Gesundheit

Was für ein Glück Du mit Deinem Placebo hast – Selbstheilung leicht gemacht

0 Comments 08 September 2015

Der Placebo-Effekt und die körpereigenen Selbstheilungskräfte sind ein Phänomen, über das in unserer Gesellschaft und in den Medien gerne geschmunzelt wird. Oftmals wird eine alternative Heilmethode als „Das ist doch nur Placebo.“ abgetan. Ähnlich die Selbstheilungskräfte – die seien nur etwas für Esoterik-Freaks. Wie kommen wir zu diesen Annahmen und Aussagen? Was wissen wir über den Placebo-Effekt? Weshalb sprechen wir über diesen nur in negativer Form? Was steckt dahinter? Inwiefern gibt es Placebo-Effekte in der Schulmedizin?

Und vor allem, wie können wir ihn täglich für uns nutzen?

Im folgenden werde ich den Placebo-Effekt erklären, einschlägige wissenschaftliche Studien zum Thema vorstellen und dir in einem kurzen Video Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten für deinen Alltag bieten. Zudem habe ich lustige Beispiele parat, die dich sicherlich zum Staunen bringen und das Wörtchen „Krass!“ oder „Unglaublich!“ entlocken werden.

Was genau heißt eigentlich Placebo-Effekt?

Das Wort Placebo kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie „ich werde gefallen“. Wir unterscheiden zwischen dem Placebo und dem Placebo-Effekt:

Der Placebo selbst ist ein Scheinmedikament, also ein Medikament ohne enthaltene Wirkstoffe.

Der Placebo-Effekt beschreibt eine Heilung oder Verbesserung einer Krankheit, obwohl keine tatsächliche Behandlung von außen – sprich Operation oder Medikamentengabe – stattgefunden hat.

In medizinischen Lexika finden wir folgende Bedeutung: „Substanz ohne therapeutische Wirkung“.

Das bedeutet, allein dadurch, dass der Patient denkt, er sei behandelt worden, wird er tatsächlich gesund bzw. sein Zustand verbessert sich.

Seit wann wird der Placebo-Effekt erforscht?

Den Placebo-Effekt gibt es aller Wahrscheinlichkeit nach schon seit jeher. Aufmerksam auf ihn ist man aber erst im Zweiten Weltkrieg geworden. Damals ging dem Arzt Henry K. Beacher das Morphium zur Versorgung der verwundeten Soldaten aus. Bevor er gar nichts tat, beschloss er den Soldaten einfach Kochsalzlösung anstelle des Morphiums zu injizieren. Und siehe da, das half ebenfalls. Über ein Drittel der mit Kochsalzlösung behandelten Soldaten sprang auf diese genauso an wie auf Morphium. Einige Jahre später veröffentlichte Beacher seine Beobachtungen – der Beginn der Placebo Forschung.

Wie funktioniert der Placebo-Effekt jetzt aber?

Der Placebo-Effekt ist auch heute noch nicht ganz genau erforscht. Die heutigen Erkenntnisse zeigen, was im Körper bei diesem Effekt alles ausgelöst wird. Auf die Frage „Wie oder weshalb wird der Placebo-Effekt ausgelöst?“ gibt es auch heute noch keine großen Antworten. Wir wissen, dass der Placebo-Effekt eine Art Wechselwirkung ist, und zwar zwischen Körper und Geist. Es wird durch ihn sozusagen ein Brücke zwischen unserer Psyche und unseren Organen geschlagen. Daher ist es auch nicht groß verwunderlich, dass nicht nur Mediziner, sondern auch Psychologen und Philosophen auf dem Gebiet des Placebos interessiert forschen. Die Einzigen, die nicht so sonderlich erpicht sind, Ergebnisse zu bekommen, die zeigen, wie effektiv der Placebo-Effekt arbeitet, ist die Pharmaindustrie.

Der Placebo ist die Brücke zwischen Körper und Geist

Der Placebo-Effekt oder die Selbstheilungskräfte unseres Körpers – ist das nun dasselbe? Ja, das ist es. Obwohl heute immer noch viele Menschen die Augen verdrehen, wenn jemand von Selbstheilungskräften spricht, so sind diese wirklich absolut dasselbe wie der Placebo-Effekt. Es sind nur zwei unterschiedliche Namen gefunden worden, der eine etwas „wissenschaftlicher“, der andere etwas „alternativer“. Nun ist es natürlich so, dass einige alternative Heilmethoden als Placebo abgetan werden. Fakt ist jedoch, dass egal bei welcher Art der Medizin dieser Effekt eine große Rolle spielt. Das bedeutet, egal ob ich zur Akupunktur gehe oder eine Chemotherapie mache, der Placebo-Effekt wird immer eine Komponente im Heilungserfolg darstellen.

