Baby und Kind

Stillen ist die Grundlage, die du deinem Baby für seine körperliche & seelische Gesundheit auf Lebenszeit mit gibst

0 Comments 09 August 2016

Seit Finn älter als 6 Monate ist, bekommen wir regelmäßig komische Blicke zugeworfen, wenn ich ihn zum Stillen anlege. Witzigerweise werden die Blicke sogar etwas ungläubig, jetzt da er fast 2 Jahre ist.

Selbstverständlich habe auch ich mich zu Beginn der Stillzeit unter anderem gefragt: „Wie lange ist es optimal zu stillen?“

Und ja – die Intuition trügt nicht, sondern zeigt ganz genau, was wir als Mamas und unsere Kids wirklich brauchen.

„Schiefe Blicke hin oder her. Menschen, die heute noch nicht wissen wie elementar wichtig das Stillen ist, sind einfach noch nicht informiert.“

Die Muttermilch-Nährwertbombe und der regelmäßige Hautkontakt sorgen ja nicht nur für die perfekte Entwicklung des Kindes, sondern machen auch mein Mama-Leben um ein Vielfaches leichter.

Nachts nicht mehr aufstehen müssen, wesentlich weniger Krankheiten dank gesunder Darmflora und weniger Weinen durch Hautkontakt beim Anlegen sind nur ein paar der insgesamt 25 Still-Vorteile.

Klar, Stillen ist nicht nur einfach… Wunde Brustwarzen und Startschwierigkeiten machen einigen Mamas zu schaffen. Aber auch dafür gibt es gute Tricks!

Weshalb Stillen für dich und dein Kind so elementar wichtig ist

 

Alles rund ums Stillen vom richtigen Anlegen, über Stillprobleme, wie wunde Brustwarzen bis hin zum Abstillen, bekommst du deshalb jetzt:

15 Vorteile, die Stillen für dein Baby hat

Der erste intensive und direkte Kontakt, den ein Säugling nach seiner Geburt zu einem anderen Menschen hat, ist das Stillen bei der Mutter. Und genau dieser enge Kontakt bleibt für dein Baby in der ersten Zeit seines Lebens der Allerwichtigste überhaupt. So ist es auch glasklar, dass die Erfahrung des Gestilltwerdens für jedes Baby die Basis aller zwischenmenschlichen Beziehungen bildet.
Über diesen Grundsatz hinaus, bietet das Stillen noch viel mehr:
Die erste Milch, das Kolostrum, ist die einzige Milch, die den ersten Darminhalt deines Babys -das Mekonium oder Kindspech- vollkommen aus dem Körper befördern kann. Das Kolostrum hat sozusagen das Monopol auf die Kindspech-Ausscheidung.
Die Stimulation der Haut und aller Gesichtsorgane (Lippen, Gaumen, Zunge, Gesicht, Nase, Mundraum…), die dein Baby beim Stillen erfährt, sorgt für eine optimale Atmung deines Kleinen. Sein Körper wird also auf optimale Weise mit Sauerstoff versorgt.
Muttermilch kann nicht nachgeahmt werden. Sie ist lebendig und passt sich fortwährend an die metabolischen (=Stoffwechsel) Bedürfnisse deines Babys an. Das erkennst du vereinfacht gesehen schon an den 3 unterschiedlichen Milchstadien: 1.-3. Tag Kolostrum, 4.-14. Tag Erstmilch, danach reife Milch (die Zeiträume zur Umstellung auf das nächste Stadium variieren stark von Mutter zu Mutter, daher ist diese Angabe nur eine Durchschnittsangabe).
Muttermilch bildet die perfekte Grundlage für die physiologisch gesunde Entwicklung des Verdauungstrakts.
Die ersten 6 Monate baut die Muttermilch vor allem die Darmflora auf und bereitet sie auf andere Nahrungsmittel vor.
Muttermilch bietet unnachahmlichen Schutz vor Infektionen, Allergien, Asthma… – für das gesamte Leben!
Muttermilch enthält alle Vitamine, Mineralien und andere Nährstoffe, die dein Baby zum jeweiligen Zeitpunkt braucht – in perfekter Zusammensetzung.
Aus diesem Grund können Stillbabys auch nicht überfüttert werden.
Muttermilch schützt innerlich wie äußerlich vor Krankheitserregern. Innerlich passiert das durch die Abwehrstoffe, die dein Baby über die Milch bekommt. Äußerlich kannst du wunde oder offene Haut mit Muttermilch benetzen, denn die Abwehrstoffe in der Milch machen in kurzer Zeit alle Keime kaputt.
Der Körper deines Babys und dein Körper kommunizieren feinstofflich und über das Stillen miteinander. Dein Körper erfährt über die Mundschleimhaut-Brustwarzen Kontakt und über die ausgetauschte Atemluft beim Stillen, was dein Kind gerade braucht: welche Nährstoffe in welchem Verhältnis, welche Abwehrstoffe, Vitamine, Enzyme.
Gleichzeitig passt dein Körper auch die Menge der Milch auf den Bedarf deines Babys an. Braucht es mehr Milch, wird mehr zur Verfügung gestellt, braucht es weniger, wird reduziert. Das ist besonders bei Wachstums- & Entwicklungsschüben wichtig, damit dein Kind immer gut versorgt bleibt.
Stillen sorgt für eine gesunde Gebissentwicklung. Backenknochen, Gaumenregion und die gesamte Gesichtsstruktur sind bei (lang) gestillten Kindern optimal entwickelt. Es kommen keine Gebissanomalien vor. Sogar der für die Gebissentwicklung ungünstige Schnuller wird durchs Stillen meist wieder ausgebügelt.
Zudem wissen wir heute durch den Vergleich zwischen Flaschenkindern und Stillkindern, dass sich Stillkinder ausgeglichener entwickeln. Das liegt daran, dass Stillkinder vor Krankheiten besser geschützt sind (keine Entwicklungspause durch Krankheit), besser ernährt sind und genügend Hautkontakt für eine gute physische und psychologische Entwicklung haben.

stillen ist Grundlage für gesunde Entwicklung
Stillkinder sind nicht nur in den ersten 1-2 Jahren gesundheitlich besser aufgestellt, sie profitieren bis zum 10. Lebensjahr und länger vom Gestilltwerden. So leiden Flaschenkinder 10x häufiger an Atemwegsinfektionen, 20x mehr an Durchfall, 22x mehr an Infektionen, 8x mehr an Ekzemen, 21x mehr an Asthma, 27x mehr an Heufieber,…
Stillen ist nicht nur die Nahrung deines Babys, sondern gibt ihm vor allem auch Wärme, Schutz, Geborgenheit, Sicherheit und Liebe. Und wie du weißt, ohne Liebe kann ein Baby nicht überleben (Versuch Kaiser Friedrich).

Stillen ist also ein geniales Tool, das du frei Haus von der Natur geschenkt bekommst. Nichts ist einfacher als dein Baby anzulegen – und keine Formula Milch kann je so gut sein wie deine Muttermilch.

10 Vorteile, die das Stillen für dich als Mama hat 

Stillen bietet natürlich nicht ausschließlich Unmengen an Vorteile für dein Baby, sondern auch ganz Tolle für dich:
Direkt nach der Geburt bewirkt das erste Saugen deines Babys in deinem Körper einen Oxytocin-Ausstoß: das sorgt für innige Liebe und starke Bindung.
Weiterhin löst das erste Saugen nach der Geburt starke Kontraktionen deiner Gebärmutter aus: das bedeutet, dass sich die Muskeln der Gebärmutter zusammenziehen, die Gefäße sich schließen und sich die Plazenta leicht von der Gebärmutterwand abstoßen kann.
In den weiteren Stunden und Tagen nach der Geburt bewirkt das Stillen immer wieder das Zusammenziehen der Gebärmutter. Das kann zumal auch wehtun, ist aber eine tolle Sache, denn so verkleinert sich deine Gebärmutter schnell wieder auf ihre normale Hühnerei-Größe.
Stillst du nicht, kommt es leicht zu schweren und langen Blutungen nach der Geburt (sehr starker Wochenfluss). Und das mindert deine Kraftreserven.
Sowohl psychisch als auch physiologisch verstärkt das Stillen deinen Mütterlichkeits-Sinn. Du bist also empfänglicher und fürsorglicher für dein Kind als ohne Stillen.
Beim Stillen werden Hormone ausgeschüttet. Und diese sind der Grund, weshalb Stillen die beste Rückbildung überhaupt ist.
Stillen ist kostenfrei, die Milch hast du immer und überall dabei, kein extra Aufwand, die Milch hat immer die richtige Temperatur und es ist ausreichend vorhanden.
Beim Stillen wird von deiner Hypophyse das Hormon Prolactin ausgeschüttet: es sorgt dafür, dass du mehr Kraft hast, weniger Schlaf brauchst und entspannt bist. Deshalb heißt es auch Gelassenheits-, Nestbau- oder Ausdauerhormon🙂
Wenn dein Kleines mal krank ist, brauchst du dir keine Sorgen zu machen, dass es zu wenig isst – denn Stillen wird dein Baby fast immer. Gleichzeitig bekommt es dabei wieder die benötigten Abwehrstoffe:-)
Auch wenn ihr im Urlaub seid und dein Kleines das Essen nicht mag, brauchst du dir keine Sorgen zu machen- denn dein Still-Backup hast du immer dabei.
Solang dein Kind ausschließlich stillst, brauchst du auch sonst an nichts extra zu denken: denn selbst an heißen Sommertagen bekommt dein Baby genügend Flüssigkeit.
Solltest du wirklich keine andere Wahl haben als bald wieder arbeiten zu gehen, hast du rechtlich gesehen als stillende Frau Anspruch auf Stillpausen und auch darauf nicht für Dienstreisen eingesetzt zu werden.
Du hast wunderschöne, volle Brüste:-)

 

Wie oft du am Tag dein Kind stillst und erkennst, wann es hungrig ist 

Das allerwichtigste ist, dass du dir klar darüber bist, dass die Natur dafür gesorgt hat, dass du erkennst, wann dein Baby Hunger hat. Verlass dich auf dein Bauchgefühl, deine Intuition, dein Mama-Gefühl. Damit fährst du am allerbesten.

Gleichzeitig gibt es natürlich ein paar Tricks, die dir helfen. Das ist eine feine Sache, insbesondere wenn du windelfrei unterwegs bist und unterscheiden lernst, wann dein Baby Hunger hat und wann es aufs Klo muss.

wann dein baby hunger hat

Dein Baby hat also Hunger, wenn…
es sein Köpfchen hin und her dreht und/oder dabei mit den Lippen schmatzt. Manches stecken sich auch die Fingerchen in den Mund.
es sofort anfängt zu nuckeln und zu saugen, wenn du ihm deinen Finger in den Mund steckst oder etwas seine Lippen berührt.

Weiterhin gibt es Situationen, in denen dein Kleines einen höheren Stillbedarf hat. Das ist zum Beispiel wenn…
ihr einen stressigen Tag hattet, viel Besuch da war oder es Streit gab. Dann braucht es unbedingt deinen Boob zum kuscheln.
es sehr wenig pinkelt, der Urin tiefgelb ist und müffelt. Dann leg dein Kleines auf jeden Fall häufiger an, damit es genügend Flüssigkeit in der Körper bekommt. Manchmal kann es sein, dass das Baby schon so wenig getrunken hat, dass es zu müde wird zum trinken. Also achte echt drauf, dass dein Baby gar nicht erst in so ein Stilltief (von 2-3Tagen) fällt.
dein Baby 2 – 3 Monate alt ist. In diesem Alter fangen viele Babys am Abend an sehr häufig zu trinken. Das Phänomen wird heute Cluster-feeding genannt und bedeutet nichts anderes, als dass sich dein Mini für die Nacht vorsorgt, damit es nicht dauernd zum Trinken aufwachen muss. Das kannst du übrigens auch aktiv anregen, denn schließlich bedeutet das auch für dich längeren Schlaf.
eine Wachstums- oder Entwicklungsphase ansteht, wenn die Zähne stoßen, wenn es sich nicht so wohl fühlt oder es einen Schnupfen hat. In diesen Sondersituationen möchte dein Baby auf jeden Fall mehr Nähe durchs Stillen.

