Geld

Wie sinnvoll sind Versicherungen und wo kannst du Geld sparen?

7 Comments 16 Januar 2016

Vor ein paar Tagen habe ich mit einem Freund über Versicherungen diskutiert. Nach einem kurzen Austausch stellten wir jedoch fest, dass wir unterschiedlicher Meinung sind… nicht weiter schlimm, dennoch war die Diskussion Anlass, eine andere als die „typisch Deutsche“ Sichtweise zu beschreiben.

Wie sinnvoll sind Versicherungen

Wenn du dein Geld also grundsätzlich nur für sinnvolle Dinge ausgeben willst, dann ist die folgende Fragestellung sehr gewinnbringend für dich.

Warum versichern sich Menschen und was bringt eine Versicherung wirklich?

Zuerst die Grundidee dazu: Viele Menschen schließen sich in einer Gemeinschaft zusammen. Jedes Mitglied bezahlt einen überschaubaren Beitrag. Das Geld wird dann denjenigen ausbezahlt, die einen entsprechenden Schadensfall erfahren haben.

Die Idee sich abzusichern, finde ich grundsätzlich sinnvoll. Im aktuellen System hat sie jedoch zwei große Haken:

1. Bis auf wenige Ausnahmen (nämlich genossenschaftlich organisierte Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit VVaG) sind die Versicherer sind meist Firmen, die Profit machen wollen. In ihrem Interesse stehen deshalb so geringe Leistungen wie nötig und so hohe Gebühren wie möglich. Je nach Preisdruck und Kosten der Firma wird dann der Versicherungsbeitrag berechnet.

2. Der Tausch „Geld gegen Sicherheit“ ist mit Vorsicht zu genießen. Ja, es kommt mir gerade so vor, als ob ich eine Art Wette eingehe… Der Versicherer setzt dabei auf das Pferd „alles geht gut“ und du setzt auf das Pferd „es könnte ja etwas passieren“.

Irgendwie fühlen sich diese zwei Punkte nicht so passend an. Sollte die Absicherung nicht viel eher ein gemeinnütziges Projekt sein, in dem das Wohl des Menschen der Profitsteigerung vorgezogen wird?

Aktuell ist es deshalb um so wichtiger sorgfältig abzuwägen, in welchen Fällen eine Versicherung tatsächlich notwendig ist und wann du das Geld lieber für andere Dinge ausgeben willst.

Sicherheit ist in der deutschen Kultur garantiert eines der größten Bedürfnisse. Ich frage mich jedoch, ob die Angst, dass „etwas passieren könnte“, nicht auch unser Glück und unsere Freiheit sehr stark einschränkt?

Kommt das überaus wichtige „sich absichern wollen“ und „die Schäfchen ins Trockene bringen“ nicht etwa von mangelndem Urvertrauen? Was denkst du darüber?

Schafe im Trockenen

Ist es tatsächlich wahr, dass die ständigen Negativschlagzeilen der Medien uns unsicher machen? Oder ist es einfach nur gesund sich für alle Fälle abzusichern?

 

Einfaches Rechenbeispiel, das zeigt, ab wann Versicherungen überflüssig sind..

In der besagten Diskussion ging es darum, dass mein Kumpel sich im Urlaub für eine Woche ein Auto gemietet hatte. Er kaufte sich die dazu zusätzlich angebotene Vollkasko Versicherung für nur 90,-€ mehr.

Wenn ihm jetzt ein Kratzer ins Auto reinkommt, dann trägt die Versicherung den kompletten Schaden.

Ich finde eine solche zusätzliche Versicherung wiederum völlig überflüssig. Die automatisch eingeschlossene Teilkaskoversicherung reicht mir vollkommen aus. Bei Lackschäden zahle ich dann eben die vom Versicherer verlangte Selbstbeteiligung in Höhe von 500-1500,-€.

Okay, schauen wir, ob sich mein Gefühl bestätigt. Weshalb sind diese 90,-€ aus meiner Sicht also rausgeworfenes Geld?

Laut einer Statistik (Seite 42/43) vom statistischen Bundesamt gibt es in Deutschland 49,6 Mio. PKW und Zweiradfahrer. Im Jahr 2014 sind dazu insgesamt 2,4 Mio. Unfälle gemeldet worden.

Wenn ich jetzt das Unfallverhältnis daraus ausrechne, dann gab es bei 100 Autofahrern zirka 4,9 Leute, die einen Unfall meldeten.

Diese Zahlen auf meinen Kumpel übertragen, würde er also in 100 Urlauben ungefähr 4,9 Unfälle bauen. Seine kosten beliefen sich dann auf 100 x die Zusatzversicherung für 90,-€. Das sind Ausgaben von insgesamt 9.000,- €.

Wenn ich jetzt in 100 Urlauben ebenfalls 4,9 Unfälle baue, dann müsste ich im schlechtesten Falle jedes Mal eine hohe Selbstbeteiligung von 1.500,- € bezahlen. Meine Gesamtkosten beliefen sich dann auf (4,9 Unfälle x 1500,-€) insgesamt 7.350,-€.

Wenn ich jetzt weitere Faktoren berücksichtige wie, dass ich kein Fahranfänger mehr bin und im Ausland eh noch vorsichtiger fahre, dann komme ich ohne Zusatzversicherung sehr wahrscheinlich günstiger weg.