Placebo-Effekt entspricht Selbstheilungskräften

Heute wissen die Erforscher des Placebo-Effekts noch nicht genau wie oder warum dieser ausgelöst wird. Des weiteren ist auch größtenteils unbekannt durch welche Werte er beeinflusst wird. Denn manchmal, so die zeigen die Studien, kommt er stärker zu tragen als ein anderes Mal. Heute kennen wir schon, so die Annahme, zwei der wichtigsten Werte, die den Placebo beeinflussen. Die Forscher arbeiten aber weiterhin fleißig daran mehr Details herauszufinden. Am besten wir schauen uns zunächst mal diese zwei Faktoren an, die laut Forschung einen sehr hohen Einfluss auf den Placebo-Effekt haben: die Erwartungshaltung und die Lernerfahrung.

Wir erinnern uns, der Placebo-Effekt schlägt die Brücke zwischen Körper und Geist. Das bedeutet abstrakt nun folgendes: Gehen wir davon aus, dass etwas funktioniert, weil wir davon überzeugt sind oder weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass es funktioniert, so wird es auch funktionieren.

Genauer auf die Gesundheit bezogen, lautet der Zusammenhang so: Wir sind überzeugt, dass es uns wieder besser geht, wenn wir Medikament x einnehmen, weil wir das von unserem Arzt wärmstens empfohlen bekommen haben oder weil wir schon früher die Erfahrung gemacht haben, dass dieses Medikament hilft, dann entfaltet das Medikament auch seine optimale Wirkung. Vereinfacht gilt also: Wenn wir daran glauben, dann wirkt es auch.

Ganz so einfach ist es in der Realität aber dann doch nicht. Komplizierter wird diese Folgebeziehung zunächst schon mal dadurch, dass es auch darauf ankommt, wie stark wir überzeugt sind. Glauben wir es kann gut sein, dass es hilft, oder sind wir felsenfest davon überzeugt? Was genau erwarten wir? Eine Verbesserung, bis zu welchem Grad, oder sogar die vollständige Genesung? Welche Erfahrungen haben wir bisher damit gemacht? Erwartungshaltung und Lernerfahrung sind also bestimmend.

In Ordnung. Aber dann ist der Placebo-Effekt doch ein rein psychologisches Phänomen, oder etwa nicht? Das ist immer noch, was die allermeisten denken. Die Ergebnisse unzähliger Studien zeigen aber anderes:

Der Placebo-Effekt ist kein rein psychologisches Phänomen. Bei der Einnahme eines Schein-Medikaments werden im Gehirn dieselben Areale aktiviert, wie bei der Einnahme des tatsächlichen Medikaments. Das bedeutet, das Gehirn und der Körper reagieren identisch bei Echt-Medikament und Schein-Medikament. Dieselben Vorgänge werden angeregt, dieselben biochemischen Prozesse laufen an, dieselben Hormone, Opioide und Endorphine werden produziert, das Immunsystem wird stimuliert.

Hierzu möchte ich einige sehr spannende Ergebnisse eines der führenden Placebo Forscher Dr. Irving Kirsch vorstellen. Er führte unterschiedliche Metastudien zum Thema Placebo-Effekt bei Depressionserkrankung durch. Hierbei kam er zunächst zu dem Ergebnis, dass 25 Prozent der Erkrankten so oder so eine Besserung erfahren hätten. Weitere 50 Prozent wurden durch den reinen Einsatz von Placebo Antidepressiva gesund. Das bedeutet, dass nur 25 Prozent übrig bleiben, die zusätzlich zum Placebo Medikament noch ein „echtes“ Medikament einnehmen mussten, um kurzfristige Besserung zu erfahren. Also nur ein Viertel der Betroffenen bräuchte wirklich schulmedizinische Unterstützung für eine Verbesserung ihres Zustands.

Irving Kirsch Placebo Study

Ziehen wir nun aber noch eine weitere von Kirschs Studien in Betracht, so wird dieses Viertel noch einmal stark reduziert. Denn Kirsch stellte folgende Studie auf: Er unterteilte seine Versuchsteilnehmer in drei Gruppen. Gruppe A bekam einfach Antidepressiva, Gruppe B bekam Sport-Hausaufgaben und Gruppe C bekam beides. Interessanterweise haben 66 Prozent von Gruppe A, 60 Prozent von Gruppe B und 69 Prozent von Gruppe C von einer Linderung ihrer Depression berichtet. Im Rückschluss bedeutet das, dass von den 25 Prozent, die ein Medikament bräuchten wiederum knapp zwei Drittel mit Sport ihre Krankheit überwinden könnten.