Ansonsten gibt es noch 2 weitere Dinge, die gut sind im Hinterkopf zu behalten:
Wenn dein Baby 4, 5 Monate und älter ist, dann reagiert es vermehrt auf seine Umwelt. Das heißt, dass manche sich recht schnell vom Außenrum ablenken lassen und dann immer wieder ab- & andocken und nicht wirklich viel Menge in den Magen bekommen. Wenn du weißt, dass so eine Situation auf euch zukommt, kannst du entweder vorsorgen und schon zu Hause gut vorstillen oder du suchst dir einen ruhigen Ort, wo du fürs Stillen hingehen kannst oder du bleibst super geduldig und lässt dein Kleines einfach so oft an-& abdocken wie es will.
Manchmal steckt hinter dem vermeintlichen Hunger auch einfach ein Saugbedürfnis. Da bist du dann wieder beim Thema Schnuller (weiter unten bei Stillzubehör). Ich spreche mich klar für das Nuckeln an der Brust aus, weil es deinem Kind mehr Nähe schenkt als ein Plastiknuckel. Das Saugbedürfnis sollte also natürlich ausgelebt werden dürfen.

Und wie oft ist es gut dein Baby zu stillen?

Wahrscheinlich hast du es schon ein bisschen rausgehört. Es gibt keine Zeiten oder erdachten Rhythmen, die du und dein Kind beim Stillen einhalten solltet. Dein Kleines hat Hunger, wenn es Hunger hat und sollte dann auch Stillen dürfen. Dein Kind findet seinen Rhythmus von ganz allein und sobald die nächste Wachstums – oder Entwicklungsphase ansteht, wird eh wieder alles über den Haufen geworfen.

Das einzige worauf du achten solltest, sind die oben beschriebenen zu langen Pausen. Wobei es dabei wirklich um 2 oder 3 Tage geht und nicht nur um einen Tag – denn jeder hat mal nen Tag, an dem er mehr oder weniger Hunger hat. Stille dein Baby also einfach nach seinem Bedarf.

 

Stillen in der ersten Lebenswoche 

Die ersten 24 Stunden

Dein Baby ist endlich da und gleich in der ersten Stunde seines Lebens geht das Stillen los. Denn Neugeborene haben in der ersten Stunde nach ihrer Geburt einen starken Saugreflex. Bei einer natürlichen Geburt wirst feststellen, dass dein Baby, wenn es auf deinem Bauch liegt, sehr schnell anfangen wird, sich Richtung Brust zu schieben. Es riecht die Milch schon.

Solltet ihr keine natürliche Geburt (wie z.B Hausgeburt) gehabt haben, sondern geburtshilfliche Medikamente wie PDA oder wehenanregende Mittel zum Einsatz gekommen sein, dann ist das Baby nach der Geburt oft noch ziemlich müde und braucht etwas Zeit -mehr als eine Stunde ist normal- bis es sich erholt hat und andocken kann. Bleib einfach ruhig und biete deinem Mini die Brust immer wieder an.

Auch bei einer Kaiserschnitt-Geburt mit PDA ist es super wichtig, dass das Baby gleich auf Mamas Bauch darf und seine Zeit zum Kuscheln und gemütlich andocken bekommt. Dabei kann dein Baby bäuchlings oder seitlich bei dir liegen. In guten Krankenhäusern gibt es sogar einen Gurt, der dein Baby bei dir an der Brust hält, wenn du noch zu schwach bist – wobei dein Mann bestimmt auch gerne Gurt spielt.

stillen in den ersten tagen

Insbesondere bei einer Frühgeburt ist es wichtig, dass du der Hebamme im Krankenhaus klar machst, dass du stillen willst. Denn selbst wenn du das Kolostrum nur abpumpen kannst und dein Baby es nicht direkt von der Brust bekommen kann, ist das immer noch wesentlich besser als gar nichts. Sag deiner Hebamme auch, dass sie ein Schild zu deinem Baby legen soll (falls es im Brutkasten ist) mit der Aufschrift Wenn ich weine, will ich gestillt werden und keine Flasche bekommen.

Das erste Stillen direkt nach der Geburt ist aus körperlicher und seelischer Sicht enorm wichtig und unerlässlich!
Aus seelischer Sicht gesehen, braucht dein Baby direkt nach der anstrengenden Geburt seine Mama-Nähe, die Frau, die es schon seit 9 Monaten kennt und deren Geschmack (Fruchtwasser) es schon gut kennt. Die erste tiefe Bindung findet beim ersten Stillen statt – dafür sind biologisch gesehen Hormone wie Oxytocin verantwortlich.
Aus körperlicher Sicht bietet die erste Milch, die Vormilch bzw. das Kolostrum, den besten Schutz, den ein Baby überhaupt bekommen kann: Eiweiße, Fett, Milchzucker und Mineralstoffe in der perfekten Konzentration, Keim-&Bakterienschutz, Verdauungsanregendes. Das bedeutet, dass dein Baby eine Art Booster bekommt, dass es vor Krankheitserregern schützt und die Verdauung in Schwung bringt, also dafür sorgt, dass der erste Stuhl bzw. das Kindspech rausbefördert wird. Gleichzeitig hilft das Kolostrum auch bei der Ausscheidung eines Stoffs namens Bilirubin – und das beugt einer Gelbsucht vor.

Wundere dich nicht, dass jetzt noch ganz wenig Milch kommt und die erste Milch auch total klebrig und gelb ist. Das liegt einerseits einfach daran, dass dein Baby in den ersten 24 Stunden noch sehr, sehr viel Ruhe braucht und noch nicht so viel trinkt. Andererseits ist der Magen eines Neugeborenen auch nur so groß wie ein Kirschkern. Es passt also auch gar nicht mehr rein als ein paar Tropfen Kolostrum.

die ersten 2-5 Tage (vor dem Milcheinschuss)

In den ersten 2, 3 manchmal auch 4 bis 5 Tagen bekommt dein Baby weiterhin das Kolostrum zu trinken. Die Zusammensetzung ändert sich schon etwas – hin zu fetterer Milch. Jetzt ist es sehr wichtig, deinem Baby immer wieder die Brust anzubieten, denn das zeigt deinem Körper, dass er jetzt damit starten kann, ordentlich viel Übergangsmilch zu produzieren. Übergangsmilch ist die Milch zwischen der Vormilch der ersten Tage und der reifen Milch ab der 3.-8. Lebenswoche.

Der Milcheinschuss

Der Milcheinschuss findet eben in der ersten Woche statt – meistens nach 3 bis 4 Tagen, manchmal früher und manchmal später. Das Wort Milch-Einschuss hört sich gar nicht so lustig an, trifft aber manchmal in der Geschwindigkeit der ankommenden Milch tatsächlich zu. Denn mit einem Mal (innerhalb weniger Stunden) merkst du, wie sich deine Brüste zu füllen beginnen, sie werden größer und praller. In dieser Zeit ist es auf jeden Fall wichtig, dass du und dein Baby Ruhe habt. Also keinen Besuch (!), sondern weiterhin Entspannungszeit für Mutter und Kind.

Denn jetzt heißt es: anlegen und trinken, trinken, trinken. Biete deinem Baby immer wieder die Brust an, damit sie nicht zu voll wird. Zu voll ist sie dann, wenn es dich anfängt zu schmerzen und dein Mini nicht mehr richtig die Warze mit dem Mund fassen kann, sondern diese immer wieder rausrutscht.

Sollte dies der Fall sein, dann gibt es ein paar Tricks, wie du das in den Griff bekommst:

2-3 min vor dem Stillen und während dem Stillen einen warmen Waschlappen oder ein Kirschkernkissen auf die Brust legen, damit die Milch besser fließen kann. Alternativ kannst du auch Stillöl einmassieren – das sorgt ebenfalls für einen leichteren Milchfluss.

Sollte die Brust schon zu voll für dein Baby sein, dann machst du ebenfalls eine warme Auflage und massierst schon etwas Milch von Hand heraus. Herausmassieren heißt, du streichst von außen Richtung Brustwarze und übst dabei leichten Druck aus. Das kann dir entweder deine Hebamme zeigen oder du probierst einfach aus.

Während dem Stillen kühlst du die andere Brust mit einem kalten Waschlappen, einem Kühlpack (den weichen blauen, den es auch für Verstauchungen etc. zum Auflegen gibt) oder mit in einem Mulltuch eingewickelten Quark.

Wenn dein Mini fertig ist mit dem Trinken, kühlst du die Brust wieder.

 Während des Tages trinkst du 1-2 Tassen Pfefferminz- oder Salbeitee – das reduziert die Milchproduktion.

Wenn du immer noch so viel zu viel Milch hast und dir deine Brüste schmerzen und „auslaufen“, dann bleibst du am besten dran mit ausmassieren und danach kühlen. Der Vorteil am massieren oder ausstreichen ist, dass keine neue Milchproduktion angeregt wird, während beim Abpumpen genau das der Fall ist und dann bleibst du im Kreislauf …

Wenn es gar nicht besser wird, kannst du auch 3 Tropfen ätherisches Lavendelöl mit in die Quarkauflage geben – das beruhigt und entspannt die Brust.

Und dann gilt: ruhig bleiben! Denn nach 2-3 Tagen hat sich der Sturm auf jeden Fall gelegt – das kann ich dir aus eigener Erfahrung bestätigen!

Solltest du die Erfahrung von zu wenig Milch machen, dann leg dein Kleines echt oft an, damit der Körper merkt Aha, da muss mehr her! und trinke 2-3 Tassen milchfördernde Tees über den Tag verteilt. Welche das sind, liest du bei Was du bei zu wenig oder zu viel Milch tun kannst weiter unten.

stillen in den ersten tagen

Insgesamt möchte ich dir noch mit auf den Weg geben, dass es ganz natürlich und normal ist, dass das erste Stillen ziept und sich unangenehm anfühlen kann. Letztlich ist das Saugen ein ganz neuer Reiz, den du einfach noch nicht gewöhnt bist. Dabei ist es jetzt auch wichtig, dass du darauf achtest, die richtige Stillposition zu haben, damit deine Brustwarzen nicht „überbelastet“ werden oder sich entzünden.
Sprich: wenn du merkst, dass deine Haut angestrengter wird, dann finde heraus, ob etwas mit deiner Stillposition oder dem Anlegen nicht ganz stimmt. Wie du das am besten anstellst, kommt im nächsten Abschnitt.

Normalerweise werden du und dein Baby nach ein paar Tagen der Einlernphase aber wissen wie’s geht und euch immer besser aufeinander einspielen!

Tipp: von Geburt an durch das ganze Stillalter hindurch beim natürlichen Körperduft bleiben. Also am besten mild duftende oder duftfreie Shampoos, Duschgels & Lotions verwenden. 

 

Die super wichtige richtige Stillposition

Die richtige Stillposition ist einfach so, so wichtig! Deshalb findest du sie auch mehrmals erwähnt und siehst, welche grundlegende Rolle sie spielt, damit das Stillen gut klappt.

Interessanterweise setzen sich die meisten Mamas mit ihren Neugeborenen in eine Haltung, bei der das Baby nicht hoch genug liegt. Sprich die Brust wird zum Baby gebracht – und das verursacht echt starke Rückenschmerzen. Der Schlüssel ist also: Baby zur Brust, damit du gerade und bequem sitzen kannst, ohne dich verrenken zu müssen.

Um dein Baby zur Brust zu bringen, musst du im Endeffekt nur dafür sorgen, dass du es wirklich hoch genug polsterst. Damit du dich nicht nach vorn oder zur Seite beugen musst. Sprich: Immer wenn du das Gefühl hast, dass du dich nach vorn zu deinem Baby beugen willst, ist das das Zeichen, dein Baby noch näher zur Brust zu bringen – und das heißt meistens höher lagern.