Direkt beim Autohändler kommt allerdings auch bei mir das Bedürfnis diese zusätzliche Sicherheit „noch schnell“ mit einzukaufen. Wenn ich dann jedoch logisch nachdenke, dann stelle ich in vielen Situationen fest:

Die Wahrscheinlichkeit, dass wirklich ein Schadensfall eintritt, ist in vielen Fällen einfach zu gering. Die Kosten der Versicherung sind oft wesentlich höher als das tatsächliche Risiko. Und entsteht doch ein Schadensfall, dann ist dieser meist trotzdem bezahlbar – gerade bei Zusatzversicherungen.

Solche Rechnungen kann ich in vielen Fällen machen. Sei es, ob ich die ADAC-Gebühr mit den Kosten einer einmaligen Panne verrechne oder die Zusatzversicherung meines Geschirrspülers mit den Reparaturkosten eines Fachmannes gegenrechne.

Rechne doch mal alle Beiträge zusammen, die du aktuell für Versicherungen und Zusatzversicherungen ausgibst. Welcher Beitrag kommt dabei heraus und was könntest du damit alles bezahlen?

 

Deshalb auch die Frage: Welche Versicherungen sind wirklich sinnvoll und notwendig?

Bevor ich gleich alle Versicherungen aufzeige, möchte ich klarstellen: Deutschland ist eines der wenigen Länder, in denen man sich überhaupt versichern kann.

Wir diskutieren also innerhalb eines Systems, das gerne mal von deiner Intuition (gibt es auch andere Lösungen?) hinterfragt werden will.

Also starten wir rein:

Natürlich gibt es einige Fälle, in denen Leute alles verloren haben und sich dank finanzieller Absicherung wieder eine Existenz aufbauen konnten. In solchen Situationen sind Versicherungen essentiell.

Wie filtere ich also heraus, welche Versicherungen ich wirklich brauche?

Im Wesentlichen beantwortest du dir dazu diese zwei Fragen:

1. Welche Schadensfälle bedrohen meine Existenz am stärksten?

2. Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Schadensfall eintritt?

Jetzt wird auch klar, weswegen mein Kumpel diese Zusatzversicherung abgeschlossen hatte. Er hat die Wahrscheinlichkeit, dass etwas mit dem Mietwagen passiert, höher eingestuft als ich dies getan habe…

Und das ist der springende Punkt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schaden eintritt, wird von vielen Menschen oft zu hoch eingestuft. Es ist die Unsicherheit, die unsere Wahrnehmung so verschiebt.

Weiter herrscht auch das Problem, dass die erste der beiden Fragen (die Existenzfrage) meist zu wenig ins Gewicht fällt. Was passiert denn, wenn ich mal 500,-€ oder 1000,-€ bezahlen muss?

Klar ist es unangenehm, aber auf Dauer in den meisten Fällen günstiger, wie wenn ich jeden Monat Versicherungsbeiträge überweise.

Wirklich notwendige Versicherungen decken deshalb beides ab. Die hohe Wahrscheinlichkeit des Schadens und die schlimmsten Existenzbedrohungen.

Bei welchen Versicherungen treffen also genau diese beiden Punkte zu?

 

Privathaftpflichtversicherung (und auch Tierhalterhaftpflichtversicherung)

Sie kostest im Jahr ca. 50 bis 70 € pro Person und 70 bis 130 € für die ganze Familie. Abgedeckt sind alle Personen- & Sachschäden (in der Regel bis zu 5 Mio €), die du Dritten unabsichtlich zufügst.

Beispiel: Beim Fahrrad fahren fährst du einen Fußgänger über den Haufen, schnell lenkst du gegen und rammst ein Schaufenster ein. Alle Schäden hat deine Privathaftpflicht zu tragen.

 

KFZ-Haftpflichtversicherung

Ist in Deutschland gesetzliche Pflicht. Je mehr Schadensfälle von einer Automarke gemeldet wurden, desto höher ist der zu zahlende Versicherungsbeitrag.

Es liegt also auf der Hand, dass die Versicherung für einen in Deutschland häufig gefahrenen VW Golf sehr viel mehr kostet, als ein auf dem Markt weniger vertretener VW Passat. Ich fuhr beide Modelle. Für den VW Golf hatte ich 600,-€ und für den VW Passat nur 300,-€ pro Jahr bezahlt.

 

Berufsunfähigkeitsversicherung (oder Unfallversicherung)

Wenn jemand seinen Beruf zum Beispiel durch einen schweren Unfall nicht mehr ausüben kann, dann fehlt plötzlich ein Großteil des Einkommens. Durch die Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherung wird dann der bei Vertragsabschluss festgelegte Einmalbetrag und eine monatliche Invaliditätsrente ausbezahlt.

Die Berufsunfähigkeitszahlung (BUZ) ist also der Ausgleich, der deinen Lebensstandard im Falle der Berufsunfähigkeit absichert. Er berechnet sich aus der Höhe deiner Invalidität und des gezahlten Beitrages.

 

Wohngebäudeversicherung

Wenn das Haus abbrennt oder durch weitere Naturkatastrophen beschädigt wird, dann springt diese Versicherung finanziell ein. Verglichen mit dem entstandenen Schaden ist der Versicherungsbeitrag relativ gering und hängt von der Größe des zu versichernden Gebäudes ab.