Kirsch_exercise

Getoppt wird dieses Ergebnis noch durch eine weitere Studie, in der Kirsch die Rückfallrate untersuchte. Hierbei fand er heraus, dass 38 Prozent von Gruppe A,      8 Prozent von Gruppe B und 31 Prozent von Gruppe C wieder depressiv wurden. Seine Ergebnisse zeigen uns, dass nahezu 90 Prozent der Menschen, die Antidepressiva verschrieben bekommen, diese gar nicht wirklich bräuchten. Denken wir dann auch noch an die Rückfallrate von offiziell 124-288 Prozent, sowie die ganzen  Nebenwirkungen, so bleibt die Frage, warum Antidepressiva überhaupt verkauft werden dürfen. Sogar Tom Laughren, Mitglied der amerikanischen Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde FDA, sagt: „Ich glaube wir sind uns alle einig, dass die Differenz zwischen Verbesserung durch Medikamente und Verbesserung durch Placebos eher gering ist.“

Faszinierend ist des weiteren, dass diese Aussage nicht nur für die Einnahme von Medikamenten gilt, sondern ebenfalls für operative Eingriffe. Auch hier gibt es schon einige Versuchsreihen: in Texas führte Dr. Bruce Moseley einen Versuch mit Patienten durch, die Knieprobleme (Arthrose) hatten. Kontrollgruppe A wurde ganz normal nach den heutigen Standards operativ behandelt, Kontrollgruppe B wurde einer Schein-OP unterzogen, das heißt, die Ärzte setzten einen Schnitt und nähten ihn daraufhin wieder zu, damit es für den Patienten so schien, als hätte er die OP gehabt. 90 Prozent der Versuchsteilnehmer berichteten von Schmerzrückgang, wobei die Schein-Operierten insgesamt weniger Schmerz oder Komplikationen nach der OP hatten.

In Deutschland startete man einen ganz ähnlichen Versuch. Diesmal aber mit Patienten, die Verwachsungen im Beckenraum hatten. Bei Kontrollgruppe A wurden die Verwachsungen entfernt, bei Kontrollgruppe B wiederum nur der Schnitt gesetzt. Auch hier berichten über zwei Drittel der Versuchsteilnehmer, dass sie keinen Schmerz mehr verspürten.

Durch und durch spanende Erkenntnisse, die uns zeigen, dass unser Körper sich selbst heilen kann. Er besitzt die Fähigkeit dazu, doch den Anstoß müssen die Gedanken oder die Erwartung machen.

Selbstverständlich gibt es Krankheiten, die mehr und Krankheiten, die weniger auf Placebos anspringen. Zu Erkrankungen, die stark auf Placebos reagieren gehören zum Beispiel Depressionen, Migräne, Asthma, Arthrose, Gelenkschmerzen, Multiple Sklerose oder Bluthochdruck. Dennoch ist es so, dass jede Krankheit bis zu einem gewissen Grad durch den Placebo-Effekt bestimmt wird. Und da dieser zu einem großen Teil durch unsere Erwartungshaltung bestimmt wird, ist es interessant zu wissen durch welche Faktoren unsere Erwartung wiederum beeinflusst wird.

Welche Faktoren beeinflussen unsere Erwartungshaltung?

Der Placebo-Effekt ist sehr variabel. Er ist abhängig von einerseits der Krankheit, denn jede Krankheit springt unterschiedlich stark auf Placebos an. Zum anderen aber auch durch viele weitere Aspekte wie die betroffene Person, deren kultureller Hintergrund, ihr Alter, ihr Geschlecht, ihr soziales Milieu, ihre finanzielle Situation, ihre Beziehung zum Arzt oder auch einfach die Farbe und Größe der verabreichten Medikamente.

Faktoren, die Einfluss auf den Placebo-Effekt haben

Zum einen nehmen unsere Wertvorstellungen Einfluss auf den Heilungserfolg: Heutzutage ist es so, dass die meisten Menschen glauben: „teuer = qualitativ hochwertig“ oder „viel hilft viel“. Nimmt ein solcher Mensch also ein Medikament, das teurer ist als ein anderes, so bestätigt sich, dass die Wirkung des teureren Medikaments bei ihm höher ist. Dasselbe gilt wie gesagt auch für die empfohlene Einnahmemenge und sogar für die Farbe und Form des Medikaments. So sprechen viele Menschen mehr auf farbige Pillen an, als auf weiße, oder mehr auf Kapseln als auf Tabletten. Es gibt sogar bestimmte Farben für bestimmte Medikamente, zum Beispiel wird rot und orange bei Pillen verwendet, die vitalisierend wirken sollen, blau für sedative und beruhigende Medizin und braun für Abführmittel.

Medikamente, Placebo

Egal ob das Medikament ein schulmedizinisches, ein alternatives oder ein Zuckerkügelchen war, um die 50 Prozent der Wirkung und auch Nebenwirkung gehen allein auf den Placebo-Effekt zurück.Das ist schon sehr überraschend, nicht wahr?