Hinzu kommt jetzt natürlich auch, dass du dein Baby richtig andockst. Es soll die Brustwarze schön tief im Mund haben, damit es richtig saugen kann. Denn nur so trinkt es sich richtig satt. Zudem wird dein Kind, wenn es deine Brustwarze richtig greift, weniger mit Blähungen und Bäuerchen zu tun haben, weil es einfach keine Luft mit runterschluckt. Und drittens bleiben deine Brustwarzen unversehrt.

Das Andocken geht am besten so:

Du sitzt bequem mit deinem Baby vor dir auf einem Stillkissen oder ähnlichem liegend. Wenn dein Baby jetzt seinen Mund aufsperrt und andocken will, wartest du bis es den Mund wirklich gut offen hat und dann steckst du schnell die Brustwarze mit Vorhof rein – und zwar wirklich richtig tief. Der Vorhof der Brustwarze sollte teilweise oder ganz (je nach Größe) mit im Mund verschwinden. Du hast dein Baby richtig gut angelegt, wenn sein Näschen nur einen Millimeter von deiner Brust entfernt ist.

Wenn du dabei Bedenken haben solltest, dass dein Mini zu wenig Luft bekommt: das ist definitiv nicht so, denn wenn es zu wenig Luft bekommt, dockt es von selbst ab oder rutscht sein Köpfchen nach.

Ein weiterer  Trick zum Überprüfen, ob dein Baby gut angedockt ist, sind Babys Lippen. Sind diese nach außen gestülpt und liegen richtig schön außen auf der Brust auf -wie ein Fischmund- , dann passt alles. Wenn die Lippen aber halb oder ganz nach innen gesaugt sind, dann hat dein Baby die Brustwarze nicht gut umschlossen. Das ist ein Zeichen zum nochmal neu andocken. Das machst du am besten, indem du mit deinem Zeigefinger seitlich zwischen Brust und Mund fährst und das Saugvakuum löst.

Falls dein Baby wirklich oft gestillt werden will und auch jedes Mal recht lange stillt, ist das meistens ein Zeichen, dass es nicht richtig angedockt ist – also nicht effektiv trinken kann. Normalerweise ist eine Stillmahlzeit in 10-15 min erledigt – danach darf selbstverständlich noch genuckelt werden. Stundenlanges nuckeln deutet also darauf hin, dass du deinem Baby das Trinken erleichtern solltest.

Einen kompetente top Still-Anleitung mit unterschiedlichen Stillpositionen bekommst du bei einer Stillberaterin mit einer IBCLC-Ausbildung. IBCLC steht für den Berufsverband deutscher Still- & Laktationsberaterinnen. Hebammen oder Stillberaterinnen, die ihre Ausbildung beim Berufsverband erhalten haben, sind echte Profis, denen niemand so schnell das Wasser reichen kann. Ich habe selbst sehr häufig mitbekommen, dass bei echt dicken Stillproblemen die herkömmlichen Stillberaterinnen (deren Arbeit auch umsonst für dich ist) keine Hilfe mehr waren, während die IBCLC-lerinnen (deren Hilfe du selbst zahlst) auf Anhieb den richtigen Riecher hatten und sofort Abhilfe schaffen konnten. Und auch bei „herkömmlichen“ wunden Brustwarzen helfen die IBCLC-Frauen effektiver wie normale Hebammen (aufgrund der speziellen Ausbildung).

Alternativ kannst du dir auch den tollen online Anleg-Kurs von Stillberaterin Regine Gresens, die auch IBCLC-lerinist, von stillkinder.de holen.

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Klick auf’s Bild und du kommst zum Online-Kurs.

 

Muss dein Baby ein Bäuerchen machen? 

Das kommt ganz auf dein Baby an, denn nicht jedes Kind braucht nach jeder Mahlzeit einen Rülpser.

Wozu ist der Rülps denn überhaupt da? Um genau die Luft, die beim Trinken mit in den Magen gekommen ist, wieder loszuwerden. Das bedeutet anders herum, dass das Baby keinen Rülps machen muss, wenn es gar keine Luft verschluckt hat.

Und wann kommt es dazu, dass Luft mit runtergeschluckt wird? Normalerweise gibt es nur 2 Vorraussetzungen, wobei das passiert:

1.) Dein Baby ist nicht optimal angedockt: die Brustwarze rutscht ihm immer wieder aus dem Mund und es gibt deshalb Schmatzgeräusche beim Trinken. Die Schmatzgeräusche zeigen dir an, dass Luft mit im Spiel ist.

2.) Dein Baby ist total aufgeregt und hat mega Hunger und will lieber jetzt als 3 Sekunden später satt sein, es trinkt überstürzt, verschluckt sich und schmatzt die Milch runter.

Ersteres kannst du natürlich durch eine optimale Stillposition ausgleichen. Während im zweiten Fall du eigentlich nur schauen kannst, dass dein Kleines häufig trinkt, damit es gar nicht erst so hungrig wird. Das gelingt aber definitiv nicht immer und das ist auch ganz normal: langes schlafen, Charakter,…das alles sind Faktoren, die Einfluss haben.

Wenn du also feststellst, dass Luft mit runtergeschluckt wird, dann schaust du einfach drum, dass das Bäuerchen rauskommt. Dabei hältst du dein Kind an deine Schulter gelegt und streichst ihm über den Rücken – und zwar von unten nach oben, denn die Luft soll ja oben rauskommen.

Bäuerchen nach dem stillen

In der Nacht musst du übrigens nicht ewig rumlaufen und dein Kind wiegen bis das Bäuerchen raus ist, sondern du kannst es auch einfach auf den Bauch legen zum Schlafen, dann kommt die Luft von ganz allein wieder raus.

Wenn dein Baby vor, während oder nach dem Stillen weint 

Es kann sein, dass dein Baby Tage hat, an denen es vor dem Stillen, währenddessen oder auch danach weint. Woran das liegen kann und was du tun kannst, gibt’s jetzt:

Vor dem Stillen

Ein Grund, weshalb dein Kleines plötzlich vor dem Stillen weint, vielleicht sogar immer wieder, wenn ihr unterwegs seid, kann der sein, dass du ein neues oder anderes Parfum, Shampoo oder ähnliches benutzt hast. Dieser neue, unnatürliche weil nicht eigene Geruch an Mamas Körper ist vielleicht einfach zu viel für dein Baby.

Habt ihr Stillhütchen, Fläschchen oder Schnuller benutzt? Vielleicht fällt es deinem Kleinen schwer sich auf das natürliche Saugerlebnis an der Brust zurückzugewöhnen. Normalerweise braucht es nur ein bisschen Geduld von euch beiden und innerhalb weniger Tage sollte das Stillen wieder klappen. Und wichtig: Schnuller und Fläschchen weg! Das Stillhütchen kannst du beispielsweise langsam reduzieren, bis dein Baby wieder direkt an der Brust trinkt. Wenn es sich wirklich länger hinzieht oder dein Kind ohne Stillhütchen wirklich nicht will, dann hol dir unbedingt Tipps bei einer guten Stillberaterin mit ICBLC-Ausbildung.

Du bist in der Umstellungszeit (etwa nach 3 Monaten), in der deine Brust nicht mehr ganz so prall ist, sondern weicher geworden ist und die Milchmenge sich gut eingepegelt hat. Diese Veränderung bedeutet für das Saugen, dass die Milch ein bisschen länger braucht rauszukommen als zuvor. Und da kann ein hungriger Säugling schonmal ungeduldig werden. Normalerweise gewöhnen sich die Kleinen aber sehr schnell an die Umstellung.

Während dem Stillen

Ein Grund, weshalb dein Kleines gleich nach Andocken anfängt zu weinen und nicht mehr trinken mag, kann der sein, wie die Milch schmeckt. Hast du etwas Exotisches gegessen? Oder scharf (brennt zweimal stimmt auch hier)? Ungewohnte Gewürze? Da müsst ihr für diese Mahlzeit leider durch…und in Zukunft dieses Ungewohnte lieber weglassen. Schnellere Geschmacksveränderung der Milch kannst du gut ausgleichen, so meine Stillberaterin Vivian Weigert, indem du etwas Vanilliges isst.

+Dein Kleines hat eine verstopfte Nase und kann deshalb nicht trinken. Als Abhilfe kannst du etwas Muttermilch in die Nasenlöcher streichen (abschwellend), etwas warmes & feuchtes auf die Nase legen (lässt Verstopftes fließen) und den Nasenschnupf rausstreichen, indem du über die Nasenflügel von oben nach unten streichst.

Dein Kleines fängt an zu strampeln und zu weinen, wenn es trinkt, sein Bäuchlein brummelt. Dann legst du beim Stillen von Anfang  an gleich ein warmes Kischkernkissen oder ähnliches auf das Bäuchlein, damit es weniger wehtut oder gar nicht wehtut.
Wenn dein Mini das nicht zulässt, versuche seinen Bauch im Uhrzeigersinn zu „zwicken“ – ganz leicht natürlich. Das hilft oftmals besser als zu streicheln. Zusätzlich nimmst du am besten ein Öl oder eine Salbe zum Einreiben, die blähungswidrig wirkt. Welche es da gibt, findest du weiter unten bei Stillen & Blähungen.

Nach dem Stillen

Dein Zwerg hat vielleicht doch zu viel Luft mit runtergeschluckt und die drückt jetzt im Bauch. Also schaust du erstmal, dass die Luft wieder rauskommt. Wenn sich dein Baby nach dem Rülps sofort wieder beruhigt – super.

Wenn es sich nicht gleich wieder beruhigt, hat es vielleicht Bauchschmerzen. Viel mehr als Wärme auf den Bauch und Kuscheln kannst du jetzt nicht tun. Wenn das öfter vorkommt, kannst du schon während dem Stillen Wärme auf den Bauch geben, damit sich die Darmmuskulatur schon entspannen kann. Unterstützende Salben und verdauungsfördernde Tricks findest du bei wieder bei Stillen & Blähungen.

Es kommt häufig vor, dass Babys fertig sind mit dem Stillen, einen Rülps lassen oder einfach ein paar Minuten happy sind und dann wieder anfangen zu zetern und zu weinen. So als hätten sie noch Hunger. Und tatsächlich: Wenn dein Baby mit dem „Hauptgang“ fertig ist und genüsslich gerülpst hat oder entspannt hat, dann will es noch einen Nachschlag oder Dessert – je nachdem wie du es nennen magst. Dafür legst du dein Kleines einfach noch einmal kurz an und schon nach ein paar Zügen hat sich die Sache erledigt.

 

Wie lange dein Kind gestillt werden will 

Grundsätzlich gilt folgende Formel für die Stillzeit: mindestens 6 Monate voll stillen, danach mindestens bis zum 2. Lebensjahr weiterstillen und auch darüber hinaus, wenn du und dein Kind das wollen.

Das ist einerseits die offizielle Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO und andererseits auch einfach, was die Natur für uns programmiert hat.

2 jahre stillen

Denn das Verdauungssystem deines Babys ist noch nicht voll aufgestellt mit allen Enzymen, die ein Erwachsener hat. Erst ab etwa dem 6. Monat können weitere Nahrungsmittel außer Muttermilch wirklich optimal verdaut werden.

Gibst du deinem Kind schon wesentlich früher andere Dinge zu essen, kann es sehr leicht passieren, dass es -vor allem bei Babygläschen- zu Allergien im späteren Leben führt. Das liegt daran, dass der Darm noch nicht ganz ausgereift ist und Bestandteile des Essens (zB. Proteine, Eiweiße)  durch die Darmwand hindurch ins Blut lässt. Das ist übrigens auch der Grund für den Immunschutz, den das Baby durch die Muttermilch bekommt. Die entsprechenden Stoffe wandern durch die Darmwand ins Blut über.