 

Krankenversicherung (privat, gesetzlich oder in einer Gemeinschaft)

Sich krankenzuversichern ist in Deutschland Pflicht. Das hat viele Vorteile und auch viele Nachteile. Angestellte sind sogar noch mehr gebunden, denn offiziell müssen sie von einer gesetzlichen Versicherung abgesichert werden.

Die freie Versicherungswahl haben Angestellte erst ab einem monatlichen Bruttogehalt von 4.687,50 €. (PS: Einige Angestellte schaffen es dennoch, die Versicherungspflicht zu umgehen und sich privat abzusichern. Es gibt also noch Wege.)

Selbstständige haben hingegen die volle Auswahl:

 

> Freiwillig gesetzlich krankenversichert

Möglicher Vorteil: Deine Versicherungsbeiträge sind an dein Gehalt gekoppelt. Mit steigenden Alter brauchst du somit keine steigenden Beiträge befürchten, sondern bezahlst die von deiner Krankenkasse festgelegte Beitragshöhe (aktuell zwischen 15 und 16%).

Nachteil: Du hast so gut wie keine Transparenz über Abrechnungen und Diagnosen. Weiter hast du oft lange Wartezeiten, da privat versicherte Menschen vorgezogen werden. Die Ärztewahl ist ebenfalls beschränkt, denn Besuche beim Osteopathen und Heilpraktiker werden meist nicht bezahlt.

> Private Krankenversicherung

Vorteil: Du kommst schnell dran, profitierst von einer intensiveren Betreuung und hast mehr Luxus. Für junge Menschen sind die Beiträge recht günstig. Außerdem hast du die volle Transparenz, denn du bekommst die Rechnung ausgestellt und siehst genau was abgerechnet und diagnostiziert wurde.

Ebenfalls kannst du einen Versicherer wählen, der deine Heilpraktikerkosten übernimmt. Viele privaten Krankenversicherer zahlen dir sogar einen Teil deiner Beiträge zurück, solange du keine Arztrechnungen einreichst.

Nachteil: Mit dem Alter steigt auch der Beitrag (stark an). Zurückwechseln in die gesetzlichen Kassen wird oft untersagt.

 

> Solidargemeinschaft als Form der Absicherung im Krankheitsfall

Hier nur kurz erklärt (extra Artikel folgt). Es ist eine Gemeinschaft, in der sich die Mitglieder gegenseitig absichern. Jeder zahlt seinen freiwillig bestimmten Beitrag.

Bei Unfall oder schwerer Krankheit wird ein gemeinsamer Topf hergezogen. Bei kleineren Verletzungen und Krankheiten zahlt jeder aus der eigenen Kasse.

Diese Art der Absicherung ist geduldet, befindet sich jedoch in einer gesetzlichen Grauzone. Die Mitglieder treffen sich einmal im Monat in kleinen Gruppen, um sich über gesundheitliche Themen auszutauschen. Die Verwaltung ist wie in einem Verein auf ehrenamtlicher Basis organisiert. Kein gewinnorientiertes Unternehmen steckt hinter diesem Konzept.

Die meisten Mitglieder haben das aktuelle Gesundheitssystem genau hinterfragt und sind zum Schluss gekommen, dass sie hierbei nicht mitmachen wollen. Zur Behandlungs- oder Arztwahl gibt es keine Vorschriften. Dennoch tippe ich, dass die wenigsten Mitglieder solche schulmedizinischen Heilungsmethoden wie zum Beispiel eine Chemotherapie mit sich lassen machen würden.

Die Ursprungsidee kommt aus der Schweiz. In Deutschland gibt es da die Artabana, die Samariter, die Spuka für Polizisten und viele weitere kleinere Gemeinschaften.

 

Und welche Versicherungen kosten überflüssiges Geld?

Hier in Deutschland kannst du ja praktisch alles versichern. Deinen Hausrat, das Fahrrad, die Brille, den Urlaub, ja sogar dein Hinterteil…

Manche versichern sogar ihren Popo

Deshalb liegt es wohl hauptsächlich an der Größe deines Sicherheitsbedürfnisses, ob und wie viele zusätzliche Versicherungen du brauchst.

Jetzt kommt deshalb eine Auswahl an Versicherungen, die du wahrscheinlich gar nicht brauchst…

 

Rechtsschutzversicherung – Regelst du deine Konflikte nur mit Anwalt?

Dann ist eine Rechtsschutzversicherung wichtig. Noch nachhaltiger ist es sicherlich, wenn du deinen Gegenüber direkt auf die Angelegenheiten ansprichst und dir davor überlegst, welcher Teil des Streits an dir liegen könnte.

Ist es nicht häufig so, dass Streit von innerer Unzufriedenheit und unerfüllten Erwartungen herrührt?

Mit den monatlich eingesparten 15,- bis 20,-€ könntest du nach ein paar Jahren ja trotzdem eine saftige Anwaltsrechnung bezahlen – auch ohne Versicherung ist ein Streitfall zwar teuer, aber in der Regel bezahlbar.

 

Risikolebensversicherung – Geht die Familie wirklich den Bach runter, wenn was passiert?