Zum anderen ist der Behandlungskontext häufig sogar noch wichtiger als das Placebo-Medikament. Die Heilung basiert größtenteils auf der Interaktion zwischen Arzt und Patient – also letztlich aufgrund einer zwischenmenschlichen Beziehung. Hierbei spielen drei Aspekte eine wichtige Rolle:

Punkt 1 – die Aussagen des Arztes Die Aussagen eines Arztes oder Heilers beeinflussen den Gesundheitszustand und die Besserungsrate. Wird uns erzählt, dass ein Medikament besonders gut sei, sehr hohe Heilungschancen verspreche oder Familienangehörige des Arztes/Heilers sehr von dem Medikament profitiert hätten und schnell gesund geworden seien, so wirkt das Medikament viel effizienter und erfolgreicher, wie wenn uns glauben gemacht wird, dass es nur bei 80% der Menschen gut anschlagen oder die Heilungschancen für diese spezielle Krankheit nicht so hoch liegen würden.

Punkt 2 – das Verhalten des Arztes Dies ist in unterschiedlichsten Versuchen nachgewiesen worden. Einer der führenden Forscher auf diesem Gebiet ist Dr. Fabrizio Benedetti. Er hat sich unter anderem intensiv mit dem Arzt oder Heiler selbst als Placebo beschäftigt und dessen Rolle auf den Heilungserfolg in Dutzenden Studien erforscht. Hierbei kam er zu dem Ergebnis, dass je intensiver der Arzt/Heiler sich um den Patienten kümmert, je mehr er ihm das Gefühl gibt gut aufgehoben zu sein, je mehr Interesse und Fürsorge er zeigt, je imposanter er auftritt, je mehr Fachwissen und Sicherheit er ausstrahlt, desto höher die Heilungschancen für den Patienten.

Punkt 3 – äußerliches Erscheinungsbild des Arztes Selbst hier gilt noch immer der alte Spruch: „Kleider machen Leute“. Denn oft wirken Kleinigkeiten wie das Stethoskop, der reine weiße Kittel oder die Stimme des Arztes sehr intensiv auf den Heilungserfolg. Dies ist etwas einfacher nachvollziehbar, wenn wir uns überlegen, uns tritt ein Arzt in schäbigem, fleckigem Kittel gegenüber, hat eine raue Stimme, wie nach einer durchzechten Nacht und hat keine Instrumente dabei, mit denen er uns untersuchen könnte. Nicht sehr vertrauenserweckend, oder? Und wenn wir kein Vertrauen in den Arzt setzen, dass er die Fähigkeit hat uns zu heilen, dann wird er dies auch nicht unbedingt schaffen.

Was passiert tatsächlich im Körper, wenn der Placebo-Effekt einsetzt?

Nein, der Placebo-Effekt ist wirklich kein rein psychologisches Phänomen. Ja, er setzt biochemische Prozesse in Gang, im Körper laufen teilweise ähnliche, teilweise haargenau gleiche Vorgänge ab, wie bei Echt-Behandlung. Da Körper und Geist unwiderruflich, auch wenn die Schulmedizin diese Ansicht nicht teilt, miteinander verbunden sind, können Gedanken und Gemütszustände biochemische Abläufe stimulieren. Forscher haben noch nicht im Detail herausgefunden, wie dieses System funktioniert, sind sich aber einig, dass Gedanken über Hormone und Nervenbahnen unsere Organe erreichen.

Daher können wir, wenn wir Schmerz verspüren ein Placebo-Medikament einnehmen. Denn es kommt darauf an, was wir denken und erwarten. Nehmen wir also zum Beispiel ein Placebo-Kopfschmerzmittel ein, gehen wir davon aus, dass der Schmerz weniger wird oder verschwindet. Also beginnt der Körper eigene Opioide zu produzieren und auszuschütten, um den Schmerz zu lindern. Das funktioniert so: Opioide sitzen an unterschiedlichen Stellen im Gehirn und auch im Rückenmark. Kommt ein Schmerzreiz über das Nervensystem im Rückenmark an, so wird er vom Opioid blockiert, damit er nicht an das Gehirn weitergeleitet und so für uns wahrnehmbar wird. Unser Körper ist sozusagen in der Lage seine eigenen Drogen zu produzieren, damit es uns gut geht.

Der Placebo nur umgekehrt – Nocebo

Placebo und Nocebo gehören zusammen. So wie schwarz und weiß oder Tag und Nacht. Der Placebo bringt uns Besserung und kann uns heilen, der Nocebo hingegen verschlimmert Symptome und macht uns krank. Auf Deutsch übersetzt bedeutet Nocebo soviel wie „ich werde schaden“. Der Nocebo-Effekt wirkt tatsächlich einfach spiegelverkehrt zum Placebo-Effekt.

Hegen wir negative Gedanken, Gemütszustände, Gefühle oder Erwartungen, so geht es uns schlecht – und das bald im wahrsten Sinne des Wortes, denn diese negative Haltung löst eine reale Reaktion hin zur Krankheit aus.