Babygläschen und verschiedene Breisorten enthalten meistens Weizen. Vielleicht klingelt es jetzt schon?! Es gibt heute unter den Erwachsenen mittleren Alters nicht umsonst so viele Gluten-Allergiker. Denn viele dieser Personen sind aufgrund des gesellschaftlichen Umfelds einfach viel zu früh abgestillt worden oder haben Zusatz- bzw. Ersatznahrung erhalten. Sprich körperfremde Proteine konnten durch die Darmwand frei ins Blut passieren, der Körper reagiert darauf, indem er sich merkt, das gehört hier nicht her und löst später dann allergische Reaktionen aus. (Wenn du ganz genau wissen willst, wie es zu einer Allergie kommt und was im Blut dabei passiert, kannst du das hier nachlesen.)

Zurück zur Stilldauer: der weltweite Durchschnitt der Stilldauer liegt bei 4 Jahren. Diese Zahl kommt ganz offensichtlich dadurch zustande, dass bei uns in den westlichen Länder zur Zeit viel zu früh abgestillt wird, schon mit 6 Monaten oder früher, und in allen anderen Ländern der Welt bis zum 5., 6. oder 7. Lebensjahr gestillt wird.

Überträgst du rein rechnerisch die Stillzeit anderer Säugetiere auf uns Menschen, dann lägen wir irgendwo zwischen knapp 3 und wiederum 7 Jahren.

Biologisch gesehen gibt dir das Gehirn einen Anhaltspunkt darüber, wie lange ein Kind gestillt werden sollte. Denn Muttermilch enthält Taurin – und diesen Stoff braucht das Gehirn eines Kindes bis zum 5. Lebensjahr.

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Aus diesen drei Beispielen kannst du ganz klar ableiten:

vor 6 Monaten zufüttern macht wenig Sinn für die Gesundheit deines Babys
du hast keinen Zeitdruck aus gesundheitlicher Sicht – ganz im Gegenteil: je gemächlicher die Umstellung, umso besser
optimal ist es, ab frühestens 6 Monaten Nahrungsmittel wie Obst anzubieten und dein Kind im eigenen Rhythmus von Milch auf Nahrung umsteigen zu lassen (hier gibt’s alles weitere zum Thema Beikost)
Muttermilch ergänzt während der gesamten Stillzeit alle Stoffe, die dein Baby für seine Entwicklung bekommt und eben nicht aus der Nahrung ziehen kann
auf deine Intuition vertrauen, ist das beste, was du tun kannst: denn du als Mutter weißt am besten, was dein Kind braucht. Dementsprechend wisst ihr 2 auch am besten wie lange ihr Stillen wollt – lass dich nicht von der (westlichen) Gesellschaft einschränken!

 

Hängen Babys‘ Blähungen mit dem Stillen zusammen? 

Wenn dein Baby Blähungen hat oder in den 3-Monats-Koliken steckt, weißt du, dass das wirklich nicht lustig ist. Dein Baby hat brutale Bauchschmerzen und braucht total viel Nähe, viel Kuscheln und somit auch Stillen.

Die Theorie, dass Blähungen bei Neugeborenen mit zu häufigem Stillen zusammenhängen, ist längst überholt. Sie geistert zwar immer noch durch die Ärztewelt und Welt der „verwöhn dein Baby bloß nicht“-Eltern, aber sie existiert noch. Hintergrund dieser Theorie ist, dass im Magen des Babys halbverdaute und frische Milch aufeinander treffen und somit Blähungen bewirken.

Plausibel ist das Ganze nicht, denn es gibt unzählige Kinder, die nach Bedarf gestillt werden und keine Blähungen haben. Dasselbe gilt für die Naturvölker, denn diese stellen sich sicher keine Uhr nach der sie jedes Kind gleich (!) stillen, sondern stillen einfach so wie es kommt. In vielen asiatischen oder afrikanischen Ländern kann das auch alle 20 Minuten der Fall sein, denn das Kind kann sich im Tragetuch auch eh selbst bedienen. Blähungen gibt es dort kaum.

Worauf du allerdings tatsächlich beim Stillen achten solltest, ist wie dein Baby trinkt. Schmatzt es beim Trinken oder trinkt es hastig, dann verschluckt es Luft und das kann Blähungen verursachen. Denn die Luft kommt entweder als Bäuerchen wieder oben raus oder als Püpse unten.

Vielleicht reagiert es auch auf deine Nahrung? Deine Ernährung sollte in der Stillzeit wie schon in der Schwangerschaft am besten biologisch sein und von allem was dabei sein. Manche Kinder reagieren auf Spritzreste im Gemüse und Obst, manche vertragen eher Regionales Gemüse und Obst und keine Südfrüchte. Manche kommen mit Koffein nicht klar.

Gleichzeitig kannst du dein Essen natürlich mit Gewürzen aufpimpen, die verdauungsfördernd sind oder Tee trinken, der bei Blähungen und Verdauungsproblemen eingesetzt wird. Hierzu gehört:

dillDill: frischen Dill mit ins Essen oder am allerbesten täglich 2-3 Tassen Dill-Tee (aus Samen und Spitzen) jeweils nach den Mahlzeiten trinken. Je Tasse à 250ml, 1 EL Tee, 10 min ziehen lassen.

 

 

Liebstöckel, Estragon, Majoran, Piment & Muskatnuss: einfach als Gewürz mit ins Essen

Fenchel als Gemüse, wenn du ihn magst.

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Dost/Wilder Majoran: als Tee täglich 2-3 Tassen trinken. Je Tasse à 250ml, 1 EL Tee, 10 min ziehen lassen.

 

 

 

Hirse, Amaranth und Erdmandel tun der Verdauung ebenfalls gut.

Wiesen-Bärenklau Tee wiederum genau so trinken wie Dost- oder Dilltee.

Leider gibt es nicht den einen Masterplan oder Geheimtrick bei Blähungen. Du musst einfach alles durchprobieren und so erfahren, was bei euch wirklich hilft.

Generell am wichtigsten ist jedenfalls, dass dein Kind viel Nähe von dir bekommt. Hautkontakt heisst dabei das Zauberwort, denn dieser bringt nicht nur Selbstbewusstsein und eine tiefe Bindung zur Mama, sondern stärkt auch das gesundheitliche Wohlbefinden insgesamt.

Und nicht nur das. Auch für die weitere Entwicklung und spätere Beziehungen – wie auch das Sexualleben – hat Hautkontakt große positive Auswirkungen auf dein Kleines und die ganze Familie.

Um also möglichst viel Berührung innerhalb der Familie zu schaffen, ist es für alle Beteiligten sinnvoll im Familienbett zu schlafen, dein Baby zu Stillen und möglichst viel zu Kuscheln und zu Tragen.

Um zurück zu kommen auf die Blähungen, ist ein weiterer Vorteil beim Tragen, dass die Wärme auf dem Baby-Bäuchlein richtig gut tut. In der Nacht oder wenn dein Baby sonst mal liegt, kannst du auch gerne ein angewärmtes Kirschkernkissen auf den Bauch legen.

Weitere Mittelchen, um bei Blähungen Abhilfe zu schaffen:
Die üblichen Verdauungstees mit Kümmel, Fenchel und Anis.
Oftmals hilft Kamille als Tee richtig gut! Auch Chamomilla Globuli D6, insbesondere wenn dein Kleines ein Chamomilla-Typ ist.
Urtinktur: Foeniculum D1/D2 – gut zur Milchbildung und bei Blähungen, täglich mehrmals bis zu 10 Tropfen
Urtinktur: Levisticum D3 – bei Blähungen und Bauchweh (kleiner Kinder) – 3x täglich 5-10 Tropfen. Natürlich gibst du die jetzt nicht deinem Baby, sondern nimmst sie selbst ein – wenn dein Kind schon älter ist, kannst du ja einfach auf dein Bauchgefühl hören, ab wann du die Tropfen direkt geben möchtest.
Majoran-Salbe zum Einreiben auf das Baby-Bäuchlein – das lindert Blähungen
Engelwurz-Balsam ist eine gute Idee: denn die Engelwurz hält eine schützende Hand über Babys und Kinder
Liebstöckel-Samen-Öl zum Bauch einreiben: Das Öl stellst du selbst her, indem du ein kleines Glas zur Hälfte mit den angemörserten Samen füllst und dann mit Olivenöl aufgießt. Das Öl lässt du dann 3 Wochen an einem warmen Ort (nicht direkt in der Sonne) ziehen. Dann abseihen und fertig. Wenn dir das Öl zu stark nach Olive riecht, kannst du auch etwas ätherisches Öl (Primavera) zugeben, damit es einen angenehmen Duft bekommt, zum Beispiel Lavendel, denn dieser wirkt entspannend.

Und im Notfall kannst du auch noch Carum Carvi Zäpfchen von Wala ausprobieren. (Ich sage deshalb im Notfall, weil ich es als Kind gar nicht cool fand, Zäpfchen zu bekommen und sie deshalb nur sehr sparsam und am liebsten gar nicht einsetzen würde. )

Jetzt hast du eine ganze Reihe an natürlichen Mitteln, die du durchprobieren kannst. Geh auf jeden Fall nach deinem Bauchgefühl, dann werden die Blähungen sicher besser.

 

Was hilft bei wunden Brustwarzen?

Als Vorbeugung, dass es gar nicht erst soweit kommt: die richtige Stillposition.

Außerdem gilt solange du stillst folgender Grundsatz: schütze deine Brust vor starker Hitze, Kälte und Nässe.
Sprich baden gehen und dann frieren bis du trocken bist, ist keine gute Idee. An windigen Tagen und an anderen kalten Tagen gut einpacken und nicht den Wind bis an die Brust hin ziehen lassen.

Was dir hilft, wenn du wunde Brustwarzen hast:

die richtige Stillposition

Überprüfe unbedingt deine Stillposition, denn in den allermeisten Fällen ist diese der ausschlaggebende Grund, weshalb es zum Wundsein kommt. Denn wenn dein Baby nicht richtig andocken kann, lässt es immer wieder die Brustwarze los und zieht wieder an. Und genau dieses wiederholte Andocken strapaziert die Haut der Brustwarzen.

Hier spreche ich auch aus eigener Erfahrung – als meine Stillberaterin mir dann zeigte, wie mein Baby liegen sollte, damit es optimal trinken kann, ging es nur noch darum die beanspruchte Haut wieder zu regenerieren. Später waren wunde Brustwarzen auch kein Thema mehr.

Hol dir also unbedingt Hilfe von einer Stillberaterin mit IBCLC-Ausbildung – vielleicht im Stillcafé in deiner Stadt oder Nachbarstadt. Hier hast du den direkten Link zur Suche nach einer Beraterin in deiner Nähe.

das Andocken

Beim Andocken deines Babys ist es jetzt wichtig auf 2 Sachen zu achten.

Erstens: Warte nicht bis dein Baby super hungrig und ungeduldig ist, denn dann saugt es intensiver an der Brust -es will ja schnell was in den Magen bekommen- und beansprucht die Haut somit mehr, und das tut auch mehr weh. Stattdessen leg dein Baby häufiger an, damit es sanfter saugt.

Zweitens: Leg dein Baby zuerst an die Seite an, die weniger weh tut. Denn dann kann es seinen ersten Hunger an dieser Seite stillen und wenn es dann sanfter saugt, legst du es an die andere Seite an.

6 weitere Tipps, was bei wunden Brustwarzen hilft

die richtigen Stilleinlagen

Wenn du wunde Brustwarzen hast, dann leg dir auf jeden Fall Seide oder Seide/Wolle Stilleinlagen zu. Denn diese transportieren die Feuchtigkeit nach außen – im Gegenteil zu Einwegstilleinlagen, denn hier bleibt die gesamte Feuchtigkeit luftdicht an der Brust und fördert so das Wundsein bzw. Wundwerden.
Wasche die Einlagen jeden Tag, damit sich wirklich keine Bakterien absetzen können. Du kannst sie auch einmal am Tag mit über 60Grad warmen Wasser überbrühen und dann trocknen lassen (Wollfasern laufen nur dann ein, wenn sie heiß auf kalt, also einen Temperaturschock abbekommen).

Bio-Stilleinlagen bekommst du beispielsweise von Popolini, EngelNatur oder auch bei DM’s Alana Produkten.