Tod ist mit Sicherheit der „worst Case“. Mit einer Risikolebensversicherung ist deshalb die finanzielle Absicherung im Todesfall abgedeckt. Sie wird hauptsächlich dann benötigt, wenn ein Elternteil plötzlich verstirbt und die zurückgebliebene Familie die monatlichen Lebenshaltungskosten (und Kreditschulden) nicht mehr eigenständig bezahlen kann.

So eine Versicherung ist also so lange nützlich, wie die Schäfchen noch nicht im Trockenen sind… Was schätzt du, ab welchem Alter ist dies wohl bei den meisten deutschen Familien der Fall?

Eine genaue Statistik habe ich dazu leider nicht gefunden. Ich tippe jedoch, dass die meisten Deutschen ab dem 50. Lebensjahr recht solide dastehen und keine großen Kreditschulden mehr haben.

Aber wie wahrscheinlich ist der Tod vor dem 50. Lebensjahr überhaupt?

Seite 15 dieser Statistik des statistischen Bundesamtes gibt Aufschluss. Im Jahr 2013 sind insgesamt 893.825 Menschen gestorben. Nur 35.183 Sterbefälle (also 3,94%) waren davon im Alter von unter 50 Lebensjahren.

Die Wahrscheinlichkeit, dass du vor dem 50. Lebensjahr stirbst, liegt also lediglich bei knapp 4 von 100 Todesfällen. Mir erscheint dies wenig und dir?

In meinem Todesfall würde Gina dann halt ein festes Arbeitsverhältnis eingehen und unsere Kinder in die Krippe schicken. Abgesehen davon, dass der Papa tot ist, ist dieser Fall auch nicht soo schlimm oder? Ein finanzielles Polster im Todesfall ist zwar bequem, aber ist es tatsächlich notwendig?

 

Die private Altersvorsorge – Wie lange willst du arbeiten?

Die hauptsächlich anzudenkende Kernfrage ist wohl das eigene Lifestyle-Konzept.

Das bisher gängige Konzept: Arbeiten und auf die Rente sparen. Dann noch ein paar Jahre das Leben und die Freizeit genießen.

Ein neues Konzept: Dem Leben ruhigere und aktivere Phasen gönnen. Auch mal Pause machen. Die antreibende Kraft und Berufung finden. Etwas tun, das mir so viel Spaß macht, dass ich mit 67 Jahren noch nicht einmal im Traum an’s Aufhören denke.

Dieses neue Konzept macht aus mehreren Gründen sinn, denn:

> Ansparen ist risikoreich und teuer, da die tatsächliche Inflationsrate den Wert des Geldes im Laufe der Zeit erheblich mindert. Zudem kann keiner versprechen, dass unser Geldsystem noch lange durchhält. Und abgesehen davon ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir im Jahr 2050 noch mit 67 in Rente gehen können, eh recht gering.

> Freizeit findet im neuen Konzept genau dann statt, wenn es mir wichtig ist. Wie in der Natur (Jahreszeiten), gibt es auch beim Menschen Zyklen, in denen er mal „Durchschnaufen“, sich „mit der Familie beschäftigen“ oder „aktiv Dinge vorantreiben“ sollte.

> Der Druck anzusparen ist geringer, da ich ja später ebenfalls verdiene. Das aktuell verbleibende Geld kann somit jetzt schon in die Gesundheit investiert werden. Dies wirkt sich dann automatisch auf die spätere geistige und körperliche Fitness aus.

Beim Konzept der Altersvorsorge stellen sich mir aber auch weitere Fragen…

Wie hoch sind eigentlich die Verwaltungskosten der Versicherungen?

Besonders Versicherungen, bei denen man für die Zukunft spart, weisen oft sehr hohe Verwaltungskosten auf. Die Verbraucherzentrale Hamburg rät zum Beispiel komplett von Kapitallebensversicherungen ab, da die Verwaltungskosten generell viel zu hoch sind.

Auch bei weiterem Recherchieren finde ich die Gesamtkostenangaben von Lebensversicherungen. Diese wurden erforscht von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Verwaltungskosten Versicherungen

Das es etwas kostet, war klar, aber Gesamtkosten von 30,6% erscheinen mir doch recht hoch. Ich stelle daher in Frage, ob es sich wirklich rentiert eine Lebensversicherung (kapitalbildende Lebensversicherung, Risikolebensversicherung & Rentenversicherung) abzuschließen.

 

Und was machen die Versicherungen überhaupt mit meinem eingezahlten Geld? 

Besonders bei Lebens- und Rentenversicherungen versprechen die Versicherungen ihren Kunden hohe Wertzuwächse. Aber nicht nur dort herrscht dieser Druck, sondern auch die Umlageversicherungen (Haftpflicht, Rechtsschutz, etc.) müssen ihre Einlagen durch geschickte Geldanlage so vermehren, dass sie weiter im Versicherungsgeschäft konkurrieren und bestehen können.

Wohin wird dieses Geld also investiert? Wer arbeitet dafür, denn von alleine vermehrt es sich ja nicht?

Nicht selten wird das Kapital in ethisch fragwürdige Vorhaben investiert wie: Kohle- & Kernkraftwerke, die Waffenindustrie, Tabakkonzerne oder zur Gewinnung von Erzen & Gold in Schwellenländern.