Einige kleine Beispiele, die jeder kennt: sitzen wir am Tisch mit jemandem, der Läuse hat, so fängt es uns sofort an zu jucken. Oder beginnt jemand zu gähnen, so werden wir auch müde. Hören wir Wasser plätschern, so haben wir vermehrt den Drang zur Toilette zu gehen. Wirklich ganz alltägliche Beispiele, die wir alle zur genüge kennen, nicht wahr?! Aber geht das auch mit wirklichen Krankheiten? Oh ja! Hier drei wirklichkeitsgetreue, witzige Beispiele, die uns staunen lassen!

1. Vor der Nordküste Australiens liegt eine Inselgruppe, auf der noch Ureinwohner nach alt hergebrachten Traditionen leben. In ihrem Glaube ist die Grenze zwischen Wasser und Land etwas ganz besonderes, sie darf nicht einfach so übertreten werden. Begibt man sich doch ins Wasser, so ist es unabdingbar sicherzugehen, dass keine Speisereste mehr am Körper kleben. Kommt es aber doch dazu, dass ein kleiner Rest übersehen worden ist, so der Glaube, fährt der Geit des Totem-Tieres, das die Grenze zwischen Wasser und Land bewacht, in den Körper der Person. Übelkeit und heftige Bauchschmerzen setzen daraufhin sehr real bei dem jeweiligen Stammesmitglied ein. Es kann sogar zum Tod kommen. Die einzige Möglichkeit den Geist des Tieres wieder zurück ins Wasser zu befördern, liegt darin, stundenlang gemeinsam zu singen und zu tanzen und dem Geist ein Seil anzubieten, damit er über dieses wieder zurück ins Wasser gelangen kann. Nur auf diesem Weg erfolgt Genesung.

2. In den Anden gibt es auch noch traditionell lebende Völker, die Indios. Ihrem Glauben nach fährt die Seele eines Menschen aus seinem Körper in die Erde ein, wenn sich dieser sehr stark erschreckt. Ein seelenloser Körper ist dann von Fieber und starken Schmerzen gequält. Einzige Heilungsmöglichkeit besteht in einem ganz bestimmtem, schamanischem Ritual, das bewirkt, dass die Seele von der Erde befreit wird und in den Körper zurückgegangen kann.

3. Auch in China gibt es im Zusammenhang mit der Traditionellen Chinesischen Medizin eine solche kulturelle Krankheit. Laut TCM gehört unter anderem das Sperma zu den Lebensflüssigkeiten, ohne die ein Mensch nicht gesund sein kann. Nun gibt es eine traditionellen Glauben, der besagt, dass es ein schlechte Omen sei, wenn ein Mann einer Schildkröte begegne. Schlechtes Omen daher, da nach der Begegnung der Penis des Mannes immer kleiner werden und sich irgendwann vollständig in den Körper zurückziehen soll. Reale Symptome von Männern, die einer Schildkröte begegnet sind, sind Panik, Schwindel und Herzrasen, das bis hin zum Tod führen kann. Nur bestimmte, ausgewählte Rituale können die Geister, die den Penis verschwinden lassen, austreiben und somit die realen Körperreaktionen heilen.

Diesen drei kleinen Geschichten sind zwei Dinge gemein. Erstens, werden die Menschen nur deshalb krank, da sie der festen Überzeugung sind, dass sie bei Ereignis xy krank werden. Und zweitens, bei jeder Version werden die Menschen durch ein Ritual, an das sie fest glauben wieder gesund.

Das Ganze können wir eins zu eins nach diesem Modell auf unsere Gesellschaft ummünzen: Wir verabreden uns mit einem Freund zum Essen. Als er zur Tür reinkommt, muss er schon niesen. „Sorry, ich habe mich gestern voll erkältet.“ Wir sitzen den ganzen Abend gemütlich zusammen beim Essen, unterhalten uns. Am nächsten Morgen fühlt sich der Kopf schon komisch an und bis spätestens mittags läuft die Nase – wir haben uns angesteckt. Um sicher zu gehen, dass es keine schlimme Grippe wird, gleich mal schnell beim Arzt einen Termin machen und schauen, was der dazu meint. Er verschreibt ein paar Erkältungsmedikamente, wir hauen uns früh ins Bett und zwei Tage späte sieht die Welt schon fast wieder gut aus.

Wenn die Aborigines oder Indios diese Version lesen, finden sie sie vielleicht genauso komisch, wie wir ihre. Anstecken ist für sie vielleicht genauso ein seltsames Konzept wie für uns das Totem-Tier. Wie dem auch sei, wir glauben an Ansteckung -auch wenn diese laut Hans U.P. Tolkien nie wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte- und deshalb werden wir krank.