Lanolin (Wollwachs)

Lanolin ist Wollfett. Und super geeignet, um es auf die Brustwarzen nach dem Stillen aufzutragen. Das Wollfett hält die Haut auf gute Weise feucht – das heißt, Luft kann weiterhin an die Haut herantreten und gleichzeitig wird sie nicht trocken und rissig.

Wollwachs ohne Zusätze bekommst du zum Beispiel bei PureNature.

Muttermilch

Nach dem Stillen die Milch einfach antrocknen lassen, denn diese hat eine enorm antibakterielle Wirkung und sorgt somit dafür, dass sich keine Bakterien ansiedeln können, sondern macht diesen sogar den Gar aus.

Luft, Licht, Sonne

Am besten du lässt so viel Luft wie möglich an die Haut kommen. Du weißt ja, dass Wunden unter Pflaster weniger schnell heilen, wie an der frischen Luft.

Da das natürlich nicht immer so praktisch ist, achte drauf, dass du luftdurchlässige Kleidung trägst. Natürliche Fasern und eher weiter als hauteng geschnitten.

Weitere Salben

Weitere Salben, die vor allem auch die Wundheilung unterstützen:

Beinwell-Salbe: beschleunigt den Zellaufbau, wirkt reizlindernd und entzündungshemmend.

Ringelblumen-Salbe: wirkt entzündungshemmend, desinfizierend und wundheilend.

Pechsalbe: wirkt desinfizierend, entzündungshemmend und zusammenziehend. Pechsalbe wird aus Baumharz, zumeist Fichtenharz hergestellt, und wirkt wie ein natürliches Pflaster auf der Haut. Das Harz sondern Bäume ab, wenn sie verletzt wurden und schließen somit ihre Wunde.

Die Salben kannst du entweder selbst herstellen oder du kaufst sie bei der Bahnhofs-Apotheke Kempten – denn deren Produkte sind wirklich richtig klasse! Hier bekommst du auch sonst alle natürlichen „Mittelchen“ für dein Baby.

Kühlen mit Gelpacks

Wenn du merkst, dass deine Brust total warm ist und dir etwas Kühles gut tut, dann lohnt es sich kühlende Gelpacks (die bekommst du im Drogeriemarkt) aus dem Kühlschrank aufzulegen, denn sie wirken schmerzlindernd.
Achte wirklich darauf, ob dir Kühlendes gut tut oder nicht. Denn wenn es sich auf der Haut nicht gut anfühlt, dann hilft es auch nicht, sondern ist eher abträglich.

Brustwarzenschutz

Wenn dir Berührung richtig weh tut, kannst du dir diese Brustwarzen-Schutz-Schalen besorgen. Du legst sie einfach in den BH ein und die Warze „hängt“ somit in der Luft ganz ohne Berührung.
Das ist ganz gut für zu Hause – unterwegs aber weniger. Denn die Schalen sind recht sperrig und bei viel Milch drücken sie so auf Brust, dass immer etwas Milch ausläuft und du die Schalen immer wieder ausleeren musst.

stillen baby

Auch hier siehst du, dass die Kids früher einfach ganz normal bis ins Kleinkindalter gestillt wurden!

 

Was kannst du bei einem Milchstau oder einer Brustentzündung tun?

Was ist überhaupt der Unterschied zwischen Milchstau und Brustentzündung?

Bei einem Milchstau kann die Milch nicht richtig abfließen. Die Milch staut sich in der Brust, wodurch diese fest und hart wird. Das ganze ist ziemlich schmerzhaft und geht auch damit einher, dass Berührung schmerzhaft ist und Bewegung bis in den Arm hinein wehtun kann.
Bei einer Brustentzündung sind die anfänglichen Symptome dem Milchstau sehr ähnlich bzw. gleich. Eine Entzündung geht jedoch auch mit Fieber, Gelenkschmerzen und Kopfschmerzen einher.

Letztlich gilt bei der Behandlung von Milchstau und Brustentzündung aber dasselbe: Milch muss aus der Brust raus – so schell wie möglich.

Und das geht am besten so:

1.) Zuerst schaust du, dass deine Brust gut durchwärmt wird. Entweder du legst dir heiße Waschlappen auf oder besser Kirschkernkissen oder am allerbesten du nimmst gleich eine heiße Dusche, so heiß wie es nur geht, und fängst dabei an deine Brust leicht zu massieren.

2.) Vor dem Anlegen die Brust mit Stillöl (hast du von deiner Hebamme bekommen – oder holst du dir in der Apotheke) einreiben, damit die Milch besser fließen kann.

3.) Jetzt legst du dein Baby an. Je mehr es trinkt, umso besser.

3a.) Wenn dein Baby gerade überhaupt keine Lust hat zu trinken, dann streichst du einfach die Milch aus. Denn es geht ja darum, dass die Milch rauskommt. Wenn du mit dem Ausstreichen nicht klarkommst, sondern besser mit einer Pumpe umgehen kannst, dann nimm diese, um die Milch herauszubekommen. Denke aber daran, dass die Pumpe die Milchproduktion anregt, das Ausstreichen nicht.

4.) Nachdem gut Milch raus ist, legst du dir etwas Kühles auf wie einen Coolpack, einen kalten Waschlappen, Quark.

Mit diesen 4 Schritten sollte das meiste schon durch sein. Selbstverständlich bist du jetzt total kaputt und brauchst Ruhe und Schlaf. Auch deine Brust wird nicht nicht ganz normal sein. Schau einfach, dass du dein Baby jetzt ganz häufig anlegst, damit der Rest der Milch auch noch rauskommen kann.

Wenn nach 24 Stunden noch nichts besser geworden ist, hol dir unbedingt deine Hebamme an die Seite! Bei Brustentzündungen werden oftmals schnell Antibiotika verschrieben – die dann natürlich wieder durch die Milch auf dein Baby übergehen. Weiterstillen ist dennoch sinnvoll für euch beide! Wichtig ist aber echt, dass du gar nicht erst in die Bedrängnis kommst und bei den ersten Anzeichen schon anfängst zu handeln!

Was ist der Auslöser eines Milchstaus bzw. einer Brustentzündung?

Rein körperlich gesehen kann eine zu lange Stillpause der Grund für einen Milchstau sein. Bei einer Brustentzündung sind auf irgendeine Weise, zB offene Brustwarzen oder Kratzer an der Brust, entzündungserregende Keime in die Brust gelangt.

Ich selbst hatte 2,3 Mal einen Milchstau aufgrund einer zu langen Stillpause einhergehend mit windigem, kaltem Regenwetter, auf das ich nicht vorbereitet war.

Psychisch kannst du dir folgende Fragen stellen:

Was staut sich bei mir an?
Genieße ich das Stillen? Macht es mir Spaß? Wenn nicht, was ist der Grund?
Habe ich genügend Ruhe für mich und mein Baby?

stillen genießen

Oftmals sind auch gesellschaftliche oder familiäre Umstände der Grund, weshalb du dich nicht völlig entspannen kannst beim Stillen. Dein Körper versucht daraufhin dich aufmerksam zu machen – er zeigt dir an, dass etwas nicht stimmt, ganz nach dem Motto Wie innen, so außen.

Was du bei zu wenig oder zu viel Milch tun kannst 

Insgesamt gibt es 3 Wege, die du jeweils einsetzen und gut miteinander kombinieren kannst, um deine Milchproduktion zu optimieren, also auf eure Bedürfnisse anzupassen. Erstens kommt es darauf an, wie du dein Baby anlegst, zweitens kannst du Heilkräuter einsetzen und drittens kannst du auch psychisch arbeiten.

Zufüttern ist in den meisten Fällen wirklich nicht nötig. Wenn du aber das Gefühl haben solltest, dass du wirklich zu wenig Milch hast, um dein Kind über die Runden zu bringen, wenn es zum Beispiel nicht zunimmt oder gar abnimmt, dann hole dir unbedingt  eine Stillberaterin(IBCLC) an die Seite – denn diese schauen sich deine ganz individuelle Situation an und können dich bestens beraten!

Das Anlegen

Wenn du deine Milchmenge steigern möchtest, dann legst du dein Baby pro Mahlzeit an beide Seiten an. Das funktioniert so: Du legst dein Baby an einer Seite an und sobald du beobachten kannst, dass es vom intensiven Saugen und Schlucken auf ein langsameres, gemütliches Tempo übergeht, löst du dein Baby sachte von der Brust (mit dem Finger in den Mund fahren und das Vakuum lösen) und legst es gleich an die andere Seite an. Jetzt wird es wieder richtig kräftig saugen und hier lässt du dein Mini auch gemütlich fertig trinken und nuckeln.

Wenn du deine Milchmenge reduzieren möchtest, dann legst du dein Baby pro Mahlzeit einfach nur an eine Seite an.

Heilkräuter

Um deine Milchmenge zu steigern, gibt es eine ganze Reihe an Kräutern, die in Frage kommen:

frauenmantel ist milchförderndFrauenmantel-Tee: den Tee kannst du bereits 3 bis 4 Wochen vor der Geburt anfangen zu trinken, denn Frauenmantel bereitet die Beckenregion gut auf die Geburt vor. Auch danach kannst du den Tee zur Steigerung der Milchmenge trinken. 3 Tassen pro Tag sind optimal.

 

Geißkraut: Das ist eine weniger bekannte Pflanze, dennoch ist sie richtig gut für die Milchbildung. Am besten du holst dir die Essenz Galega officinalis aus der Apotheke. Zusätzlich kannst du auch einen Tee (Samen & Kraut) trinken. Am besten du mischst den Tee mit einer weiteren Pflanze, die ebenfalls positiv auf die Milchbildung wirkt. 3 Tassen pro Tag.

Mönchspfeffer: regt die Produktions von Prolaktin an und stimuliert demnach die Milchproduktion. Hier ist es sinnvoll, dir die Globuli Agnes castus zu besorgen. Die jeweilige Potenz sprichst du entweder mit deiner Hebamme oder einem Heilpraktiker ab, oder du gehst einfach nach deinem Gefühl: je höher die Potenz, umso stärker die Wirkung. 3 x 5 Globuli täglich ist die Standarddosierung.

ehrenpreis muttermilchEhrenpreis: ein schwacher Tee (statt 1TL pro Tasse etwas weniger nehmen) aus Ehrenpreis wirkt ebenfalls milchfördernd.

 

 

Kerbel: essen, essen, essen – regelmäßig ins Essen, am besten jeden Tag bis sich die Milchmenge erhöht hat.

Basilikum: ebenfalls frisch essen und / oder als Tee trinken. Genialer Doppeleffekt: Basilikum wirkt milchfördernd und hilft bei Baby Blähungen.

Bockshornkleesamen: auch diese als Tee trinken.

Himbeer: Den Himbeerblätter-Tee hast du wahrscheinlich sowieso noch zu Hause. Nach der Geburt kannst du ihn einfach weiterhin trinken, denn er regt die Rückbildung der Gebärmutter an und ist gleichzeitig milchfördernd. Das schöne kommt jetzt: die Früchte haben dieselbe Wirkung…hmmm!

Jetzt hast du eine ganze Auswahl an Tee-Möglichkeiten. Am besten du stellst dir eine Kombination von mehreren Kräutern zusammen. Denn die Kräuter unterstützen sich auch gegenseitig in ihrer Wirkung und verstärken sie so. Du brauchst auch gar nicht unbedingt auf die Mengen jedes Krauts achten, die du in den Tee gibst – misch dir einfach jeden Tag eine neue Zusammenstellung ganz nach Gefühl oder reich dir Kräuterliste in der Apotheke ein und sag denen, dass sie dir eine Zusammenstellung aus den Kräutern mischen sollen.

Bei jedem Tee gilt 3 Tassen über den Tag verteilt trinken. Wenn sich die Milch schon vermehrt hat, kannst du den Tee reduzieren und absetzen.

Um deine Milchmenge zu reduzieren, gibt es ebenfalls einige Kräuter, die in Frage kommen:

Salbei, Pfefferminz und Walnussblätter: einen Tee aus diesen Kräutern, am besten einzeln, reduziert deine Milchmenge. Fang erstmal mit einer oder 2 Tassen am Tag an und schau was passiert. Weil du diese milchreduzierenden Tees auch beim Abstillen verwendest, ist es sinnvoll, erstmal mit weniger Tassen am Tag zu beginnen, damit du nicht übers Ziel hinausschießt.