Sehr deutlich hat dies Erwin Wagenhofer in seinem Film „Let’s make Money“ aufgezeigt (siehe auch unsere Filmliste mit bewegenden Filmen). Der Film bietet zwar leider keine direkten Lösungen an, aber er durchleuchtet spannende Hintergründe und klärt über wichtige Geld- & Investitionskreisläufe auf.

Hier ist der Trailer:

Mit etwas Glück ist der ganze Film aktuell kostenfrei auf Youtube und sonst lohnt es sich, ihn gebraucht oder neu für rund 10,-€ bei eBay zu ersteigern*.

Und schwupp, landen wir schon im Bereich der ethisch korrekten Versicherungen…

 

Welche Versicherungsberater, die ethisch korrekte Versicherungen vermitteln, gibt es denn?

Alle jetzt aufgeführten Berater schreiben, dass sie sich auf ethisch-ökologische Versicherungen spezialisiert haben. Nichtsdestotrotz ist es auch hier wichtig, genau nachzufragen, ob der jeweilige Versicherer im ethisch-ökologischen Sinne handelt.

greensurance.de – Ich habe mit Geschäftsführer Marcus Reichenberg telefoniert. Er scheint mir einer der Vorreiter auf diesem Gebiet zu sein, denn er gründet gerade Deutschlands erste komplett ökologisch handelnde Versicherung. Weiter steht hinter seiner Firma eine Stiftung, die in verschiedene Naturschutzprojekte investiert.

obergfäll.de – Andreas Obergfäll ist freier Makler und schon länger im Öko-Geschäft. Bei ethisch-ökologischen Investmentfonds & Versicherungen setzt er zum Beispiel gerne auf Wasserkraft, weil die Vorteile die Nachteile überwiegen. Was mir auch gefällt, ist, dass er seine wichtigsten Kriterien sehr transparent aufgeschrieben hat.

grün-versichert.de – bietet zwar auch viele konventionelle Versicherungen an, zahlt jedoch ganze 75% des Einkommens in soziale und Umweltprojekte ein. Wie viel Geld dies ist und in was genau investiert wurde, bleibt bis jetzt leider noch unklar.

fibur.de – Ben Urbanke bietet aktuell zwar nur eine kleine Auswahl an Versicherungen (zumindest war das so, als ich das letzte mal angerufen habe), dennoch ist sein Konzept sehr unterstützenswert und das Portfolio stetig wachsend.

projekt21plus.de – ist ein Beratungsunternehmen, das grüne Altersvorsoge, Ökostromwechsel und ethisch-ökologische Geldanlagen bietet. 20% der Einnahmen aus der Investmentberatung gehen in Aktionen zur Förderung von Erneuerbaren Energien. Siegfried Grob und Trudel Meier-Staude treten sehr persönlich auf, beschreiben jedoch auch nicht so recht, wie viel Geld sie in welche Projekte spenden.

oekoworld.com – ist schon ein recht großes Unternehmen. Mir gefällt besonders, dass sie eine Vision und die daraus entstandene Mission haben. Sie haben sich auf ethisch-ökologische Altersversorgung und Investmentfonds spezialisiert.

 

Und auf welche Versicherer greifen die oben aufgezählten Berater hauptsächlich zu?

Auf die Stuttgarter Versicherung (Stuttgarter.de), die Öko Capital (oeco-capital.de – die im Jahr 2014 von der Concordia gekauft wurde) und die Barmenia Versicherung (Barmenia.de).

Alle diese Versicherer orientieren sich unterschiedlich stark an der „Environment Social Governence“. Diese sogenannten ESG-Kriterien stehen für ökologische und sozial-gesellschaftliche Aspekte, sowie die Art der Unternehmensführung.

 

Fazit: Was dieser Artikel letztendlich in mir bewegt hat..

Es ist leicht über das Thema zu schreiben, allerdings nur ehrlich, wenn ich das gesagte auch umsetze. Ich habe mich also an der Nase gepackt und alle meine Versicherungen nochmal durchgecheckt.

Bisher waren wir wie folgt versichert:

Privathaftpflicht (R+V):

Für die ganze Familie, diese kostet 78,83€ pro Jahr.

 

Kranken-Zusatzversicherung (AXA):

Diese habe ich seit meiner Kindheit und deshalb bezahle ich nur 8,50€ pro Monat. Von dieser profitiere ich jedoch, denn jährlich bekomme ich den erstattungsfähigen Maximalbetrag an Heilpraktikerkosten ausgezahlt. Insgesamt sind das 180 € – also mehr als ich einzahle.

 

KFZ Haftpflichtversicherung (Versicherungskammer Bayern):

Für unseren alten VW Passat kostet diese 312,-€ im Jahr.

 

BerufsstarterRente (SparkassenVersicherung):

Diese besteht aus einer Kombi von Berufsunfähigkeit (17,-€ Monatsbeitrag für eine Rente von ca. 600,-€/Monat im Falle der BU) und einer Rente (52,-€ Monatsbeitrag für eine garantierte Kapitalabfindung von 28.594,-€ im Jahr 2050 – bis dahin habe ich dann insgesamt ca. 34.320,-€ eingezahlt).