Und das Ritual zum wieder gesund werden, gibt es bei uns auch. Wir singen und tanzen zwar nicht gemeinsam und veranstalten auch keine schamanischen Rituale, aber wir machen folgendes: wir rufen beim Arzt an und machen einen Termin, glauben an die Kompetenz des weißen Kittels und nehmen ein paar Medikamente ein, von deren Heilwirkung wir überzeugt sind. Und voilà, so funktioniert unser Ritual und wir werden wieder gesund.

Es gibt in unserer westlichen Gesellschaft auch noch weitere Begebenheiten, die uns Unwohlsein verschaffen. Beispielsweise haben wir einige Wörter, Bilder und Gegenstände, die negativ belegt sind. Wir verbinden Krankheit und Unwohlsein damit oder sie machen uns einfach etwas Angst. Dazu gehört zum Beispiel Blut, Nadel, stechen, Abstrich, etc. Sind wir uns nicht sicher, ob wir vielleicht eine Krankheit haben und hören diese Wörter, oder noch schlimmer, lateinische Fachausdrücke, die wir nicht verstehen und prompt sind wir auf dem besten Weg tatsächlich zu erkranken.

Dasselbe wurde nachgewiesen für Allergien. Es scheint egal zu sein, ob wir die Erdnuss wirklich essen, denken sie gegessen zu haben oder nur ein Bild von ihr sehen, es werden dieselben, wenn auch unterschiedlich stark ausgeprägten, Symptome auftreten.

In dieser Richtung gibt es ebenfalls unterschiedliche Versuchsreihen auf Schmerzempfinden. Die Versuchsteilnehmer bekommen einen schmerzhaften Reiz auf die Hand. Der Reiz ist unterschiedlich stark von sehr leicht, kaum zu merken bis hin zu sehr stark, ziemlich schmerzhaft. Die Teilnehmer sollen auf einer Skala von 1 bis 10 benennen, wie stark der Schmerz ist, den sie verspüren.

Skala   Wird den Teilnehmern angekündigt, dass der nächste Reiz schwächer sein wird, so wird dieser Reiz mit einer niedrigen Ziffer auf der Skala als wenig schmerzhaft bestätigt. Wird den Teilnehmern ein starker Reiz angekündigt, so ist auch ihr Schmerzempfinden höher. Logisch.

Interessant ist nun folgendes: Wird den Teilnehmern ein starker Schmerz angekündigt, aber nur ein sehr schwacher Reiz gesetzt, so kommt ihnen aus der Erwartung heraus die Reiz schmerzhaft vor und wird dementsprechend mit einer hohen Zahl auf der Skala genannt. Andersherum dasselbe Spiel. Wird den Teilnehmern ein schwacher Reiz angekündigt, aber ein starker gesetzt, so bleibt ihr Schmerzempfinden niedrig und wird mit einer niedrigen Ziffer auf der Skala genannt. Wir können daher wieder ableiten, dass wir entsprechend unseren Erwartungen spüren und reagieren.

Erwarten wir Schmerz oder Krankheit, so fühlen und bekommen wir sie auch. Und das gilt sogar für Placebo-Medikamente. Auch hier haben Forscher inzwischen herausgefunden, dass jede vierte Person, die ein Schein-Medikament eingenommen hat, nicht nur die versprochene Heilung erlebt, sondern eben auch Nebenwirkungen entwickelt.

Wird uns also erzählt, dass ein Großteil der Leute, die dieses Medikament einnehmen, nach zwei Tagen Ausschlag bekommen, so ist es sehr wahrscheinlich, dass auch bei uns ein Ausschlag ausbricht, während dem nicht so wäre, wenn wir nichts von dem Ausschlag wüssten. Sagt uns die Schwester beim Blutabnehmen, dass es nicht schlimm sei, wenn wir an der Einstichstelle einen kleinen blauen Fleck bekommen, dann haben wir am nächsten Tag ziemlich sicher einen blauen Fleck.

Was bedeutet das nun für den Beipackzettel? Letztlich genau dasselbe. Sicherlich ist es wichtig, einen Beipackzettel mit in der Medikamentenpackung zu haben, für den Fall, dass sich ein anderes Symptom entwickelt, können wir so überprüfen, ob das mit der Medikamenteneinnahme zusammenhängt. Wenn wir den Beipackzettel aber schon vor Einnahme lesen, dann ist eben auch die Wahrscheinlichkeit Nebenwirkungen zu entwickeln um einiges höher, wie wenn wir gar nicht wissen, welche eventuellen Nebenwirkungen es geben könnte.