Psyche

Wenn alles nichts zu helfen scheint, dann liegt deinem Stillproblem wahrscheinlich einfach eine psychische Ursache zu Grunde.
Bei der psychischen Arbeit geht es einerseits wieder ums Blockaden lösen: Was hält mich zurück? Und andererseits ums neu programmieren und visualisieren. Das sind jetzt natürlich alles so Begriffe, mit denen die Spirit-Welt um sich wirft, ganz praktisch kannst du das so angehen:

1.) die Ursache herausfinden: vielleicht geht es um ein ungelöstes Thema innerhalb deiner Herkunftsfamilie, vielleicht geht es um deine persönliche Geschichte, vielleicht hast du als Kind immer wieder gehört, dass Mütter von ihren Kinder ausgesaugt & ausgezehrt werden….
Hilfe und Lösungen bekommst du bei dieser Art der Probleme entweder von Geistheilern (also Menschen, die Seelen-Arbeit leisten) oder auch bei Familientherapeuten, die Familienaufstellungen anbieten.

2.) Neu programmieren: eine neue Programmierung deines Unterbewusstseins erfolgt bei einer Geistheilung oder einem Familienstellen von allein – denn das ist ja Sinn der Sache. Eine weitere Möglichkeit dich selbst neu- oder umzuprogrammieren bietet eine Hypnose. Bei einer Hypnose gehst du Denkmuster, die in deinem Unterbewusstsein verankert sind, direkt an und schreibst sie aktiv um. Das ist eine enorm wirksame Methode alte, behindernde Denkmuster loszuwerden.

3.) Visualisieren: eine neue Programmierung wird zudem durch das Visualisieren unterstützt und gefestigt. Beim Visualisieren geht es darum, dass du dir eine Situation oder einen Lebensumstand, also jetzt das Stillen, ganz ganz genau vorstellst.

Du nimmst dir in Ruhe Zeit, schließt deine Augen und malst dir dein Bild vom Stillen ganz real aus. Wie fühlst du dich dabei, wo sitzt oder liegst du, welchen Gesichtsausdruck hat dein Kind, welche Geräusche kannst du hören, wie liegt dein Baby auf dir oder neben dir, …Wenn du selbst noch nicht dran glauben kannst, dass das Stillen für dich eine angenehme, entspannende Situation werden kann, dann überliste deinen Verstand, indem du dir einfach vorstellst, wie es wäre, wenn alles entspannt und optimal funktionieren würde. Fühl dich richtig intensiv rein! Am besten du machst das mehrmals täglich und ganz wichtig vor dem Schlafen!! Dann nimmst du diese Situation mit in den Traum und dein Unterbewusstsein!

 

Stillen und Gesellschaft 

Stillen ist neben Schwangerschaft und Geburt das natürlichste auf der ganzen Welt. Und dennoch gibt es in unserer jetzigen Gesellschaft Faktoren, die dir das Stillen madig machen können.

Als erstes zu nennen ist hierbei die Sexualisierung des Stillens. Das ist im Grund genommen eine richtige Perversion. Denn durch das Stillen ernährst du dein Kind, es bekommt alle wichtigen Stoffe, die es körperlich braucht und alle emotionale Nähe, die es für sein Wohlbefinden benötigt. Stillen gibt Nähe, Schutz, spendet Trost und schafft eine tolle Bindung zwischen Mutter und Kind. Einer Mutter vorzuwerfen, sie würde sich sexuell durch das Stillen befriedigen, ist völlig realitäts- und menschenfremd. Da hilft echt nur bei dir zu bleiben und solche Idioten links liegen zu lassen.

langes stillen ist natürlich

Als zweites kommen auch immer wieder die eigenen Männer ins Spiel. Manche versuchen dir einzureden, dass kurzzeitiges Stillen am besten sei, andere machen Angst oder ein schlechtes Gewissen mit dem vermeintlichen „Hängebusen“. Woher dieses Verhalten genau rührt, kann ich nur vermuten. Vielleicht haben diese Männer einfach Angst vor dem Stillen, weil sie selbst diese Nähe nicht erfahren haben, es aber durchaus gebraucht hätten. Vielleicht haben sie Angst, dass sie nicht so eine tolle Bindung zum Kind aufbauen können, wie du als Mutter. Egal wie, das wichtigste bleibt, dass du überzeugt von dir selbst bist und das Wohlergehen deines Kindes im Blick behältst und verteidigst.

Als dritten Punkt kommen immer wieder die eigenen Mütter ins Spiel. Es gibt tatsächlich Familienkonstellationen, bei denen der Glaube aufrecht erhalten wird, das die Frauen in dieser Familie nicht stillen könnten. Das ist natürlich völlig irrsinnig – jede Frau kann stillen, wenn sie wirklich will. Zumeist geht diese Annahme im Ursprung auf die vererbten flachen Brustwarzen zurück, die sich ja etwas schwieriger aufstellen als „normale“. Mit ein, zwei Tricks kannst du aber auch mit flachen Brustwarzen ganz normal stillen. Manchmal lässt sich der Ursprung eines solchen Familienglaubens auch auf die Größe der Brust zurückführen. Viele Menschen glauben, dass das Stillvermögen oder die Milchmenge mit der Größe der Brust zusammenhingen. Dies ist aber nicht so – die Milchmenge hängt ganz allein von der Menge der Milchdrüsen ab, welche unabhängig von der Brustgröße ist.

Viertens die Gesellschaft als solche. Je älter dein Kind wird, also 6Monate+, desto häufiger wirst du schief angeschaut, wenn du dein Kind an die Brust nimmst. Das liegt an dem extrem niedrigen Abstillalter in Europa. Hier ist es wirklich wichtig bei dir zu bleiben, halte dir vor Augen, dass Stillen bis mindestens 2 Jahre das aller, allerbeste für dein Kind ist. Du kannst gleichzeitig auch versuchen die Blicke und Reaktionen dieser Personen einfach auszufiltern. Nimm sie einfach nicht wahr, lass sie links liegen, indem du dich bewusst dafür entscheidest.

Und fünftens schwirrt in der Gesellschaft immer noch das Bild des „Hängebusens“ rum. Hier geht es ja schon richtig um Angstmache – die Realität wird völlig außen vor gelassen. Denn einen Hängebusen bekommst du nicht vom Stillen, sondern wenn überhaupt vom schnellen Abstillen. Sprich, je langsamer also natürlicher das Stillen abnimmt, umso leichter kann sich das Gewebe der Brust darauf einstellen und sich zusammenziehen. Stillst du von jetzt auf nachher ab, muss sich das Gewebe von jetzt auf nachher zusammenziehen und das bekommt es meistens einfach nicht hin.
Sprich: für das lange Stillen und langsame Abstillen wirst du mit einem mindestens genauso schönen Busen belohnt, wie du zuvor hattest.

Es ist also, wie bei allen anderen Dingen auch, wichtig bei dir zu bleiben, zu dir zu stehen, von dir überzeugt zu sein und dein Ding durchzuziehen. Behalte auf jeden Fall im Hinterkopf, dass nur in unserer momentanen „aufgeklärten“ Gesellschaft dieses Bild des Kurzstillens herrscht. In allen anderen Teilen der Welt ist es völlig normal Kinder mit 3 oder 4 Jahren noch zu stillen.

Wie funktioniert das Abstillen? 

Das Abstillen sollte ein optimalerweise ein langsamer Prozess sein, der vor allem durch dein Kind geführt wird. Denn die allermeisten Kinder stillen sich im Alter von 2 bis 4 Jahre selbst ab. Bei unterschiedlichen Studien kam man immer wieder zu dem Schluss, dass es im Alter von 2,5 Jahren einen kritischen Punkt in der Gehirnentwicklung gibt. Wurde mindestens bis zu dieser Zeit gestillt, so wurde das meiste Potential der Muttermilch ausgeschöpft. Weiterhin kam man in kulturübergreifenden Studien (insgesamt 26 Kulturen) zu dem Ergebnis, dass unter Kindern, die bis mindestens 2,5 Jahre gestillt wurden, keine Selbstmorde vorkommen. Das heißt, dass das Stillen auch auf die Weise, wie du dich selbst wahrnimmst und schätzt einen großen Einfluss hat.

Wenn es dann aber wirklich Zeit ist abzustillen, gibt es auch hier ein paar Tricks:
Globuli Phytolacca in D2 oder D3 Potenz. Davon nimmst du am ersten Tag alle 1 bis 2 Stunden 5 Globuli. Die Zeitabstände lässt du langsam größer werden bis zu am 3. oder 4. Tag nur noch 3x täglich 5 Globulin nimmst. Nach 7 Tagen hörst du auf, dann ist der Milchfluss versiegt.
Täglich 3 Tassen Pfefferminz-, Salbei- oder Walnussblättertee trinken reduziert die Milchmenge ebenfalls. Wirkt gut, nur nicht ganz so schnell wie die Globuli.
Frischer Petersilien-Brei auf die Brüste gestrichen, stoppt den Milchfluss ebenfalls.
Zusätzlich zum Tee könntest du dir kalte, enge Brustwickel machen, um den Milcheinfluss zu unterbinden.

 

Stillzubehör: was du wirklich brauchst 

Das Stillkissen

Die meisten Mütter bereiten in der Schwangerschaft schon ein Stillkissen vor. Wenn du eines möchtest, sind sie auf jeden Fall geschickt – notwendig sind sie aber nicht.

Denn statt einem Stillkissen kannst du auch einfach normale Kissen nehmen. Wichtig ist, dass das Kissen groß ist, also lang genug und dick gepolstert. Wir haben zum Beispiel große dicke Sofakissen (60cm x 60cm) und die waren genauso gut wie das Stillkissen, wenn nicht sogar handlicher.

Generell habe ich festgestellt, dass ein Seitenschläferkissen meistens günstiger ist als ein Stillkissen, obwohl es im Endeffekt genau dasselbe ist. Und gegen Ende der Schwangerschaft findest du es vielleicht ganz angenehm so ein Kissen zwischen den Beinen zu haben, wenn du auf der Seite schläfst.

Die Unterschied bei den Stillkissen liegen in den unterschiedlichen Füllungen und Längen.

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Für welche Füllung du dich entscheidest, liegt ganz in deinem Befinden: magst du lieber eine weiche, formbare Füllung (Baumwolle) oder eine Festere, die weniger zusammenknautscht (Dinkel- oder Hirsespelz)?

Die meisten herkömmlichen Kissen sind mit Plastikperlen aus Polyester und ähnlichem Zeug gefüllt – davon solltest du dich aus gesundheitlichen Gründen fernhalten. Denn Plastik hat immer irgendwelche Ausdünstungen, die nicht besondern toll für deine Gesundheit noch die deines frisch geschlüpften Babys sind.

Als geniale Alternative kannst du dir vielleicht auch einfach einen Bezug in „Wurstform“ selbst nähen oder nähen lassen und diesen mit frischer Bio-Schurwolle füllen. Dafür fragst du einfach bei einem Bio-Schafhof in der Nähe an. Schafwolle wäre super geeignet, denn sie nimmt bis zu einem Drittel ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit auf. Zudem ist sie antibakteriell. Zusätzlich könntest du noch einen Bezug für das Kissen aus Seide kaufen – denn diese ist eben auch von Natur aus antibakteriell und du kannst sie bei 30 Grad in der Maschine waschen.

Für die Länge des Stillkissens finde ich ein Längeres auf jeden Fall praktischer, weil du es dann eben wirklich als Seitenschläferkissen nehmen kannst, mehr Material hast, um dein Baby gerade direkt nach der Geburt schön hoch vor deine Brust zu lagern und längere Zeit ein Nestchen zum Schlafen für dein Baby (Babys‘ Größe) bauen kannst, wenn du es mal hinlegst.
Später kannst du es auch ans Kopfende im Bett legen und als Kopfstütze zum Lesen nehmen:-).