Seit 2006 habe ich ca. 6780,-€ eingezahlt der aktuelle Rückkaufswert ist 4.856,68€. Durch die Absicherung bei Berufsunfähigkeit und die Gebühren ist aktuell 1.923,32€ weniger in der Kasse als ich eingezahlt habe.

 

Unfallversicherung (SparkassenVersicherung):

Diese kostet mich 127,11 Euro im Jahr. Je nach höhe der Invalidität wird mir dann Geld ausgezahlt.

Versicherungssumme ist 74.000,-€; monatl. Rentenleistung 740,-€; Bergungskosten bei Tod 10.000,-€; Invaliditätsstaffel 500%.

 

Private Rentenversicherung (SparkassenVersicherung):

Diese wurde vor dem 01.01.2005 abgeschlossen. Alle erwirtschafteten Beträge sind deshalb bei Auszahlung steuerfrei.

Der aktuelle Rückkaufswert ist 464,39€ weniger wie ich eingezahlt habe.

Bei Laufzeitende habe ich dann ca. 22.800,-€ eingezahlt und bekomme voraussichtlich 34.163,-€ inklusive Überschüsse ausbezahlt.

Die Abschlussgebühren sind 4% der garantierten Rentenleistung von 29.713,-€ am 30.11.2051. Das waren 1.188,52€ , die zuerst abgezahlt werden mussten.

Mich hat hierbei verwundert, dass der Rückkaufswert sogar bis Laufzeitende unterhalb des eingezahlten Beitrages liegt.

 

Solidargemeinschaft anstelle einer gesetzlichen Krankenkasse (Artabana):

Unser festgelegter Beitrag für die ganze Familie liegt aktuell bei 200,-€ monatlich. Das Versprechen der gewünschten Beitragshöhe wird jedes Jahr erneuert.

 

Zusätzlich haben wir ein Gesundheits- & Notfallkonto eingerichtet, auf das wir monatlich 100,-€ der „eingesparten“ Versicherungsbeiträge einzahlen. Einen Teil dieses Geldes verwenden wir zum Energie tanken beim Osteopath & beim Akupunkteur.

 

Unsere neu getroffenen Entscheidungen:

Während der Aufzählung stellte ich fest, dass ich viel zu viele Versicherungen habe. Die meisten dieser Versicherungen hatte ich während meiner Ausbildung zum Bankkaufmann abgeschlossen.

Meine heutige Sichtweise hat sich spätestens seit diesem Artikel und den Diskussionen mit Gina geändert.

Wir haben uns deshalb entschieden, einige der Versicherungen zu kündigen und andere zu wechseln. Hier sind die konkreten Änderungen:

Privathaftpflicht:

Über grün-versichert.de haben wir zur Barmenia (Adcuri) gewechselt. Jetzt zahlen wir nur noch 57,49 € im Jahr für die ganze Family.

 

KFZ Haftpflichtversicherung:

Da ich hier aktuell auch keine Öko-Wunschversicherung gefunden habe, wechsle ich einfach auf eine günstigere. Grün-versichert.de hat mir ein Angebot gemacht, das fast um den halben Jahresbeitrag günstiger war.

 

BerufsstarterRente (SparkassenVersicherung):

Ersatzlos gestrichen und 5.388,63 € bekommen.

 

Unfallversicherung (SparkassenVersicherung):

Gekündigt und andere Angebote erstellen lassen. Nach reichlicher Überlegung haben wir uns aktuell dagegen entschieden.

 

Private Rentenversicherung (SparkassenVersicherung):

Ersatzlos gestrichen und 4.472,45 € bekommen.

 

Die monatliche Einzahlung auf unser Gesundheits- und Notfallkonto haben wir jetzt auf 200,-€ erhöht.

 

Was sind unsere neuen Lösungen und was passiert mit dem Geld der ausgezahlten Altersvorsorge?

Zur Währungsabsicherung haben wir uns entschieden 3.000,- € in fair gefördertes Gold zu investieren. Florian Hartkort bezieht aus Peru (www.traidgold.com) und Dipl. Geol. Thomas Siepelmeyer (www.faire-edelsteine.de) bezieht aus Hessen und Argentinien.

Green Gold - fair gehandeltes Gold

Einige Silbermünzen und Kupferbarren kommen bei uns ebenfalls dazu.

Weiter investieren wir in unser geistiges Gut, in unsere Fähigkeiten und in eine möglichst freie Denkweise. Dies ist aus unserer Sicht die sinnvollste Investition, denn dies „kann einem niemand wegnehmen“ und es trägt dazu bei, unserer Berufung nachzukommen.

Wir haben uns entschieden für:

> Eine einjährige Kräuterausbildung (Gina)

> Einen Seminarkreis, der sich vier Wochenenden im Jahr trifft und tiefgehende Themen behandelt. (Kilian)

> Systemische Aufstellungen mit Santosh Ralph Nussholz (Gina, Finn und Kilian)

> Rückführung in bestimmte Themen aus unseren früheren Leben, um Erkenntnisse zu gewinnen und Blockaden zu beseitigen. Bei Ottilie E. Scherer. (Gina und Kilian)

Den restlichen Teil des Geldes verwenden wir als Polster, um genügend Zeit für diesen Blog zu haben und ein Business darauf aufzubauen.