Ähnliches gilt auch für das Gespräch mit dem Arzt. Suggeriert er uns beispielsweise, dass Übelkeit begleitend auftreten könnte, und rät uns vorsichtshalber einen Eimer ans Bett zu stellen, dann werden wir uns übergeben müssen. Erklärt der Arzt uns aber, dass die Nebenwirkungen in den allermeisten Fällen nicht zutage treten, dann sinkt die Rate an auftretenden Nebenwirkungen ab.Im Schnitt ist es so, dass ein persönliches Gespräch mit dem Arzt im Gegensatz zum Beipackzettel das Auftreten von Nebenwirkungen um 30 Prozent sinken lässt.

Der Nocebo-Effekt unterscheidet sich nur unwesentlich vom Placebo-Effekt. Es laufen ähnliche biochemische Prozesse ausgelöst durch Erwartungen und Gedanken ab. Selbstverständlich sind die Stoffe, die ausgeschüttet werden, andere. Beim Placebo-Effekt werden Opioide, also schmerzlindernde Stoffe, ausgeschüttet und Genesung bewirkt, beim Nocebo-Effekt werden Adrenalin und Kortison ausgeschüttet, also Stoffe, die bei Angst und Panik auftreten, und eine Verschlechterung des Gesundheitszustands bewirken.

Und was ist Konditionierung? Wie hängt sie mit dem Placebo-Effekt zusammen?

Konditionierung wurde durch Zufall entdeckt. Iwan Pawlow  hatte einen Versuch mit Hunden gemacht, bei dem er etwas über den Speichelfluss der Hunde herausfinden wollte.  Jedes Mal, wenn er den Hunden Futter gab, läutete er auch eine Glocke.  Schon wenig später viel Pawlow auf, dass den Hunden  allein durch den Klang der Glocke der Speichel zu laufen begann. Das bedeutet, der Körper der Hunde hatte gelernt, dass es beim Klang der Glocke Futter gibt und fing deshalb an, Speichel zu produzieren.

Dasselbe Prinzip kann nun auch auf den menschlichen Körper angewendet werden. Hierzu führte Professor Manfred Schedlowski von der Uniklinik Essen eine interessante Versuchsreihe durch. Die Versuchsteilnehmer waren Allergiker, die häufig Antihistamin einnahmen. Schedlowski rührte ein sehr speziell aussehendes und schmeckendes Getränk an: grasgrüne Lavendel-Erdbeer-Milch. Jedes Mal, wenn die Teilnehmer ihr Antihistamin einnahmen, sollten sie auch ein Glas diesen Getränks trinken. Insgesamt fünf Tage lang. Nach diesen fünf Tagen, bekamen die Teilnehmer weiterhin die grüne Lavendel-Erdbeer-Milch, aber kein Antihistamin mehr, sondern ein Placebo-Medikament. Und siehe da, die Versuchsteilnehmer zeigten weiterhin keine allergischen Reaktionen.

Konditionierung, Placebo

Ihr Körper hatte also gelernt, wenn es grüne Lavendel-Erdbeer-Milch gibt, dann bekomme ich Hilfe. Es ist allerdings so, dass dieser Wirkungseffekt auch wieder nachlässt. Die einmalige Konditionierung funktioniert nicht ein Leben lang. Laut Schedlowski liegt es wirklich nur an der ungewöhnlichen Farbe und dem unbekannten Geschmack, dass die Konditionierung funktioniert. Mit herkömmlicher Milch liefe der Versuch nicht. Wir brauchen etwas unbekanntes und ungewöhnliches, damit sich unser Gehirn darauf einlassen kann. Auch reine Placebo-Medikamente, ohne grüne Milch, würden lange nicht so gut anschlagen. Die allergische Reaktionen könne im günstigsten Fall nur leicht abgeschwächt werden.

Was gibt es noch interessantes zu wissen?

Da gibt es noch drei Dinge, die spannend sind:

1. Im Jahr 2008 gab es in den USA ein interne Umfrage unter Krankenhausärzten. Man wollte wissen, wie viele der Ärzte ihren Patienten Placebo-Mittel geben, ohne es ihnen zu sagen und damit große Heilungserfolge erzielen: Kaum zu glauben, aber tatsächlich geht es um sage und schreibe 45 Prozent!

2. Zur Pharmaindustrie gehört die Galenik, also die Lehre, wie Arzneimittel hergestellt werden. Auch hier ist man natürlich nicht blind und weiß um den Placebo-Effekt sehr wohl Bescheid, auch wenn dies offiziell nicht zugestanden wird. Das ist ja auch verständlich, denn wenn man den Placebo-Effekt eingesteht, dann gibt es einfach weniger Umsatz. Und da nicht weniger sondern mehr Umsatz das Ziel ist, nutzt die Galenik die Erkenntnisse der Placebo-Forschung für sich und bringt nicht einfach irgendwelche kleinen, weißen Pillen auf den Markt, sondern macht sich viele Gedanken über die Vermarktung der Medikamente. Welche Farbe sollen sie haben, welche Größe verkauft sich am besten, welches Verpackungsdesign wirkt vertrauenserregend und welcher Preis überzeugt am meisten zum Kauf.

