liegt ganz einfach daran, dass es nur von Vorteil ist, wenn du und dein Baby euch erstmal gegenseitig riechen könnt, riechen (kennen-)lernt und so noch intensiver bindet- ihr riecht beide noch nach Geburt und neuem Leben. Würdest du Duschbad verwenden, kann dein Baby deinen Körpergeruch nicht mehr wahrnehmen. Zudem sind die ganzen Duftstoffe auch schnell zu viel und überfordern die feine Babynase – die meisten Babys reagieren eh mit Weinen auf zu starke Düfte.

Und zuletzt noch die Frage, wann dein Baby am besten gemessen und gewogen wird. Im Krankenhaus passiert das innerhalb dieser ersten 60 Minuten. Bei einer Hausgeburt ist das recht flexibel und du kannst mit deiner Hebamme absprechen, wann du bereit bist, dein Baby messen zu lassen. Empfehlenswert finde ich die Zeit zu nutzen, in der du Duschen gehst. Dein Partner kann beim Baby bleiben und du gehst dich kurz abduschen. Auch im Krankenhaus würde ich versuchen mit den Hebammen einen solchen Deal auszuhandeln. 
Bei einer Hausgeburt ist deine Hebamme vielleicht sogar so offen, dass sie mit dem Vermessen bis zum nächsten Tag wartet, wenn sie zur ersten Nachsorge kommt.

Bei Finns Geburt haben wir die Duschvariante gewählt und bei Aris Alleingeburt hat die Hebamme am nächsten Tag gemessen.

Die besondere Art der Hausgeburt – die Alleingeburt

Eine Alleingeburt ist eine ganz wundervolle Art, wie du und dein Baby eure Geburt feiern könnt. Denn ihr habt nicht nur euren geborgenen Rahmen zu Hause oder an einem anderen Wohlfühlort, sondern ihr dürft euch voll und ganz auf euch allein einlassen – ohne Störung von außen.

Hier im Video berichte ich dir von meinem ganz persönlichen Weg zur Alleingeburt – du wirst sicher einige Anregungen für dich rausnehmen können. Und du siehst ab Minute 17 die Alleingeburt von Ari & mir:-)

Geburtsanzeige bei Alleingeburt

Offiziell gibt es von deiner Hebamme oder im Krankenhaus einen Zettel, der ausgefüllt wird und mit dem du die Geburtsanzeige im Standesamt aufgibst. Bekommst du dein Baby in einer „Einrichtung“ so das Personenstandsgesetz (PStG), ist diese für die Geburtsanzeige verantwortlich. Die Anzeige erfolgt in schriftlicher Form.

Kommt dein Baby zu Hause zur Welt, bist du als Mutter & der Vater für die Anzeige verantwortlich. Die Anzeige erfolgt in mündlicher Form. Du musst bestimmte Dokumente mitbringen: deinen Ausweis, eure Geburtsurkunden, Eheurkunde oder Sorgerechtserklärung falls ihr nicht verheiratet seid UND die Bescheinigung, die über die Geburt von einem Arzt/einer Hebamme falls diese zugegen waren. Waren die nicht dabei, dann gibt es auch keine Bescheinigung abzugeben.

Das sieht gesetzlich stark nach „Grauzone“ aus – deswegen habe ich mit dem Standesbeamten bei mir vor Ort gesprochen. Er erklärte mir, dass er es zwar noch nie erlebt hat, dass jemand ohne Bescheinigung kam, es aber absolut nichts ausmacht – denn das einzige, was wichtig ist, sind die Daten zum Kind, also Name, Geburtstag, Ort, Uhrzeit, Gewicht & Größe – denn das wird alles eingetragen.
Er meinte zudem, dass ich mir ja eine solche Bescheinigung von einer Hebamme organisieren und selbst ausfüllen könne, damit alle Angaben vorhanden sind.

Die Geburtsanzeige dürfte also auch bei einer Alleingeburt absolut kein Problem sein. Und wenn du auf Nummer sicher gehen willst, könntest du ja auch einfach schon vor der Geburt mal im Standesamt anrufen und nachfragen welche Vorgehensweise bevorzugt wird:-).

 

Fazit und „einen guten Rutsch“ für dein Baby

Jetzt hast du einiges an Input bekommen und ich wünsche dir und deinem Undercover-Baby eine wunderbare Geburt, die ihr gemeinsam genießt.

Die drei wichtigsten Aspekte zur selbstbestimmten Geburt habe ich hier im Video nochmal für dich zusammengefasst.

 

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Treffen

Das nächste Freilern-Treffen ist am Sonntag 7. Januar um 14.00 Uhr bei uns am Kempterhof bei Wangen im Allgäu.

Das nächste offene Artabana-Treffen zur Absicherung bei Krankheit ist am Dienstag 27. Februar ab 18.30 Uhr bei uns am Hof.

Bitte jeweils bei uns anmelden - 01723981788

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