 

Videofazit und Gedanken zum Artikel

Kilian Kempter mit "Wie sinnvoll ist es sich zu versichern"

 

Danke dir fürs Lesen und Weitersagen;)

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Your Comments

7 Comments so far

  1. Jens sagt:

    Netter Beitrag.
    Dennoch: 100€ monatlich zu sparen ist kein Ersatz für eine Versicherung. Jeder wie er mag, aber wenn _ich_ eine schwerwiegende Krankheit bekomme oder nach einem Unfall mehrmals operiert werden muss und lange auf der Intensivstation liege, dann möchte ich dadurch nicht finanziell ruiniert werden. Ich möchte die _Garantie_ haben, dass ich mein Leben danach so weiterleben kann wie vorher – möglicherweise mit gesundheitlichen Einschränken, aber dagegen kann ich mich nicht versichern.

    Ihr hingegen habt keine Garantie, die Kosten übernommen zu bekommen. Das heißt im schlimmsten Fall Privatinsolvenz. Im Zweifel, nämlich wenn das ganze länger andauert, liegt ihr sogar der Gesellschaft auf der Tasche, wenn Artabana nämlich nicht zahlt (verpflichtet sind sie nicht! Das Kleingedruckte lesen 😉 und die Ärzte euch trotzdem behandeln (weil es sie müssen). Darum herrscht in Deutschland auch Versicherungspflicht: denn sonst würde sich niemand versichern und wenn was schlimmes passiert, dann zahlt schon die Gesellschaft.

    Anstatt fair gefördertes Gold zu kaufen, solltet ihr darüber nachdenken, ob ihr auch _wirklich_ fair gegenüber der Gesellschaft seid oder ob ihr nur dieses Gefühl habt.

    • Gina sagt:

      Servus Jens, danke für deine Gedanken.
      Für uns ist eine „echte“ Krankenversicherung einfach unattraktiv, weil sie Sachen unterstützt, die zwar die Wirtschaft dienlich sind jedoch nicht optimal der menschlichen Gesundheit dienen.
      Bei der artabana gibt es gewiss ein gewisses restrisiko. Dies ist meiner recherche nach jedoch nicht höher als das Risiko anderer Krankenkassen (nicht umsonst ist Paragraf 89 vom VAG entstanden). Hinzu kommt, dass es eine der wenigen gemeinschaften ist, bei der sich die mitglieder kennen und regelmäßig treffen. Sehr unwahrscheinlich, dass da nicht gezahlt wird.

      Mich erstaunt es jedes mal wieder, wenn ich höre wie günstig chirurgische eingriffe sind. Ein freund von mir hat sich vor einiger zeit das knie operieren lassen und nur 2000€ bezahlt. Es muss schon viel passieren um die kosten nicht mehr tragen zu können. Wir haben das sehr genau in unseren Patientenverfügungen geregelt.

      Bei schwerwiegenden Krankheiten sind meine lösungen: eine Ernährungsumstellung, Akupunktur, Hypnose, Rückführung in frühere leben, aufsuchen von

    • Gina sagt:

      Servus Jens, danke für deine Gedanken.
      Für uns ist eine „echte“ Krankenversicherung einfach unattraktiv, weil sie Sachen unterstützt, die zwar die Wirtschaft dienlich sind jedoch nicht optimal der menschlichen Gesundheit dienen.
      Bei der artabana gibt es gewiss ein gewisses restrisiko. Dies ist meiner recherche nach jedoch nicht höher als das Risiko anderer Krankenkassen (nicht umsonst ist Paragraf 89 vom VAG entstanden). Hinzu kommt, dass es eine der wenigen gemeinschaften ist, bei der sich die mitglieder kennen und regelmäßig treffen. Sehr unwahrscheinlich, dass da nicht gezahlt wird.

      Mich erstaunt es jedes mal wieder, wenn ich höre wie günstig chirurgische eingriffe sind. Ein freund von mir hat sich vor einiger zeit das knie operieren lassen und nur 2000€ bezahlt. Es muss schon viel passieren um die kosten nicht mehr tragen zu können. Wir haben das sehr genau in unseren Patientenverfügungen geregelt.

      Bei schwerwiegenden Krankheiten sind meine lösungen: eine Ernährungsumstellung, Akupunktur, Hypnose, Rückführung in frühere leben, aufsuchen von weiteren seriösen heilern und die Frage ob meine Aufgabe hier auf der Erde schon erledigt ist. Keiner dieser Punkte wird von Versicherungen bezahlt.

      Jens, ich schicke dir einen schönen gruß
      Kilian

  2. Thomas sagt:

    Versicherungen zu haben, ist schon sehr wichtig, allerdings lohnt es sich in diesem Bereich immer wieder Vergleiche durchzuführen, denn die Anbieter unterscheiden sich in ihren Preisen und Konditionen immer wieder. Nur wer einen Vergleich durchführt, kann sich einen Überblick verschaffen und eventuell auf eine günstigere Alternative zurückgreifen, um auch auf Dauer Geld einzusparen.

    • Kilian sagt:

      Servus Thomas,
      jo das ist eine prima Ergänzung. Bei uns habe ich dafür einen 2-Jahres-Vergleichsrhytmus festgelegt. – Geht bei den wenigen Versicherungen ja recht schnell;)
      Kilian

  3. Andreas Kraus sagt:

    Hallöchen,

    wirklich total interessanter Beitrag und zugleich ein sehr mühsames Thema, was mich ebenso regelmäßig quält.
    Hier ein paar meiner Gedanken dazu.