Fazit: ein Stillkissen macht Sinn, wenn du es auch schon in der Schwangerschaft als Seitenschläferkissen nimmst und/oder keine großen dicken anderen Kissen hast und/oder es später noch weiter verwenden möchtest (als Nestchen, Kopfstütze, Spielwurst fürs Kind). Tolle Stillkissen gibt’s zum Beispiel bei Hessnatur.

Die Stilleinlage

Stilleinlagen sind gerade am Anfang super geschickt. Denn da läuft immer mal wieder etwas Milch davon und die Einlagen fangen diese Milchtropfen dann eben auf und sorgen dafür, dass du nicht gleich „durchweichst“.

Auch bei Stilleinlagen gibt es herkömmliche Einwegteile, die du nach dem Gebrauch wegschmeißt. Und eben auch welche aus Seide, Seide/Wolle oder Baumwolle. Diese kannst du waschen und eben immer wieder verwenden.

Bauwolle als ein natürliches Material – insbesondere wenn du auf Bio-Baumwolle achtest, gibt eine gute Stilleinlage ab. Sie nimmt Feuchtigkeit auf und du kannst sie sogar bei 95Grad in der Waschmaschine waschen.

Das Nonplusultra sind aber Stilleinlagen aus Seide oder Wolle/Seide. Denn deren großer Vorteil ist, dass sie von Haus aus antibakteriell sind. Zudem beugen sie wunden Brustwarzen vor bzw. sind eine Wohltat für bereits wund Gewordene, denn sie sind atmungsaktiv und können eben schön viel Feuchtigkeit aufnehmen, sodass die Brustwarze selbst trocken bleibt und nicht in feuchtem Milieu liegt. Wie rum du die Einlagen einlegst, hängt von deinem Befinden ab – wenn du wunde Brustwarzen hättest, wendest du die Seidenseite zur Warze hin und die Wollseite eben zum BH hin.
Seide und Seide/Wolle Stilleinlagen solltest du auf jeden Fall von Hand waschen.

Fazit: Stilleinlagen machen in den meisten Fällen Sinn. Du bekommst die zum Beispiel bei DM von Alana oder beim Avocadostore.

Der Still-BH

Ein Still-BH macht insbesondere zu Beginn der Stillzeit Sinn, wenn dein Milcheinschuss mit zu viel Milch einhergeht. Denn bei großen, prallen Brüsten tut so ein weicher Still-BH ohne Bügel oder andere harte Stellen gut.

Ansonsten liegt es wieder bei dir – was du für geschickt hältst. Ich persönlich habe nur im ersten Monat einen Still-BH genommen – bis sich die Milchmenge angepasst hatte und danach einen normalen BH. Den finde ich geschickter, weil  du einfach die Brust vorholen oder zurückstecken kannst ohne ewig unterm Oberteil rumzufummeln und den BH ein- oder auszuklicken.

Fazit: macht dann Sinn, wenn dir ein normaler BH unangenehm an der Brust drückt. Oder dein Busen größer bleibt, wie die davor getragene BH-Größe. Gute bio Still-BH’s bekommst du hier über ebay.

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Das Stillhütchen

Stillhütchen verwendest du wiederum nur, wenn du richtig wunde Brustwarzen hast. Oder wenn du flache Brustwarzen hast, die Brustwarze sich also schwieriger aufstellt bzw. dein Baby sie nicht richtig mit dem Mund umschließen kann.

Ob du solche Stillhütchen wirklich anwenden solltest, klärst du aber auf jeden Fall mit deiner Hebamme ab. Denn einerseits können sie zu einer Stillverwirrung führen und andererseits musst du das Gewicht deines Babys im Auge behalten. Für dein Baby ist das Saugen am Stillhütchen anstrengender, es kann also ganz leicht passieren, dass das Kleine vor Anstrengung müde wird und einschläft, obwohl es sich gar nicht satt getrunken hat.

Fazit: Nur mit Hilfe einer Hebamme oder Stillberaterin anwenden.

Der Schnuller

Beim Schnuller scheiden sich die Geister. Grundsätzlich gilt die Frage: Warum bietest du deinem Kind einen Schnuller an? Nur dann, wenn es sich beruhigen oder entspannen soll, oder?! Das bedeutet nichts anderes, als dass der Schnuller ein Ersatz ist – und zwar für die Brust, an der dein Kind natürlicherweise nuckeln würde, um sich zu beruhigen oder zu entspannen. Wenn dein Kind an der Brust nuckeln darf, erhält es in genau diesem Moment, was es wirklich braucht: deinen Schutz, deine Nähe und deine Liebe – und die bekommt es ganz sicher nicht durch einen Plastikschnuller ersetzt.

Neben diesem Grundgedanken, halte ich mich gerne an die Ansichten dreier Frauen, die ich sehr schätze.

Eine der beiden ist eine gute Freundin, die Zahnärztin ist. Sie meint, dass ein Schnuller abträglich ist für die Gebissentwicklung von Kindern. Schnuller fördern eine Fehlstellung der Zähne und nehmen sogar auf die Form des Gaumens negativen Einfluss. Das ist beim Daumen nicht so und ohne Daumen und Schnuller sowieso nicht.

Die zweite ist Vivian Weigert – sie war Finns Osteopathin, meine Stillberaterin und ist Buchautorin mehrerer toller Bücher. Auch sie spricht sich für den Daumen aus, weil dieser natürlich ist und kein Fremdgegenstand im Mund steckt. Gleichzeitig kann das Kind sich selbst mit dem Daumen beruhigen, wenn es das brauchen sollte ohne erst nach einem Schnuller suchen zu müssen.

Die dritte ist Julia Dibbern, die in ihrem Buch Geborgene Babys festhält, dass anders als beim Huhn und dem Ei sich bei Schnuller oder Brust nicht die Frage stellt, was zuerst da war. Sie vertritt die Ansicht, dass ein Baby, dass sein Saugbedürfnis an Mamas Brust sättigen darf, keinen Schnuller und auch keinen Daumen braucht.

Ich persönlich finde, dass dein Baby ganz natürlich die Möglichkeit haben dürfen sollte, sich an der Brust genüsslich in den Schlaf zu nuckeln oder sich zu beruhigen. Schließlich werden beim Saugen Glückshormone im kleinen Körperchen ausgeschüttet. Finn durfte bei mir zu jeder Zeit an die Brust und so hatte er nie das Bedürfnis an seinem Daumen zu nuckeln. Einen Schnuller habe ich ihm nicht angeboten, weil ich es aus dem eingangs beschriebenen Grundgedanken völlig unnatürlich finde, egal ob dieser aus Naturkautschuk oder Silikon besteht.

Solltest du wunde Brustwarzen haben, dann ist es selbstverständlich gut, wenn dein Baby in dieser Zeit nicht ewig nuckelt und die Haut strapaziert, sondern diese sich regenerieren kann. Anstatt eines Schnullers, habe ich Finn in dieser Zeit seinen Daumen gezeigt oder ein Seidentuch, welches wiederum antibakteriell ist. Interessanterweise wollte er keins von beidem, sondern hat einfach mehr mit mir gekuschelt.

Insbesondere wenn du wunde Brustwarzen hast, ist es wichtig deinem Kind keinen Schnuller anzubieten, denn sollte es diesen wirklich nehmen wollen, wird das die gesamt Situation noch verschlimmern. Denn durch einen Schnuller entsteht ganz schnell eine Saugverwirrung und dein Baby wird stärker an deiner Brust anziehen und sie so wiederum mehr strapazieren.

Fazit: Schnuller sind völlig unnötig.

Das Fläschchen

Im Wochenbett und in den ersten Monaten brauchst du normalerweise kein Fläschchen für dein Baby, denn du stillst es ja. Mit dem Stillen ist der gesamte Flüssigkeitsbedarf geregelt.

In Ausnahmefällen kommt so ein Fläschchen aber vielleicht doch mal zum Einsatz, zum Beispiel wenn du einen Milchstau und gleichzeitig wunde Brustwarzen haben solltest. Dann kann das Stillen vorübergehend (bis das schlimmste durchgestanden ist) so unangenehm sein bzw. so verdammt weh tun, dass du dich dazu entscheidest die Milch von Hand auszustreichen und in einem Fläschchen zu füttern.

Oder wenn du vielleicht mal weg bist und der Papa das Kleine zum Schlafen bringen soll. Dann kannst du rechtzeitig genügend Milch vorbereiten, damit dein Kleines seelenruhig in Papas Armen einschlafen kann.

Es gibt viele unterschiedliche Fläschchen und Sauger-Techniken. Am besten suchst du dir eine Flasche aus Glas oder Edelstahl, denn herkömmliche Flaschen sind entweder aus Plastik, also mit BPA oder anderen Chemikalien belastet, oder aus Aluminium mit Innenbeschichtungen, die ebenfalls Toxine an die Milch abgeben.

Bei Glas- oder Edelstahlflaschen gehst du den gesünderen und umweltfreundlichen Weg.

Bei den Saugern gibt es Silikon oder Kautschuk(Latex) Aufsätze. Kautschuk ist ein Naturmaterial und somit gesundheitlich gesehen auf jeden Fall besser als Silikon. Bei Silikon, das aus Silizium und Sauerstoff künstlich hergestellt wird, gibt es Unterschiede zwischen reinem Silikon und welchem, der mit weiteren Chemikalien belastet ist. Mit dem Naturmaterial bist du auf der sicheren Seite.

Fazit: ein Fläschen macht in Ausnahmesituationen Sinn.

Die Milchpumpe

Die meisten Schwangeren schaffen sich in ihrer Baby-Vorbereitungszeit auch eine Milchpumpe an. Ob du diese auch wirklich brauchst, stellt sich aber erst später raus, wenn dein Baby schon da ist.

Im Normalfall brauchst du keine Milchpumpe, denn dein Baby trinkt an deiner Brust und fertig ist die Sache. In welchen Situationen eine Pumpe sinnvoll sein kann und welche Vor-& Nachteile sie mitbringt:
Bei Milchstau, Brustentzündung, wunden Brustwarzen, wenn das Andocken & Saugen deines Babys dir so wehtut, dass du es kaum aushältst.

Aber auch nur dann, wenn es weniger wehtut, wie das Andocken & Saugen!
Wenn du gerade bei gestauter Milch größere Mengen Milch auf einmal „loswerden“ willst.
Wenn du die Milchmenge anheben möchtest: denn beim Abpumpen der Milch gaukelst du deinem Körper vor, dass dein Baby trinkt. Also wird er mehr Milch produzieren.
– Die Pumpe arbeitet recht rabiat und nicht so fein wie das Saugen deines Babys. Ich konnte die Pumpe nicht nehmen, weil sie mir gerade zur Zeit von Milchstau und wunden Brustwarzen wesentlich mehr weh getan hat als das Babysaugen.
– Wenn du eh schon viel Milch hast, solltest du also nicht zusätzlich eine Pumpe verwenden.

Fazit: Wenn du wenig Milch hast und dir die Pumpe nicht wehtut, kannst du versuchen die Milchmenge mit ihr zu erhöhen. Wenn du viel Milch hast, dann streich diese lieber von Hand aus, denn dabei wird die Milchproduktion nicht weiter angeregt.

Bevor du dir eine Pumpe kaufst, kannst du auch eine Freundin fragen, ob du ihre mal ausprobieren darfst.

mullwindeln

die Mullwindeln

Mullwindeln brauchst du weniger für das Stillen direkt. Eher als Spucktuch für dein Neugeborenes oder als Wickel, für eine warme oder kalte Brustauflage (Milcheinschuss, Milchstau). Dennoch ist es gut davon ausreichend zu haben. Auch hier gibt es unterschiedlich dicke und dünne Tücher. Meine Favourites sind die dickeren von Popolini – die kannst du auch gut als Windeleinlage benutzen.

 

Wenn dein Baby spuckt

Es gibt einen Unterschied zwischen spucken und wirklich erbrechen.
Das Spucken nach dem Stillen ist in den ersten Monaten völlig normal, es gehört einfach immer mal wieder dazu. Der Ausspruch Speihkinder sind Gedeihkinder bestätigt sich interessanterweise in den meisten Fällen.