3. Damit ein Medikament auf den Markt gebracht werden darf, muss es eine gewisse Effizienzschwelle im Vergleich zum Placebo-Medikament überschreiten. Diese Schwelle ist für jede Art der Erkrankung anders definiert. Für einen Großteil gilt aber, für das Medikament muss lediglich eine höhere Wirkung von 10 bis 30 Prozent nachgewiesen werden.

 Das Fazit

Zusammenfassend gesehen, können wir festhalten, dass die Wissenschaft schon einen guten Schritt voran getan hat in Sachen Placebo-Forschung. Auch wenn die Selbstheilungskräfte unseres Körpers noch oft als Aberglaube abgetan werden, so finden sie als Placebo und Nocebo Anerkennung als reale Phänomene.

Die Medizin, Ärzte, Heiler könnten sich die bisherigen Erkenntnisse zunutze machen und ihre Patienten noch effektiver und erfolgreicher zu Gesundheit verhelfen. Sei es durch die unbewusste Aktivierung der Selbstheilungskräfte mithilfe von Placebo-Medikamenten oder die bewusste Aktivierung durch Stärkung des Vertrauens in den eigenen Körper und Geist.

Die negativ Assoziation „Das ist doch nur Placebo“ ist nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die wir heute haben, unverständlich. Da der Placebo-Effekt beziehungsweise unsere körpereigenen Selbstheilungskräfte, egal welche Art der Medizin eingesetzt wird, zum Tragen kommen, sollten wir dies auch voll Nutzen – das spart uns Zeit, Geld und Nerven. Und bringt uns mehr Gesundheit, Freude und Unabhängigkeit! Denn:

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt. Hippokrates

Selbstheilung leicht gemacht – Ideen zum Umsetzen

1.) einen Arzt, Heilpraktiker, Heiler, … nach Bauchgefühl auswählen – kann ich dieser Person wirklich gut vertrauen?!

2.) Aussagen in Augenschein nehmen – bewusst entscheiden wie es mir damit geht

3.) Nebenwirkungen vorbeugen, indem ich mich erst mit ihnen auseinander setze, wenn sie zu Tage treten

4.) das Gefühl für den eigenen Körper steigern

5.) ist mein Arzt, Heilpraktiker, Heiler, … bereit für Placebos?

6.) mein individuelles Gesund-Werd-Ritual schaffen

P.S.: Auch wenn ich meinem Arzt vertraue, ist es eine gute Idee eine zweite Meinung einzuholen. Hier kann es nicht nur manchmal zu verschiedenen Diagnosen kommen. Der große Vorteil ist, dass es meistens unterschiedliche Heilungsansätze gibt und ich mir den für mich passendsten aussuchen kann:-)

Wenn Du Lust hast dir jetzt noch mehr Details anzusehen, dann habe ich hier eine Reihe an Links zu Videos und Webseiten auf Englisch und Deutsch für Dich (Quellenangabe):

– Placebo Therapy as an Ethical Alternative von Dr. Irving Kirsch (PiPS(http://programinplacebostudies.org/tag/irving-kirsch/) Associate Director). Ein 30-minütiges Video auf Englisch, in dem Dr. Kirsch seine Forschungsergebnisse in genauen Zahlen & Statistiken erklärt: informativ, spannend & kurzweilig: http://app2.capitalreach.com/esp1204/servlet/tc?cn=ircimh&c=10192&s=20491&e=18400&&mediaType=podiumVideo

– Ein Artikel der Harvard Medical School (Englisch): http://hms.harvard.edu/news/expectations-influence-effects-medications-and-placebo-1-8-14

– Podcast mit Dr. Benedetti https://www.youtube.com/watch?v=gVZNpEm7FfM

– 5-minütiges Kurzvideo von 3sat zum Placebo & Nocebo http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=32873

– 5-teiliges Video von der Harvard Study Group „Placebo – Cracking the Code“ auf Englisch:

Teil 1:https://www.youtube.com/watch?v=z_CB-6u9sqk

Teil 2: https://www.youtube.com/watch?v=i4a3B_g24zo

Teil 3: https://www.youtube.com/watch?v=v7QjcxDIwdU

Teil 4: https://www.youtube.com/watch?v=smZwIPBibFg

Teil 5: https://www.youtube.com/watch?v=EUAiyi4umpc

– TED talk von Lissa Rankin Is there scientific proof we can heal ourselves? https://www.youtube.com/watch?v=LWQfe__fNbs

– Arte, Der Placebo-Effekt – neueste Erkenntnisse (50 min): https://www.youtube.com/watch?v=jhfM6MkkA6c

– WDR, Quarks & Co – Der Nocebo-Effekt (45 min): https://www.youtube.com/watch?v=XMHAwgPLiaU

– http://lexikon.stangl.eu/58/placebo/

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