    Allgemein:
    Ich bin ebenso der Meinung, dass primär Versicherungen abgeschlossen werden sollten, welche für die eigene Existenz oder die der Familie notwendig sind. Darüber hinaus können aber auch andere Versicherungen nützlich sein (z.B. eine Zahnzusatz). Ich persönlich ahne und bin mir sicher, dass hier auf Grund meiner schlechten Gene einiges auf mich zukommen wird. 10.000€ Beiträge über 40 Jahre können da schnell aufgebraucht sein.

    Dass wir in Deutschland womöglich überversichert sind, sehe ich schon auch so. Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass wir zu den reichsten Ländern gehören. So blöd es sich anhört, aber Versicherungen schaffen Arbeitsplätze und kurbeln unsere Wirtschaft an. Das bei steigenden Lebenserwartungen und Vater Staat verdient ordentlich daran mit – schließlich leben wir in einem Sozialstaat. Würden diese Unmengen an Steuergeldern aus bleiben, will ich nicht wissen, was dies bedeuten würde.
    Ergänzend möchte ich erwähnen, dass unser Tun und Handeln eben auch mit Tugenden wie Disziplin, Ehrgeiz, Pünktlichkeit usw. verankert ist. Oder wie wir im Schwabeländle sagen „schaffe, schaffe Häusle baue“..
    Dass wir alle unere Einstellung ändern und Arbeit suchen die uns auch wirklich Spaß macht und wo wir Pausen einlegen können ist denke ich garnicht möglich. Es gibt so viel körperlich und psychisch anstrengende Arbeit, die man nicht bis weit über 60 Jahre verrichten kann. Oder wer soll die Arbeit dann sonst machen?

    BU / Unfallversicherung:
    Zwei absolut unterschiedliche Versicherungen. Eine BU gehört meiner meinung nach zu den wichtigsten Versicherungen, leider auch zu den teuersten. Eine Unfallversicherung kann man haben, ich persönlich haben eine für meine Frau und zwei kleinen Kindern kürzlich abgeschlossen, bin mir aber nicht ganz sicher, wie sinnvoll dieser Schritt war. Wer gar keine BU bekommt, für den würde die Unfallversicherung sicherlich helfen.

    Risikolebensversicherung:
    Nach meienr Auffassung sollte man diese ebenso haben, gerade wenn man Kinder hat und sich evtl. für ein Eigenheim verschuldet. Klar braucht man bei Todesfall des Partners keine große Bude, kann eine 100% Stelle annehmen, Kita usw. gibt es auch alles. Aber was ist mit Dingen wie einer schulischen Ausbildung. Es gibt so viele Bildungswege, die Unmengen an Geld kosten, privates Vermögen. Bei mehreren Kindern kann das schnell eng werden.

    Altersvorsorge:
    Das ist wirklich so ein Kapitel für sich. Zunächst wollte ich der Einfachheit halber die Betriebliche altersovorsorge machen (BAV). Nun habe ich mir aber überlegt, ob es evtl. Sinn macht, alle paar Monte in Fonds zu investieren. Quasi alle Hochs sowie Tiefs mitnehmen, über 30-40 Jahre aber mit einem deutlichen Plus raus kommen.

    Liebe Grüße
    Andi

    • Kilian sagt:

      Servus Andi,
      herzlichen Dank für deine Gedanken. Ja für mich geht es da hauptsächlich um Grundvertrauen…

      Gehe ich davon aus, dass ich im Alter Probleme mit meinen Zähnen habe oder gehe ich davon aus, dass ich gesund bin?
      Gene sagen nach neuesten Erkenntnissen zwar etwas über einen Menschen aus, dennoch sind Gene halt doch >nur< ein Bauplan. Das Mindset ist viel mehr Ausschlaggebend. In der Einstellung wird klar bestimmt, welche Teile meines "Gen"-Bauplanes auch angewendet werden. Ich finde nicht, dass sich dein Argument mit Versicherungen schaffen Arbeitsplätze blöd anhört. Es stimmt vollkommen. Nur ist meine Frage ob es sich lohnt dieses System weiter zu unterstützen oder ob es nicht sinnvollere Lösungen gibt? Deutschland ist zwar eines der reichsten Länder, dennoch ist es auch wichtig zu fragen wem Deutschland die Staatsschulden in Höhe von aktuell 2,2 Billionen Euro überhaupt schuldet? Und noch viel wichtiger - an welchen Hebeln sitzen diese Geldgeber und wie beeinflussen sie die Gesellschaft? Na schauen wir wie es sich entwickelt - ich bin ja überzeugt davon, dass jeder bei sich selbst am besten ändern und weiterentwickeln kann;) Kilian


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Treffen

Das nächste Freilern-Treffen ist am Sonntag 7. Januar um 14.00 Uhr bei uns am Kempterhof bei Wangen im Allgäu.

Das nächste offene Artabana-Treffen zur Absicherung bei Krankheit ist am Dienstag 27. Februar ab 18.30 Uhr bei uns am Hof.

Bitte jeweils bei uns anmelden - 01723981788

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