Spuckt dein Baby so häufig oder regelmäßig, dass du dich fragst, ob da überhaupt etwas drin bleibt, dann probier am besten mal aus, dein Baby in einer aufrechteren Haltung zu stillen. Das Köpfchen sollte also höher als der Po gelagert sein. Und nach dem Stillen bleibst du bei ruhigen Bewegungen, denn abrupte, schnelle Bewegungen fördern das Spucken.
Achte zudem darauf, dass dein Baby wirklich gut angedockt ist und keine Luft verschluckt. Denn diese Luft will aus dem Magen wieder raus (Bäuerchen), egal ob oben drüber Milch ist oder nicht.

Nach dem Spucken ist es auch gut, deinem Baby noch einmal die Brust anzubieten, um sicher zu gehen, dass es wirklich satt ist.

Dass dein Kind sich erbricht und nicht nur spuckt, erkennst du daran, wie die Milch rauskommt. Ist es regelmäßig ein richtiger Schwall und viel Menge, dann ist es auf jeden Fall sinnvoll zu einem Osteopathen zu gehen oder homöopathisch nachzuhelfen.

Was steckt in Muttermilch drin, was in Formula-Milch? 

Muttermilch enthält unglaublich viele Inhaltsstoffe. Und das beste ist, dass sich die Konzentrationen dieser Inhaltsstoffe permanent auf die Bedürfnisse deines Babys anpassen. Ja sogar innerhalb einer Stillmahlzeit gibt es Veränderungen in der Milch, denn zuerst bekommt dein Kleines wässrigere Milch, um den ersten Durst zu stillen und was in den Magen zu bekommen und erst danach kommt die fettere Milch, um für eine gute Sättigung zu sorgen.

Es gibt auch Unterschiede zwischen Morgen- und Abendmilch, denn morgens stimuliert sie dein Baby eher, während sie am Abend schlaffördernd und entspannend wirkt. Auch zwischen Sommer und Winter, Alter und Gesundheitszustand des Kindes variiert die Milch und passt sich perfekt den Bedürfnissen deines Kindes an.

Diese Anpassungsfähigkeit an die Bedürfnisse des Babys wird einerseits von deinem Körper selbst bewerkstelligt, andererseits bekommt dein Körper über den Hautkontakt zwischen Babymund und Brustwarze die „Updates“ übermittelt, was gerade in Babys Körper gebraucht wird.

Welche Inhaltsstoffe sind nun aber in der Milch und für was sind diese da?

Fette

In der Muttermilch sind unterschiedliche Fette enthalten. Für Neugeborene ist vor allem das Cholesterin interessant, denn dieses wird dringend benötigt, um gut funktionierende Gehirnzellen aufzubauen. Fehlt Cholesterin werden Ersatzfette hergenommen und ein Ersatz ist auch hier, wie überall sonst auch, einfach nicht so top wie das Original.
Außer für Gehirnzellen sind die Fette ebenfalls für den Aufbau des zentralen Nervensystems und des Sehvermögens super wichtig.

Kohlenhydrate

Bei den vielen unterschiedlichen Kohlehydraten ist allen voran die Laktose, also der Milchzucker zu nennen. Laktose ist verantwortlich für die optimale Aufnahme von Aminosäuren (transportieren & speichern Nährstoffe) und Mineralien.
Insgesamt können in Muttermilch über 200 (!) verschiedene Zuckermoleküle definiert werden. Einige davon bieten einen optimalen Nährgrund für Milchsäurebakterien, sodass sich diese auf der Darmwand ansiedeln und so für ein starkes Immunsystem sorgen können.

Eiweiße

Muttermilch enthält unterschiedliche Eiweiße, die in ihren abgestimmten Konzentrationen ganz bestimme Aufgaben haben. Insgesamt sorgen sie für..

– den Transport und die Aufnahmefähigkeit von Vitaminen, Hormonen und Spurenelementen wie zum Beispiel Eisen,
optimales Wachstum,
– die Stärkung des Immunsystems und
– eine gute Verdauung  (eher flüssiger als fester in den ersten Monaten).

Muttermilch ist super genial und gesund

Mineralstoffe und Spurenelemente

Muttermilch enthält auch alle Mineralstoffe – Magnesium, Calcium, Zink, Natrium, Chlorid, Phosphor und Kalium- und alle Spurenelemente -Eisen, Kupfer, Jod, Mangan, Flourid. Selbstverständlich in der perfekten Dosierung.

Abwehrstoffe

Zudem wimmelt es in Muttermilch nur so von weißen Blutkörperchen, den Leukozyten, und Antikörpern.

Leukozyten sind unsere Fresszellen. Sie fressen alles Ungewollte wie schädliche Bakterien, Viren und Pilze in unserem Körper einfach auf, machen es also unschädlich. Gleichzeitig ist Muttermilch selbst auch keimfrei!

Antikörper bildet jeder Mensch im Laufe seines Lebens gegen alle möglichen Eindringlinge. Diese Antikörper bekommt dein Baby über die Muttermilch ebenfalls in seinen Körper. Das funktioniert wiederum auch über den Hautkontakt. Hat dein Baby einen Schnupfen, bekommt dein Körper das mit und bildet die benötigten Antikörper. Das ist auch der weit bekannte Nestschutz.

Weiteres

Muttermilch enthält ebenfalls die Säure Taurin. Diese spieltt ebenfalls eine entscheidende Rolle bei der Hirnentwicklung in den ersten 2,5 Jahren deines Kindes. Sprich: es wäre für die Entwicklung sehr sinnvoll, wenn dein Kind bis zu diesem Alter Muttermilch bekommen würde.
Zudem ist inzwischen auch weithin bekannt, dass Muttermilch Allergien fern hält. Dasselbe gilt für Neurodermitis, denn diese Krankheit tritt vor allem bei kurz oder gar nicht gestillten Kindern auf. Auch Verdauung und Stoffwechsel werden durch die Muttermilch von Grund auf an optimal aufgestellt.

Und wie sieht es mit Formula-Milch aus?

Grundsätzlich kann Formula-Milch, die ja industriell hergestellt wird, nie die ganz optimale Zusammensetzung, wie natürliche Muttermilch sie hat, erreichen. Das erkennst du ganz leicht, wenn du dir die Bestandteile von Milchpulver vor Augen führst.

Die Basis des Milchpulvers bildet entweder Kuh- oder Stutenmilch, wahlweise auch Sojamilch. Die Zusammensetzung der Nährstoffe in Sojamilch fällt logischerweise anders aus als die von Menschenmilch. Dasselbe gilt auch für die Milch anderer Säugetiere, denn diese ist immer auf die Bedürfnisse der jeweiligen Art angepasst.

Damit also Kuh-, Stuten- oder Sojamilch als Ersatzmilch für Babys genommen werden kann, muss das Nährstoffverhältnis auf das der Babys angepasst werden. Und das wird mithilfe von allerlei Zusatzstoffen gemacht – wobei das optimale Verhältnis der Muttermilch nicht 1:1 imitiert werden kann.

Zusätzlich besteht bei Formula-Milch kein Nestschutz für dein Baby, denn lebendige Abwehrstoffe können nicht künstlich hergestellt und pulverisiert werden. Das bedeutet, dass bei Formula-Kindern ein wesentlich höheres Risiko für Infektionskrankheiten, Allergien oder auch Neurodermitis besteht. Kein Wunder also, dass die sogenannte Formula-Generation auch Neurodermitis-Generation heißt.

Hinzu kommt außerdem, dass das Verhältnis der einzelnen Nährstoffe weitere Prozesse beeinflusst. So kann aus Kuhmilch zum Beispiel nur 5-7% Eisen aufgenommen werden – aus Muttermilch aber 50-75%!

Weiterhin gibt es Unterschiede in den Zusammensetzungen verschiedener Milchpulver. Es gibt die normale Milch, die HA-Milch und die Pre-Milch.
Die Pre-Milch beinhaltet im Unterschied zu den anderen Variationen als Ersatz für Anfangsmilch keine Getreidezusätze. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass alle anderen diese Zusätze haben und lässt dich somit erkennen, weshalb es bei Flaschenkindern leicht zu Allergien (zB. Gluten) kommt und weshalb bei Flaschenkindern darauf geachtet werden muss, dass sie nicht zu dick werden – Stillkinder können gar nicht zu viel stillen.
Die HA-Milch steht für Hypoallergen Milch und wird speziell für Kinder mit erhöhtem Allergierisiko, also wenn beide Eltern starke Allergien haben, angeboten. Der Unterschied hier besteht darin, dass das Kuhmilcheiweiß vorbehandelt wurde, damit es keine Reaktionen auslöst.

Möchtest du deinem Kind allerdings die allergenärmste bzw. allergenfreie Milch zur Verfügung stellen, dann kommst du wieder bei der Muttermilch raus.

Ist Muttermilch durch Pflanzenschutzmittel & Antibiotika auf/in Lebensmitteln belastet?

Wenn Muttermilch belastet wäre, dann gilt dasselbe für Formula-Milch, denn diese wird in derselben Umwelt produziert.

Wenn du dir wirklich Sorgen über chemische Rückstände in der Milch machst, dann kannst du 3 Dinge unternehmen:

1.) Ausschließlich biologische Lebensmittel, am besten nach Bioland, Naturland oder Demeter, konsumieren.

2.) Naturkosmetik verwenden. Umso weniger auf die Haut geschmiert wird, umso verträglicher.

3.) Öko-Klamotten kaufen, am besten nach GOTS oder IVN Standard (Stoffe werden bio angebaut und ohne starke Chemikalien gefärbt).

(  4.) Punkt 2 +3 gelten auch für die Babyhaut )

Was wenn du wirklich nicht stillen kannst und auf Formula-Milch angewiesen bist?

Wenn du wirklich nicht stillen kannst, dann hast du natürlich keine andere Wahl als Formula-Milch. In dieser Situation ist es auf jeden Fall wichtig darauf zu achten, dass du Demeter-Milchpulver verwendest, denn das ist qualitativ meilenweit besser als Herkömmliches.

Des weiteren ist es dann eine gute Idee, die Stillsituation so gut wie es geht nachzuahmen. Am wichtigsten ist hierbei, dass der direkte Hautkontakt, den es beim Stillen gibt, auch bei Flaschenfütterung zustande kommt. Am besten ist es, wenn du sogar die Seite wechselst auf der dein Baby zum Stillen liegt, ganz als so als würdest du stillen. Denn das ist wichtig für die motorische Entwicklung.

Am allerwichtigsten ist die Frage: Warum kannst du nicht stillen? Was steckt dahinter? In den meisten Fällen hat dieser Umstand eine tiefergehende psychologische Ursache. Wenn du die beheben willst, kannst du sicher auch stillen. Als kleiner Ansporn: es gibt sogar Frauen, die Milch bilden, obwohl es „nur“ ihr Adoptivkind ist und nicht ihr eigenes.

 

Und zum Schluss…

…wünsche ich dir einfach ganz viel Spaß beim Stillen. Genieße es und nutze die Stillzeit als Zeit der Entspannung für dich selbst. Lass dich intuitiv leiten und erlebe wie viel Freude das Stillen macht.

Oftmals sagen Mütter auch, dass das Stillen erst richtig witzig wird, wenn das Kind ein Jahr und älter ist. Und das kann ich nur bestätigen, denn dann hat sich das Stillen gut eingespielt und du musst dir keine große Mühe mehr machen dein Baby richtig zu lagern oder auf das Andocken zu achten. Stattdessen krabbeln die Kleinen von allein in die richtige Position. Du siehst ihnen die Vorfreude im Gesicht an, wenn sie strahlen und lachen und sich einfach freuen, dass sie jetzt Milch bekommen. Selbst nachts drehen die Kids sich zur Seite und docken von allein an.

Genießt es, viel Spaß und vielleicht hast du ja Lust deine Erfahrung in den Kommentaren zu teilen und den Artikel zu teilen:-)

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